Nach seiner Corona-Infektion steht Kampfsportler Sergej Braun wieder im Ring.
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Nach seiner Corona-Infektion steht Kampfsportler Sergej Braun wieder im Ring.

Prestigekampf in Bulgarien

Nach Corona-Infektion: K1-Kampfsportler Sergej Braun aus Fulda steht wieder im Ring

Für Sergej Braun steht der nächste Kampf an. Der Fuldaer Kampfsportler steigt bei der Veranstaltung Senshi 9 in Bulgarien in den Ring und trifft dort in der Klasse bis 80 Kilogramm auf den Franzosen Samuel Dbili.

Fulda - Im Mai sollte Sergej Braun bei Senshi 8 gegen den Serben Nikola Todorovic kämpfen, musste dann aber wegen seiner Corona-Infektion auf den Fight verzichten. Diese hat der 31-Jährige aus Fulda mittlerweile gut überstanden und kann nun wieder angreifen. Und der vor sieben Wochen ausgefallene Kampf sollte nun nachgeholt werden. Da Todorovic jedoch nicht zur Verfügung steht, ist der Franzose Samuel Dbili eingesprungen.

Dbili ist Europameister und französischer Meister im Thaiboxen, ebenfalls 31 Jahre alt, 1,94 Meter groß und überragt Braun damit um satte 16 Zentimeter. In diesem K1-Superfight geht es um Ehre und Prestige; ein Titel ist nicht zu vergeben. „Nach meiner zweiwöchigen Quarantäne bin ich wieder ins Training eingestiegen, habe mich gut vorbereitet und bin froh, dass ich wieder kämpfen darf“, berichtet Braun, der in der Barockstadt ein Gym betreibt.

Kampfsport: Sergej Braun aus Fulda steht nach Corona-Infektion wieder im Ring

Insgesamt stehen bei der Veranstaltung 13 Kämpfe auf dem Programm. Sergej Braun bestreitet einen der sieben Profikämpfe, bei denen Athleten aus elf Ländern antreten.

Begleitet wird der Fuldaer von zwölf Trainern und Nachwuchskämpfern aus seiner Kampfsportschule „Brauns Gym“, die am 15. Internationalen Sommercamp der KWU (Kyokushin World-Union) in der Sportanlage Kamchia in der Nähe von Warna teilnehmen. Dieses Camp beinhaltet den KWU-World-Youth-Cup für Junioren dreier Altersklassen, die KWU-Amateur-Europameisterschaft, den Kampfabend Senshi 9 sowie ein Trainingslager. Insgesamt nehmen mehr als 1200 Kampfsportler aus 29 Ländern an der Veranstaltung teil.

Zwei Nachwuchskämpfer aus Brauns Gym nahmen im bulgarischen Warna bereits am KWU-World-Youth-Cup im Kyokushin-Karate teil, der Junioren-WM der KWU. Daniel Miller und Louis Slabowski gingen bei den 16-/17-Jährigen an den Start und waren unterschiedlich erfolgreich.

Kampfsportler aus Fulda bei Junioren-WM: Daniel Miller wird Dritter im Kyokushin-Karate

Miller gewann in der Klasse bis 70 Kilo seine ersten beiden Kämpfe nach Punkten. Den dritten verlor er nach Punkten, verpasste den Einzug ins Finale und wurde Dritter. Slabowski verlor in der Klasse über 75 Kilo seinen Auftaktkampf gegen einen Letten in der Verlängerung nach Punkten. Insgesamt nahmen 434 Jungen und Mädchen aus 24 Ländern teil.

„Es herrscht eine tolle Atmosphäre“ schwärmte Sergej Braun von der Veranstaltung. „Hier sind viele unterschiedliche Menschen: Schwarze und Weiße, Arme und Reiche – und alle trainieren und feiern zusammen. Und alle sind müde von der aktuellen Situation. Meine Sportler sind wirklich glücklich, dass sie mal rausgekommen sind.“

Zu Gast in Bulgarien sind die niederländischen Kampfsportlegenden Peter Aerts, Ernesto Hoost und Semmy Schilt, mit denen die Teilnehmer jeweils in großen Gruppen trainieren können. Alle Teilnehmer wurden vor Ort auf das Coronavirus getestet. (Joachim Herbert)

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