Christina Massini startet ab Mittwoch bei der Kanu-Sprint-WM in Bratislava.
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Christina Massini startet ab Mittwoch bei der Kanu-Sprint-WM in Bratislava.

„Freue mich riesig“

Kanu: Christina Massini aus Fulda startet bei Sprint-WM in Bratislava

Die Fuldaer Paddlerin Christina Massini steht vor ihrem Saisonhöhepunkt, der Sprint-Weltmeisterschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Fulda - Ab Mittwoch finden die Kanu-Wettbewerbe der WM-Titelkämpfe im Wildwasserrennsport statt. Christina Massini ist mit ihrem Vater und Trainer Viktor in die Slowakei gereist sowie Jil-Sophie Eckert aus Schleswig-Holstein, die für den Kanu-Club Fulda (KCF) startet.

Beide Sprinterinnen sind bereits seit ein paar Tagen vor Ort, um sich optimal auf die Weltmeisterschaften vorzubereiten, für die sich Massini im Juli im Wildwasserkanal in Markkleeberg qualifiziert hatte. Die grobe Linie ist in einem Trainingslager vor vier Wochen ausgearbeitet worden und wurde jetzt mithilfe der Trainer präzisiert und feingeschliffen.

Ab Mittwoch: Christina Massini vom Kanu-Club Fulda startet bei Sprint-WM in Bratislava

Da Corona vor Ort nicht wegzudenken ist, befinden sich die Sportler bei der Weltmeisterschaft in einer sogenannten Bubble, die sie nicht verlassen dürfen. Die getesteten Sportler dürfen sich nur im Hotel und an der Strecke aufhalten; die Fahrtzeiten werden dokumentiert und kontrolliert. (Lesen Sie hier: Fuldaer Kanuten jubeln über Erfolge: Zentgraf und Jäger sind Vize-Europameister)

Bei allen Nachteilen durch die Einschränkungen haben diese in den Augen der Kanuten aus Fulda doch einen Vorteil: Alle Teilnehmer wohnen in einem Hotel, was einen Austausch und ein Kennenlernen vereinfacht. „Das ist schon spannend, wie sich die Nationen unterschiedlich verhalten“, berichtet Christina Massini aus dem WM-Ort.

Die Welttitelkämpfe im Wildwassersprint werden mit den Slalomfahrern ausgetragen. Der vor 25 Jahren angelegte Kanal wird also stark frequentiert. Die Wildwasserfahrer durften täglich ab 16.30 Uhr aufs Wasser, was die Sportler fleißig nutzten. Mit Hilfe von Videoanalysen wurde die Linie perfektioniert, Fehler wurden angesprochen – und beim nächsten Versuch hoffentlich vermieden.

Kanu-Sprint-WM: Christina Massini aus Fulda trainiert täglich auf dem Wildwasserkanal

Die freien Vormittage nutzten die Sportler für Ausgleichssport und natürlich für Schule und Studium. „Das läuft ja weiter“, sagt Massini, die Abiturientin an der Marienschule Fulda ist und der sich die Gesichter der glücklichen Paddler auf dem Kanal ins Gedächtnis gebrannt haben. „Nach dem vollgepackten Tag fallen wir förmlich ins Bett und haben mit dem Einschlafen kein Problem.“

Und am Mittwoch geht es endlich los; zuerst werden die Mannschaftsrennen gestartet. Weiter geht es am Freitag mit den Einzelrennen und den Finals am Schlusstag, dem Samstag. „Ich bin aufgeregt, aber freue mich riesig auf die Wettkämpfe“, so Massini. (hi)

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