Zwei Wasserbälle liegen in flachem Wasser am Beckenrand (Symbolbild).
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Still ruht der See: Wie geht es weiter bei den Wasserballern?

Noch kein Abbruch

Corona: Fuldas Wasserballer sind im Wartestand

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Während die Deutsche Wasserball-Liga beschlossen hat, die Saison noch nicht abzubrechen und in diesem Punkt eine Entscheidung bis zum 1. Juli fällen will, bleibt unklar, wie es in den 2. Wasserball-Ligen weitergehen wird. Stand dort ist noch immer: Spielbetrieb vorläufig bis 31. Mai ausgesetzt.

Erik Bott, der Vorsitzende der Wasserfreunde Fulda, glaubt allerdings, „dass die Saison abgebrochen wird.“ Sein Verein ist in der 2. Liga Süd bei sieben Saisonspielen hängen geblieben, müsste also noch neun Partien absolvieren. Botts Einschätzung wird auch von einer Aussage des Erstliga-Rundenleiters Bernt Jacobs (Hamburg) untermauert: „In der 2. Liga sind wohl einige Vereine für einen Abbruch.“

Das wäre sehr zum Leidwesen von Raul de la Pena, dem Coach der Wasserfreunde Fulda. „Wasserball ist mein Leben. Ich vermisse meinen Sport wirklich sehr.“ So wie dem Deutsch-Mexikaner geht es derzeit fast allen, deren Element das Wasser ist. Und so leiden die WF Fulda vielleicht etwas mehr als andere Vereine unter den Einschränkungen.

Die Schwimmgruppen: auf dem Trockenen. Training im Wasser ist selbstverständlich nicht möglich. Der Verein hat für seinen einzigen Hauptamtlichen, Cheftrainer Marco Jabien, Kurzarbeit angemeldet. Der so leistungsstarke Nachwuchs ist im Wartestand; nach Corona wird Jabien mit seinen Schützlingen bei Null anfangen müssen. „Die Schwimmer können laufen und zu Hause etwas für die Fitness machen, aber um zum Beispiel bestimmte Muskelgruppen zu trainieren, muss man halt ins Becken“, weiß Bott.

Die Synchronschwimmer und die Wasserballer: vertreiben sich die Zeit mit Video-Challenges. Und die Triathleten: können wenigstens laufen und radfahren.

Der Saisonhöhepunkt der Eisenmänner und -frauen hätte am 3. Mai stattfinden sollen. Doch natürlich muss auch der Barockstadt-Triathlon ausfallen – eine Absage, die ein großes Loch ins Jahresbudget des WFFreißt. „Die Teilnehmer waren aber sehr verständnisvoll und haben uns teilweise ihre Startgelder als Spende überlassen. Dennoch werden wir einiges verlieren“, erzählt Bott. Auch die Absage von Schwimm- und Rehakursen trifft den Verein finanziell.

Dass das Sportbad Ziehers vor der nächsten Wintersaison noch einmal öffnet, daran glaubt Bott nicht. Und so herrscht jetzt die Hoffnung auf einen wie auch immer gearteten Trainingsbetrieb im Rosenbad: „Wir könnten es mit den Schwimmern problemlos so organisieren, dass der erforderliche Abstand gehalten wird.“ Voraussetzung wäre natürlich, dass das Rosenbad für den Sommer überhaupt erst in Betrieb geht.

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