Eine Entscheidung auf dem grünen Rasen gibt es für Leon Pomnitz und die SG Barockstadt nicht, dafür zieht der Hessenligist nun vor Gericht.
+
Eine Entscheidung auf dem grünen Rasen gibt es für Leon Pomnitz und die SG Barockstadt nicht, dafür zieht der Hessenligist nun vor Gericht.

Reuß nicht überrascht

SG Barockstadt Fulda klagt gegen Regionalliga-Entscheidung - „Der Zuspruch bestärkt uns“

  • Steffen Kollmann
    vonSteffen Kollmann
    schließen

Nun ist es offiziell: Die SGBarockstadt hat sich dazu entschlossen, gegen die Entscheidung der Regionalliga Südwest GbR, keine Aufsteiger für die Saison 21/22 zuzulassen, zu klagen. Damit steht der Hessenliga-Erste nicht alleine da.

Fulda - „Der Zuspruch, den wir in den vergangenen Tagen bekommen haben – auch von anderen Oberligisten aus ganz Deutschland –, bestärkt uns darin, dass man sich nicht alles gefallen lassen darf und kämpfen muss“, begründet der Manager der SG Barockstadt Fulda, Sebastian Möller, die Entscheidung, die nach eingehender juristischer Prüfung erfolgt ist.

SG Barockstadt Fulda klagt gegen Regionalliga-Entscheidung

Nicht nur Barockstadt will gegen den Beschluss der Gesellschafterversammlung, der HFV-Präsident Stefan Reuß als eines von sieben Mitgliedern angehört, und dreiköpfigen Spielkommission, in der Hessens Verbandsfußballwart Jürgen Radeck sitzt, vorgehen.

Die betroffenen Oberliga-Topteams SGV Freiberg, Stuttgarter Kickers, Eintracht Trier und Wormatia Worms wollen sich ebenfalls wehren. Sie kündigten teils ebenfalls am Freitag an, vor Gericht zu ziehen. Allerdings wird es keine Sammelklage geben: „Da die rechtliche Ausgangslage bei jedem Verein aufgrund von unterschiedlicher Verbandszugehörigkeit und Tabellensituation variiert, werden die Vereine unabhängig voneinander vorgehen – aber in der Sache vereint“, betont Möller.

Das sagt Stefan Reuß

Noch bevor die SG Barockstadt ihre Klage am gestrigen Abend öffentlich machte, sprach unsere Zeitung mit HFV-Präsident Stefan Reuß, der entschieden dem Gerücht entgegentrat, dass das in Rede stehende Rechtsgutachten von Regionalliga-Vereinen in Auftrag gegeben worden sei. Vielmehr habe die Regionalliga Südwest GbR das Gutachten in Auftrag gegeben. Reuß vermied es, auf Details der Gesellschafterversammlung einzugehen, da er bereits mit einem Rechtsverfahren rechnete. Gleichzeitig äußerte er seinen Unmut darüber, dass es nicht geschafft worden sei, deutschlandweit einheitliche Regelungen zu schaffen und führte das Beispiel Regionalligen an. Von fünf sind nur noch zwei im Spielbetrieb. Dieser Flickenteppich sei verantwortlich für erwartete Rechtsverfahren. Stefan Reuß habe bereits vor einem Jahr eindringlich gleiche Regeln eingefordert. Vergebens. / jg

Der Manager ergänzt: „Es heißt ja: ‚Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand‘. Sollten wir in der Hessenliga bleiben, wirft uns das nicht um. Wir haben eine starke Truppe, der Wille im Team und im ganzen Verein ist ungebrochen.“ Ob die Chancen von Barockstadt und Co. aussichtsreich sind, wird sich zeigen. Die Stuttgarter Zeitung schrieb zuletzt, dass „laut Experteneinschätzung“ keine Angriffsfläche vorliege.

Das könnte Sie auch interessieren