Baseball 2021/Verbandsliga Nord 2021/Fulda Blackhorses (FT Fulda)
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Abteilungsleiter Robert Posavec freut sich über die Meisterschaft seiner Blackhorses.

Acht Spiele, acht Siege

Geht es jetzt in die Bundesliga? - Fulda Blackhorses sind Meister in der Baseball-Verbandsliga

  • Sabine Kohl
    VonSabine Kohl
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Mit makelloser Weste gehen Fuldas Baseballer aus der diesjährigen Verbandsliga-Saison. Acht Siege aus acht Spielen verzeichnen die Blackhorses. Der Aufstieg in die Zweite Bundesliga ist nun eine Möglichkeit. 

Fulda - So richtig begreifen kann Robert Posavec, Abteilungsleiter der FT Fulda Blackhorses, die souveräne Verbandsliga-Meisterschaft seiner Mannschaft noch nicht. „Dass wir so durchmarschieren, hätte zu Saisonbeginn keiner von uns gedacht“, sagt er, während er mit einigen seiner Mannschaftskollegen das Baseballfeld im Münsterfeld mit zugehörigem Vereinshäuschen winterfest macht. Das wichtigste Equipment wird mitgenommen fürs Wintertraining in der Halle, was Mäuse anknabbern könnten, wird gesichert, der Pitcher’s Mound mit einer Plane abgedeckt, um ihn vor Frostschäden zu bewahren.

Nebenbei planen die Baseballer ihre Meisterfeier. Noch ist unklar, wie diese genau aussehen wird. Aber zünftig soll sie werden, das ist klar. Denn, so Abteilungsleiter Posavec: „Die Mannschaft hat grandios mitgezogen und ist richtig gut zusammengewachsen.“ Das war zu Beginn der Spielzeit nicht unbedingt abzusehen. Denn in der Corona-Pause haben einige erfahrene Spieler das Team verlassen, dafür sind etliche Neuzugänge hinzugekommen.

Baseball: Geht es für die Fulda Blackhorses jetzt in die Zweite Bundesliga?

Und begonnen hat die Saison auch gar nicht so rosig, wie es im Rückblick aussieht. 8:7 haben die Blackhorses zum Auftakt in der Verbandsliga Nord nur knapp gegen die Bundesliga-Reserve der Bad Homburg Hornets gewonnen, eine Mannschaft, die den Fuldaern auf dem Papier klar überlegen war. „Und dennoch war es noch eines der vermeintlich schwächeren Teams der Liga“, denkt Posavec an die Partie zurück. Und nach diesem Auftaktsieg sei es dann fast nur noch aufwärts gegangen.

„Allerdings haben wir bei Hin- und Rückspielen oft zwei Gesichter gezeigt“, erinnert sich der Abteilungsleiter schmunzelnd. So sei das Heimspiel gegen Bad Homburg knapp gewonnen worden, im Auswärtsspiel „haben wir sie weggeschrubbt“. Die Main-Taunus Redwings seien daheim „weggeputzt“ worden, auswärts sei der Sieg dagegen hart erkämpft gewesen und denkbar knapp erst in der Verlängerung gelungen.

„Der Showdown waren dann allerdings die Spiele gegen Kassel zum Ende der Saison, das waren unsere beiden besten Spiele.“ Kassel war zu dem Zeitpunkt wie Fulda noch ungeschlagen, in den Spielen entschied sich also die Meisterschaft in der Verbandsliga Nord. „Da hatte ich dann neun gute Leute auf dem Feld stehen und noch drei ebenso starke auf der Bank sitzen“, schwärmt Robert Posavec von seiner Mannschaft.

Fulda Blackhorses: Bundesliga-Aufstieg ist mit Hindernissen verbunden

Das habe ihm natürlich leid getan für die Rookies, die aber ihre Spielzeit in der zweiten Mannschaft der Blackhorses (in Spielgemeinschaft mit den Heblos Rabbits aus dem Vogelsberg) in der Verbandsliga Süd bekommen hätten.

Nachdem im letzten Spiel der Saison auch Vorjahresmeister Gießen besiegt wurde, dürfen die Fuldaer nun in die Zweite Bundesliga aufsteigen – so sie denn wollen. Die Erbach Grasshoppers, Meister der Verbandsliga Süd, haben bereits ihren Verzicht auf den Aufstieg mitgeteilt. Die Blackhorses überlegen noch – zweifeln aber.

Denn ein Aufstieg ist nicht nur mit weiteren Fahrwegen, sondern auch mit höheren Kosten verbunden. Sportlich hat er aber einen unbestreitbaren Reiz. „Niemand hat damit gerechnet, dass wir uns die Aufstiegsfrage überhaupt stellen müssen“, erläutert Abteilungsleiter Posavec. Die Meinungen im Team gehen auseinander, in den kommenden Wochen wird nun intensiv beraten, wie es weitergehen soll.

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