Wir haben vor dem Landesliga-Start mit HSV-Kreisläufer Felix Rehberg gesprochen.
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Wir haben vor dem Landesliga-Start mit HSV-Kreisläufer Felix Rehberg gesprochen.

Handball-Landesliga

HSV-Kreisläufer Felix Rehberg gibt Ausblick auf die Saison: „Wollen Zuschauern risikoreiches Spiel zeigen“

  • Ann-Katrin Hahner
    vonAnn-Katrin Hahner
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Corona-Pandemie hin oder her: Der Handball in der Hünfelder Kreissporthalle soll in dieser Landesliga-Saison sehenswert werden. Felix Rehberg (27), Rückkehrer aus der dritten Liga, gibt einen Ausblick auf die Saison beim HSV.

Felix, wir kennen uns ja jetzt schon eine Weile. Wie haben Sie persönlich die Vorbereitung in Zeiten von Corona empfunden?
Durchwachsen. Man merkt, dass die lange Vorbereitung einen richtig strapaziert. Sowohl körperlich, als auch mental. Man hat eigentlich keine Lust mehr auf Training und will endlich in den Spielbetrieb starten. Aber die Zeit bis zum Saisonstart zieht sich und dann kommen Sachen wie Verletzungen hinzu.
Wer fehlt den Hünfeldern denn aktuell?
Jannik Bachus wird wohl erst wieder in der Rückrunde spielen können. Und Alexander Unglaube hat sich vor ein paar Wochen an den Rippen verletzt. Bei Tobias Abel hoffen wir, dass er am Wochenende dabei ist. Wenn so wichtige Spieler ausfallen, leidet natürlich der Trainingsbetrieb darunter.
Wie hat sich die Mannschaft taktisch verändert?
Ich kann das nur teilweise mit vergangener Saison vergleichen. Fest steht aber, dass wir eine offensivere Abwehrvariante spielen wollen. In der letzten Serie haben wir uns stark auf den Block verlassen. Davon wollen wir in Zukunft weg und offensiver agieren. Um ins Spiel zu kommen, werden wir aber weiterhin mit der 6:0 beginnen. Unseren Zuschauern wollen wir bestenfalls ein schnelles und risikoreiches Spiel zeigen. Handball soll spektakulär sein, und da wollen wir in dieser Saison wieder hin.

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Die ersten Mannschaften haben sich wegen Corona noch vor Rundenstart aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Was ist Ihre Einschätzung: Spielen wir die Saison zu Ende?
Um ehrlich zu sein, will ich da keine Einschätzung geben. Es ist ganz schwierig zu sagen, weil wir im Handball nie einen vergleichbaren Fall hatten. Sagen wir es mal so: Ich hoffe, dass wir diese Saison irgendwie zu Ende kriegen. Ohne Rücksicht auf Verluste sollte es aber nicht sein.
Einen möglichen Rundenabbruch mal außen vor: Wer ist in Ihren Augen der größte Titelanwärter in der Landesliga?
Ich sehe da nicht nur eine Mannschaft. Bettenhausen ist für mich zwar der Top-Kandidat, aber mit Hersfeld muss man eigentlich immer rechnen. Soweit ich weiß, hat sich auch Baunatal noch mal verstärkt und will alles auf die Karte Aufstieg setzen. Und schlussendlich darf man auch den VfL Wanfried nicht vergessen.
Den HSV haben Sie jetzt nicht genannt. Wo findet sich Hünfeld am Ende der Saison wieder?
Wir wollen im oberen Mittelfeld landen und dann gucken, was geht. Um ehrlich zu sein, wissen wir aktuell nicht, wie stark wir sind. Wir brauchen eine erste Bestandsmeldung und dann können wir ein gesundes Saisonziel herausarbeiten. Aber wie gesagt sollte das obere Mittelfeld schon das Ziel sein.
Ihre Saison beginnt am Samstag beim Eschweger TSV. Wie schätzen Sie eure Chancen auf einen ersten Saisonsieg ein?
Die Verletzten habe ich aufgezählt. Folglich fahren wir geschwächt nach Eschwege. Der TSV ist unserem Spiel gar nicht unähnlich. Wenn man die Eschweger einmal ins Spiel kommen lässt, zeigen sie schnellen und risikoreichen Handball. Wir müssen sehen, wen wir von der zweiten Mannschaft mit dazu bekommen. Dann heißt es, ihre Spielweise möglichst früh zu unterbinden. Dann werden wir auch gewinnen.

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