Bestzeit im Blick: Der Ehrenberger Severin Zentgraf (USC Mainz) hat sich für die DM einiges vorgenommen.
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Die DM im Blick: Der Ehrenberger Severin Zentgraf von der USC Mainz. (Archivfoto)

110 Meter Hürden

Punktlandung: Severin Zentgraf knackt Norm für Deutsche Meisterschaften - „Noch Potenzial nach oben“

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Severin Zentgraf (USC Mainz) löst das DM-Ticket über die 110 Meter Hürden, Maja Severloh (Hünfelder SV) qualifiziert sich für die U 20-DM über die 3000 Meter, Friedrich Schulze (TV Gelnhausen) fliegt im Hochsprung über 1,97 Meter und Isabel Jahn (LG Fulda) überzeugt über 100 Meter Hürden. 

Fulda - Die hiesigen Leichtathleten kommen immer besser in Schwung und haben noch reichlich Luft nach oben. Severin Zentgraf beispielsweise. Dem Zehnkämpfer aus Ehrenberg gelang bei der Kurpfalzgala in Weinheim eine Punktlandung. Im Vorlauf über die 110 Meter Hürden lief der 23-Jährige in 14,65 Sekunden exakt die Norm für die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Im Finale brachten ihn zwar ein paar „grobe Schnitzer“ etwas außer Tritt (14,96 Sek., 5. im B-Finale).

Allerdings war der Zeitplan recht eng getaktet und Zentgraf, der zudem über die 100 Meter (4. Serie 1 in 10,83 Sek.) startete, musste vier Läufe in recht kurzen Zeitabständen absolvieren. Doch der Sportstudent ist sich sicher, über beide Strecken noch Potenzial nach oben zu haben. (Lesen Sie hier: Severin Zentgraf aus Ehrenberg startet am Samstag bei der Hallen-DM und hat sich einiges vorgenommen)

Leichtathletik: Zentgraf löst Ticket für DM - Schulze schnuppert an 2-Meter-Marke

Friedrich Schulze sorgte beim U 18-Verbändevergleichskampf in Ulm gegen Gastgeber Baden-Württemberg und Bayern für einen der wenigen hessischen Lichtblicke. Der Zehnkämpfer aus Petersberg-Steinau setzte sich gegen die Hochsprungspezialisten durch, steigerte seine Bestleistung um fünf Zentimeter auf 1,97 Meter, schaffte die DM-Norm für die U 18 und gewann souverän. „Die zwei Meter wären heute dran gewesen“, sinniert der 16-Jährige, der diese Höhe allerdings nicht in Angriff nahm. Schmerzen in der Hüfte, die in den Oberschenkel ausstrahlten, stellten sich nach seinem Siegersprung ein. Auf Anraten des Physiotherapeuten, der eine „komplette Verspannung“ diagnostizierte, beendete Schulze schweren Herzens den Wettkampf und verzichtete zudem auf den Speerwurf. Die zwei Meter sollen aber demnächst fallen.

Während Isabel Jahn (LG Fulda) in Ulm in ihrer Paradedisziplin Hochsprung mit dem böigen Wind zu kämpfen hatte und mit 1,60 Metern hinter ihren Erwartungen blieb, „haute sie über die 100 Meter Hürden so richtig einen raus. Phänomenal“, lobt Trainerin Uschi Möller. Denn erstmals unterbot Isabel Jahn die 15-Sekunden-Marke und wurde in 14,94 Sekunden Sechste. Finja Waider (Hünfelder SV) wäre die dritte hiesige Teilnehmerin an dem Verbändevergleichskampf gewesen. Doch aus ihrem Start über die 400 Meter wurde nichts. Denn im Training stürzte die Hünfelderin beim Hürdenlauf und zog sich einen Bruch im Handgelenk zu.

3000 Meter: Für Maja Severloh läuft es fast nach Wunsch

Fast nach Wunsch lief es für Maja Severloh. Beim Puma Nitro Meeting in Mainz pulverisierte die Hünfelderin ihre Bestzeit über die 3000 Meter um über neun Sekunden und unterbot in starken 10:20:03 Minuten die Norm für die U 20-EM in Rostock (30. Juli bis 1. August) von 10:30:20 Minuten deutlich. „Der Lauf war ganz gut. Mein Ziel war es, die Norm für die DM zu laufen und das hat auch gut geklappt“, so ihr Fazit. Ganz zufrieden war sie mit dem Rennverlauf allerdings nicht, hinzu kam der störende Wind. Und Trainer Nils Milde ist sich sicher, dass „dieses Jahr noch schnellere Zeiten drin sind.“

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