Ein eingeschworenes Team: Sprinterin Antonia Schrimpf (LG Fulda) und Trainerin Uschi Möller blicken optimistisch in die Zukunft.
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Unser Archivfoto zeigt ein eingeschworenes Team: Sprinterin Antonia Schrimpf (LG Fulda) und Trainerin Uschi Möller blicken optimistisch in die Zukunft.

A-Finale in Frankfurt

Neue Bestzeit: Antonia Schrimpf von der LG Fulda sprintet die 60 Meter in 7,62 Sekunden

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Mit neuer Bestleistung von 7,62 Sekunden über die 60 Meter hat sich Antonia Schrimpf (LG Fulda) im Kreis der nationalen Sprinterinnenelite behauptet. Im A-Finale des Frankfurter Wintercups im Sportzentrum Kalbach wurde die 20-Jährige dann Siebte.

Fulda - „Das war ein Highlight für Antonia. Sie hat im Endlauf im Block neben der WM-Teilnehmerin Yasmin Kwadwo gesessen und war in einem Lauf mit Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo und Lisa Mayer. Die Aufgabe hat Antonia ganz souverän gelöst“, zeigt sich Trainerin Uschi Möller von der Nervenstärke ihres Schützlings beeindruckt. Von der Leistung allerdings auch. Denn im Vorlauf am Samstag steigerte die 20-Jährige als Vierte in 7,62 Sekunden ihre Bestzeit um eine Hundertstel. Und das trotz eines Holperers kurz nach dem Start. Der Einzug ins A-Finale war der Lohn für die starke Zeit.

Beim Endlauf traute Möller ihren Augen kaum. „Antonia legte einen Top-Start hin. Bis 35 Meter war sie an dritter Position, und ich dachte, wenn sie das nach hinten kriegt, wäre es die Sensation“, resümiert Möller. Doch dann schlich sich der alte Fehler ein: Ein Überbleibsel aus dem Frühjahrstraining, das im vergangenen Jahr während des Lockdowns auf Feldwegen stattfand. Der Oberkörper knickte leicht nach vorne. „Dadurch bekommt sie die Knie nicht richtig hoch, und die Schrittfrequenz geht zurück“, analysiert Möller und schickt hinterher: „Daran arbeiten wir.“ Trotzdem sprang noch eine Zeit von 7,64 Sekunden heraus, die Rang sieben bedeutete. Das Rennen gewann Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), die mit ihren 7,26 Sekunden nun Rang zwei in der europäischen Bestenliste einnimmt und die Norm für die Hallen-EM um eine Hundertstel verpasste. Dahinter folgten Yasmin Kwadwo (Paderborn, 7,32 Sek.) und Malaika Mihambo (Kurpfalz, 7,49). (Lesen Sie hier: TTBL: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell kassiert beim SV Werder Bremen die nächste Niederlage).

Fulda: Antonia Schrimpf (LG Fulda) sprintet die 60 Meter in 7,62 Sekunden

„Auf meine Leistung bin ich sehr stolz, zumal ich in den vergangenen Wochen nicht die optimalen Trainingsbedingungen hatte. Aber beschweren möchte ich mich drüber nicht, denn es hat ja trotzdem funktioniert“, zeigt sich Antonia Schrimpf sehr zufrieden. Sie habe gemerkt, woran sie arbeiten müsse, was in den nächsten Wochen angegangen werden soll. „Wenn ich meine Ziele umsetze, ist bestimmt noch eine schnellere Zeit drin“, blickt sie optimistisch nach vorne.

Dass in nächster Zeit ein weiterer Wettkampf auf dem Programm stehen könnte, daran glauben Trainerin und Athletin nicht, zumal das Angebot sehr gering ist. Deshalb waren sie froh, überhaupt diese Chance erhalten zu haben. Denn der Wettkampf war für A- bis C-Kader-Athletinnen gedacht. Aber da Frankfurt der Ausrichter war, bot HLV-Trainer David Corell einigen D-Kaderathletinnen die Startmöglichkeit.

Antonia Schrimpf: „Wenn ich meine Ziele umsetze, ist bestimmt noch eine schnellere Zeit drin“

Überhaupt ist Uschi Möller vom HLV-Sprinttrainer sehr angetan. Er habe Lisa Mayer unter seine Fittiche genommen und sie nach einer dreijährigen Durststrecke wieder flott bekommen. „Wenn ich irgendwann mit meinem Latein am Ende sein sollte und Antonia nicht mehr weiterbringen kann, dann soll sie zum Corell gehen“, sagt sie.

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