Heike Hartmann spielt Tischtennis.
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Heike Hartmann und der Oberligamannschaft des KSG Haunedorf fehlen die Spiele und der damit verbundene Spaß.

Miteinander fehlt

Hula-Hoop statt Balleimertraining: Hiesige Tischtennis-Damen machen das Beste aus Corona-Zwangspause

Der Tischtennisschläger liegt in der Ecke, der Hula-Hoop-Reifen kreist stattdessen um die Hüften. Die hiesigen Damenmannschaften machen das Beste aus der Zwangspause, in der das Miteinander mitunter mehr fehlt als der Fight mit dem schnellen Ball.

Fulda - In der aktuellen Corona-Situation ist es natürlich auch im Sportkreis Fulda schwer, sich fit zu halten. Das wissen auch die Tischtennis-Damen. Der Verbandsligamannschaft des TLV Eichenzell fehlt das gemeinschaftliche Sporttreiben. Stattdessen gehen es die Damen privat sportlich an. Fahrradfahren, kleine Workouts zu Hause oder Übungen mit dem Hula-Hoop-Reifen sollen Abhilfe schaffen und die fehlenden Trainingseinheiten und Spiele ersetzen. Trotzdem seien alle „heiß und wollen wieder spielen“, so die Mannschaftsführerin Stefanie Kress.

Die Annullierung der Runde ab der Zweiten Liga hält sie dennoch für vernünftig. Nach den vielen Überlegungen, wie die Saison 2020/21 doch noch fortgeführt werden könnte, sei es das Beste, „einfach einen Strich drunter zu machen“. Obwohl noch nichts feststeht, hofft die Mannschaft auf den Start der neuen Saison im September mit einer „ordentlichen Hin- und Rückrunde“, so Kress.

Tischtennis im Sportkreis Fulda: Damen überbrücken Corona-Pause mit Hula-Hoop-Workouts

Die junge Mannschaft des TTF 1956 Niederbieber hält regelmäßigen Kontakt über die Sozialen Medien. Zudem nutzen sie auch das Angebot, unter strengen Auflagen und Kontaktbeschränkungen zu zweit zu trainieren. Darüber hinaus versuchen sie sich „an dem Hula-Hoop-Trend oder kleinen Workouts zu Hause“, so Luisa Fleck, die Mannschaftsführerin. Ihr und ihren Mannschaftskolleginnen fehlten die Spiele zunehmend, vor allem aber „die Mannschaft und die Doppel“. Das haben sie immer sehr genossen.

Fleck hätte es begrüßt, wenn nach der ersten Unterbrechung der Saison nochmal ein Versuch gewagt worden wäre, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, anstatt die Unterbrechung in einen Abbruch zu verwandeln. Die Spielerinnen seien sich bewusst, dass das Trainingsangebot ihres Vereines durchaus ein Vorteil für sie sein kann, da „viele Leute aktuell nicht mehr trainieren“ würden, so Fleck. So blicken die Niederbieberinnen positiv und gespannt auf die neue Spielzeit und hoffen, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Corona-Zwangspause im Tischtennis: Damenmannschaften fehlen die Spiele

Die Oberligamannschaft des KSG Haunedorf hat die Pandemie schwer getroffen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen können sie nur sporadisch zueinander digital Kontakt halten. Gerade deswegen fehlen ihnen die Spiele. Tischtennis, das sei für die Haunedorfer Damen nicht nur purer Wettkampf, sondern vielmehr „eine Möglichkeit, den Tag zusammen zu verbringen, rauszukommen und Spaß zu haben“, berichtet Mannschaftsführerin Heike Hartmann. Doch wegen des Saisonabbruchs fehle dieses Gemeinschaftsgefühl. Zudem plage sie zunehmend die Angst vor einem starken Rückgang der Vereinsmitglieder aufgrund der Zwangspause. Trotzdem, so Hartmann, sei der Saisonabbruch für sie nachvollziehbar.

Die hiesigen Damen-Tischtennismannschaften trainieren zwischendurch auch mit dem Hula-Hoop-Reifen. (Symbolbild)

Heike Hartmann setzt ihre Hoffnung auf eine schnelle und flächendeckende Impfung, denn „ein Weg muss gefunden werden. Wir warten jetzt ab und spielen lieber im September, dann aber hoffentlich wieder ganz normal“, so die Haunedorfer Mannschaftsführerin.

Tischtennis-Damen vermissen in der Corona-Pandemie auch die Gemeinschaft

Der Austausch untereinander leidet auch bei den Damen des TSV Arzell stark unter der Pandemie. Natürlich würden wichtige Ereignisse, wie Geburten oder Geburtstage nicht vergessen, trotzdem sei der geringere Kontakt deutlich zu spüren. „Das Zusammenkommen als Mannschaft fehlt total. Wir sind auch eine super Truppe!“, sagt Nadine Volkemer, aktuell stellvertretene Mannschaftsführerin. Das regelmäßige Sporttreiben und Wiedersehen der Mannschaftskolleginnen fehle sehr. Trotzdem versuche sie, auch Positives aus dem Wegfallen der vielen Aufgaben zu ziehen. „Jetzt habe ich mehr Zeit für meine Familie, worüber ich doch froh bin.“

Für die Mannschaft sei es immer Priorität gewesen, sich an die gegebenen Regeln zu halten, denn „die Gesundheit hat natürlich Vorrang“. Auch sie sehen die Impfungen als Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität, zu der das Virus wohl dazugehören werde.

Zudem habe sie auch den Nachwuchs im Blick, weswegen sie auf eine Rückkehr des Trainingsbetriebes hoffe. Eine Bedingung dafür sei aber trotzdem der Rückgang der Infektionszahlen. (Julia Mondry)

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