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„Ausschluss der Vereine hätte keine Auswirkung gehabt“ - bundesweiter Aufruf zur Gewalt?

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Von: Tino Weingarten

Mark Zentgraf (links) gewann das letzte Reinhold-Völker-Turnier mit Horas. Nun ist er mit Hünfeld dabei.
Beim letzten Reinhold-Völker-Turnier mit dem siegreichen FV Horas (links Mark Zentgraf) ging es noch um Fußball. © Charlie Rolff

Die Absage des Reinhold-Völker-Turniers sorgte bei teilnehmenden Mannschaften und darüber hinaus für Aufruhr. Winfried Mehler, Vorsitzender des FV Horas, sagt, dass ein Ausschluss der Teams wenig Auswirkung gehabt hätte.

Fulda - „Es tut mir sehr weh, denn das Turnier ist mein Kind. Viele Vereine haben sich unheimlich darauf gefreut“, sagt Mehler. Das Reinhold-Völker-Turnier, ausgerichtet vom FV Horas, muss abgesagt werden, weil sich gewaltbereite, rivalisierende Fans für die Turniertage angekündigt hätten, wie torgranate.de berichtet. „Scheinbar gibt es ein paar Bekloppte, die wegen der gestiegenen Bedeutung des Fußballs in Fulda das nachmachen wollen, was die in der Bundesliga jede Woche vormachen“, ärgert sich Mehler.

Fußball: Absage des Reinhold-Völker-Turniers - bundesweiter Aufruf zur Gewalt?

Dabei hebt der Vorsitzende des FV Horas hervor, dass die betroffenen Vereine dafür nichts können. Der Hinweis, dass rivalisierende „Fans“ das Turnier als Bühne nutzen wollen, kam einerseits von der Polizei, andererseits aber auch von den Vereinen. „Diese Leute denken, sie helfen den Vereinen, bewirken aber das völlige Gegenteil“, sagt Mehler. Die besondere Brisanz sei, so Mehler, dadurch erhöht worden, dass die Fangruppen im Internet einen bundesweiten Aufruf gestartet haben sollen, um Unterstützung zu bekommen.

Die Vereine boten an, ihre Mannschaft vom Turnier zurückzuziehen, ein Ausschluss sei bei den Verantwortlichen des Reinhold-Völker-Turniers ebenfalls Thema gewesen. „Aber die Behörden haben uns klar gesagt, dass das keine Auswirkungen haben könnte und diese Leute zumindest erwägen würden, trotzdem zu kommen“, betont Mehler.

In der Kürze der Zeit sei ein Sicherheitskonzept nicht zu bewerkstelligen gewesen, zumal es dem Verein finanziellen Schaden gebracht hätte. Mehler lobt die Behörden, die sich sehr kooperativ zeigten und kündigt an, sich für das Turnier 2024 frühzeitig mit diesen in Verbindung zu setzen, um ausreichend Unterstützung zu erfahren. Damit sich Osthessen wieder auf das freuen kann, was den Fußball ausmacht: Fußball.

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