Die Norm fest im Blick: Sara Gambetta ist zuversichtlich.
+
Die Norm fest im Blick: Sara Gambetta ist zuversichtlich.

Rimbacherin hat klare Ziele

Sara Gambetta aus Rimbach startet am Samstag beim Werfer-Europacup in die Olympiasaison

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
    schließen

Die Form stimmt. Jetzt muss die Kugel nur noch fliegen. Beim Werfer-Europacup in Split startet Sara Gambetta (SV Halle) am Samstag in die Olympiasaison. „Die Norm von 18,50 Metern soll es mindestens werden“, formuliert die Rimbacherin das Ziel.

Warendorf/Fulda - Selbstvertrauen spricht aus dieser Kampfansage. „Ich bin gut durch die Trainingsphasen gekommen, bin fit und freue mich auf den Wettkampf“, sagt Sara Gambetta aus Rimbach im Landkreis Fulda, die am Freitag nach Kroatien fliegt.

Den Schwung aus einer ordentlichen Hallensaison mit Bestleistung von 18,43 Metern und Platz sechs bei der EM nahm die Lehramtsstudentin mit in die Vorbereitung auf die Olympiasaison. Die letzten drei Wochen verbrachte sie im Trainingslager, erst zwei in Kienbaum, dann eine in der Sportschule der Bundeswehrsportförderkompanie in Warendorf. Viel Techniktraining stand auf dem Programm, mit dem Erreichten ist Sara Gambetta sehr zufrieden, die Kugel flog schon ziemlich gut. Eine Weite verrät sie zwar nicht, nur so viel: „Ich bin nicht so die Trainingsstoßerin. Aber für meine Verhältnisse war das richtig gut.“

Sara Gambetta aus Rimbach startet beim Werfer-Europacup und hat klare Ziele

An den 19 Metern möchte sie in dieser Saison kratzen. Dass sie die Weite drauf hat, weiß sie. Das gibt auf der einen Seite Zuversicht, kann allerdings behindern, weil die Lockerheit der Verbissenheit weicht, und die Stoßerin somit fehleranfälliger wird.

Der Werfer-Europacup ist für die 28-Jährige eine erste Standortbestimmung. Das Programm bis zu den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig ist ambitioniert. Jedes Wochenende sei ein Wettkampf.

26 Athletinnen aus 20 Ländern sind für den Europacup im Kugelstoßen gemeldet

26 Athletinnen aus 20 Ländern sind für den Europacup gemeldet, wobei die Bulgarin Aliona Dubitskaya (19,27 Meter) und die Italienerin Chiara Rosa (19,15) zwar Bestweiten jenseits der 19-Meter-Marke aufweisen, allerdings wurden sie nicht in diesem Jahr erzielt. So führt Dubitskaya mit 18,86 Metern die Meldeliste an, Gambetta rangiert mit ausbaufähigen 18,43 Metern an Position fünf. Den zweiten deutschen Startplatz nimmt Katharina Maisch ein; Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz (beide Erzgebirge) verzichtet auf einen Start.

Wie gewohnt hat sich Sara Gambetta nicht mit der Konkurrenz auseinandergesetzt, sondern bleibt ihrem Motto treu, nur auf sich zu schauen. „Mein Trainer ist sehr gespannt“, verrät die Rimbacherin, die von einem Wettkampf auf Augenhöhe ausgeht. Die Stimmung sei prächtig, die Vorfreude groß, zumal in Split das Wetter auf jeden Fall besser ist als in Deutschland.

Das könnte Sie auch interessieren