Machten sich vor Ort ein Bild von links: Studiendirektor Bastian Michel (Domgymnasium), Max Siener und Professor Dr. Andreas Hohmann (Universität Bayreuth), Sportkoordinator Sven Aschenbrücker (Landkreis Fulda) und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.
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Machten sich vor Ort ein Bild von links: Studiendirektor Bastian Michel (Domgymnasium), Max Siener und Professor Dr. Andreas Hohmann (Universität Bayreuth), Sportkoordinator Sven Aschenbrücker (Landkreis Fulda) und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Elfte Runde

Welche Sportart passt zu mir? Fuldaer Bewegungs-Check hilft Schülern bei der Wahl

Der Fuldaer Bewegungs- und Talent-Check, bei dem Schülerinnen und Schüler auf ihre sportmotorischen Fähigkeiten getestet werden, geht in die elfte Runde.

Fulda - „Nach einer Corona-bedingten Unterbrechung in 2020 konnte die bereits seit 2010 durchgeführte kreisweite Erhebung dieses Jahr wieder stattfinden“, teilt der Landkreis Fulda mit. Die im vergangenen Jahr ausgefallene Testung soll im kommenden Frühjahr nachgeholt werden.

Hinter dem Bewegungs- und Talent-Check, den die Universität Bayreuth im Auftrag von Landkreis und Stadt durchführt, steht die Idee, Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger sportlicher Betätigung zu animieren. Aufgrund ihrer sportmotorischen Testwerte sollen sie „eine persönliche Rückmeldung über ihr Leistungsvermögen in Form eines individuellen Stärken-Schwächen-Profils erhalten“, heißt es.

Hieraus leiten sich zudem Empfehlungen für geeignete Sportarten ab, die Erfolgserlebnisse versprechen und dadurch motivierend wirken können. Auch sollen im Nachgang zu den Testungen sowohl sportlich besonders talentierte als auch motorisch schwächere Kinder gezielt gefördert werden. (Lesen Sie hier: Fuldaer Bewegungscheck: 24 Sportskanonen freuen sich über Pokale)

Fulda: Bewegungs-Check hilft Schülern bei Wahl der Sportart

Beim diesjährigen Bewegungs- und Talent-Check, der wieder von der Sparkassenstiftung Fulda sowie der Vivida Betriebskrankenkasse (früher Schwenninger-Krankenkasse) finanziell unterstützt wurde und unter strenger Einhaltung der Corona-Auflagen im August stattfand, beteiligten sich nach den Angaben des Landkreises 882 Mädchen und 957 Jungen aus 64 Schulen.

Auch gab es in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2016 eine Re-Testung von Schülerinnen und Schülern, die schon einmal am Bewegungs- und Talent-Check teilgenommen hatten. Damals absolvierten fast 500 Mädchen und Jungen aus den siebten Klassen noch einmal die insgesamt dreizehn Stationen, bei denen unter anderem Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination getestet werden. Bei der aktuellen Re-Testung, die in der ersten Novemberwoche durchgeführt wurde, waren es 216 Schülerinnen und Schüler der zwölften Jahrgangsstufen von Domgymnasium, Freiherr-vom-Stein-Schule und Marianum.

Re-Testungen beim Bewegungscheck: Wie verändert sich die Leistung?

„Bereits bei der ersten Re-Testung 2016 zeigte sich, dass die motorisch leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler weiterhin gut und die schwächeren tendenziell eher schlecht abschnitten, wobei sich bei den Leistungsschwächeren Angebote zur Bewegungsförderung positiv ausgewirkt haben“, teilt der Landkreis mit.

Auch bei der zweiten Re-Testung sei die Kontinuität im Leistungsverlauf untersucht worden, was sich nach ersten Analysen zu bestätigen scheint. Daneben ging es vor allem um die Frage, ob es Veränderungen in den Stärke-Schwäche-Profilen beispielsweise durch die Pubertät gibt und ob die Sportartenempfehlungen zu der tatsächlich betriebenen Sportart passen.

Bewegungs-Check-Initiator lobt Akribie des Landkreises Fulda

Professor Dr. Andreas Hohmann von der Universität Bayreuth, der den Fuldaer Bewegungs- und Talent-Check maßgeblich konzipiert hat, bezeichnet es als bemerkenswert, dass über die Dauer von mehr als zehn Jahren in einem Landkreis Daten über die sportmotorische Entwicklung von Schülerinnen und Schülern erhoben werden.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Max Siener, der die Testungen vor Ort betreut, erhofft sich praktische Erkenntnisse, ob das Verfahren nutzbringend zur Spotartorientierung und Talentidentifikation angewendet werden kann. Die Ergebnisse sollen auch dazu dienen, die Sportartempfehlungen und Leistungseinschätzungen der zweiten Klasse nachhaltig zu verbessern. (lio)

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