Der TSV Bachrain hat seinen langjährigen Fan Jörg Sadowski (Mitte) zum Ehrenmitglied ernannt.
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Der TSV Bachrain hat seinen langjährigen Fan Jörg Sadowski (Mitte) zum Ehrenmitglied ernannt.

Trikot als Geschenk

Inklusion im Sport: TSV Bachrain ernennt langjährigen Fan Jörg Sadowski zum Ehrenmitglied

Die Inklusionsarbeit leidet in der Corona-Pandemie. Für Menschen mit Behinderung ist es besonders schwer, ihre Hobbys nicht ausüben zu können. Umso bemerkenswerter ist die jüngste Aktion des TSV Bachrain, der Jörg Sadowski zum Ehrenmitglied ernannt hat.

Bachrain - Schon von klein auf interessierte sich Jörg Sadowski für das runde Leder. Am meisten drückt er die Daumen für den Hamburger SV und den TSV Bachrain, zu letztgenanntem Club kam er durch Ex-Trainer Uwe Kress. Als treuer Fan begleitet Sadowski den Verein schon viele Jahre, verpasste kaum ein Heimspiel.

Die Zeit am Sportplatz, Freunde und Bekannte treffen, gemeinsam Bier trinken und Bratwurst essen – das, was für den 79-Jährigen zum Alltag gehört, kann aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht stattfinden. (Lesen Sie hier: Inklusive Paddler setzen Maßstäbe: 16 Sportler mit Handicap sind beim Kanu-Club Fulda aktiv)

Inklusion im Sport: TSV Bachrain ernennt langjährigen Fan Jörg Sadowski zum Ehrenmitglied

Deshalb hat sich Bachrains Trainer Marius Link für den langjährigen Fan etwas Besonderes einfallen lassen. Vor einigen Tagen wurde Sadowski von der Mannschaft zum symbolischen Ehrenmitglied des TSV ernannt. Zudem gab es ein gerahmtes Trikot mit der Rückennummer 12 – eine unerwartete, aber umso erfreulichere Geste für den treuen zwölften Mann: „Schön war’s, ja!“, sagt der 79-Jährige.

„Corona wirft uns in der Inklusionsarbeit um einige Jahre zurück. Die Schutzmaßnahmen sind richtig und wichtig, gefährden aber den Kern unserer Arbeit. Inklusion bedeutet für uns, Menschen mit Behinderung umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen“, betont Christian Auth, Leitung „antonius Wohnen“ in Fulda. „Durch Corona leiden nicht nur die Spieler, sondern auch Menschen wie Jörg. Umso mehr freuen wir uns über das Engagement des TSV, das für uns ein positives Beispiel für das Gelingen von Inklusion ist.“ (kol)

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