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Fulda-Maberzell siegt im „Vier-Punkte-Spiel“ und klettert auf Play-off-Rang vier

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Von: Angelika Kleemann

Türöffner für den 3:0-Erfolg von Fulda gegen Neu-Ulm war der Auftaktsieg von Quadri Aruna.
Türöffner für den 3:0-Erfolg von Fulda gegen Neu-Ulm war der Auftaktsieg von Quadri Aruna. © BeLa Sportfoto

Klarer Sieg im wichtigen Vierpunktespiel: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat im Rennen um die Play-off-Plätze den vierten Rang in der Tischtennis-Bundesliga zurückerobert. Wie im Hinspiel gab es einen 3:0-Erfolg über den TTC Neu-Ulm.

Fulda Damit ist Maberzell punktgleich mit den Verfolgern Neu-Ulm und Ochsenhausen, hat jedoch ein Spiel weniger bestritten als die Konkurrenz. Das wegen Corona-Fällen abgesetzte Spiel wurde auf den 18. Februar terminiert – zwei Punkte sind Pflicht (lesen Sie hier mehr: Positiver Corona-Fall: Hessenderby gegen Bad Homburg in Maberzell abgesagt).

„Wir haben zwei Vierpunktespiele in Folge gewonnen – beide mit 3:0, was für das Spielverhältnis wichtig ist. Dadurch haben wir gute Chancen, unter die ersten vier zu kommen“, gibt sich Maberzells Vorsitzender Stefan Frauenholz bezüglich der Play-off-Ambitionen optimistisch.

Fulda-Maberzell siegt gegen Neu-Ulm und klettert in Tischtennis-Bundesliga auf Rang vier

Gar von einem „Traumstart in die Rückrunde“ spricht Ruwen Filus. „Wir sind sehr, sehr froh über den Sieg, wir hatten ein schweres Spiel erwartet.“ Filus ist jedoch vorsichtig: „Die Saison ist noch lang.“ (lesen Sie auch hier mehr: Filus bringt Maberzell auf Play-Off-Platz in der Tischtennis-Bundesliga).

Ernüchterung herrschte dagegen bei Neu-Ulms Vladimir Sidorenko nach der zweiten deutlichen Niederlage gegen Fulda in dieser Saison: „Gratulation zum Sieg. Sie haben eine starke Mannschaft und wieder gezeigt, was sie draufhaben“, sagte der 19-Jährige.

Am Mittwochabend zeigte sich Maberzell vor hiesigem Publikum in der Fuldaer Wilmington-Halle mannschaftlich geschlossen. Erst flog die Aruna-Faust, als der in Portugal lebende Nigerianer seinen portugiesischen Trainingspartner Tiago Apolonia mit 3:2 bezwang.

Im vierten Satz allerdings hatte er nach zwei abgewehrten Satzbällen sogar drei Matchbälle liegen gelassen. Danach trumpfte er aber im fünften Satz mit Wut im Bauch auf. Eine 8:2-Führung mündete in sechs weiteren Matchbällen und schließlich dem 3:2 (5:11, 11:9, 11:8, 13:15, 11:5)-Auftaktsieg für Fulda

„Es war ein sehr umkämpftes Spiel, das zum Glück zu unseren Gunsten gelaufen ist“, resümierte Filus. „Danach lief es dann für uns.“  Alexandre Cassin zog im Sauseschritt nach, fertigte Lev Katsman mit 3:1 ab, ballte nach gelungenen Aktionen die Faust und stellte den 2:0-Pausenstand her, ehe Ruwen Filus den Sack zumachte.

Musste alles geben, um seinen Trainingspartner Tiago Apolonia in Schach zu halten: Maberzells Quadri Aruna leitete den Sieg ein.
Musste alles geben, um seinen Trainingspartner Tiago Apolonia in Schach zu halten: Maberzells Quadri Aruna leitete den Sieg ein. © Charlie Rolff

Nach überstandener Grippe kommt der Abwehrspieler immer besser in Fahrt, zeigte lediglich in Durchgang zwei leichte Schwächen, als er sich bei 9:8-Führung über zwei „schlechte Rückschläge“ ärgerte und den Satz abgeben musste. Aber der 33-Jährige kämpfte sich wieder in die Partie.

Filus war dem U21-Europameister taktisch überlegen und reckte bei seinem 3:1-Sieg die Siegerfaust in die Höhe. Am Sonntag steht das schwere Auswärtsspiel in Düsseldorf an, da sinnt Maberzell auf Revanche für das 0:3 im Pokal und rechnet sich was aus (lesen Sie auch hier mehr: Nach Final-Four-Pleite: Das sagt Bundestrainer Jörg Roßkopf zu Maberzell und Fan Bo Meng).

Der 14. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga in der Übersicht

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Neu-Ulm 3:0. Quadri Aruna – Tiago Apolonia 3:2 (5:11, 11:9, 11:8, 13:15, 11:5), Alexandre Cassin – Lev Katsman 3:1 (11:6, 11:4, 7:11, 11:1), Ruwen Filus – Vladimir Sidorenko 3:1 (12:10, 9:11, 11:5, 11:3). Zuschauer: 150.

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:0. Simon Gauzy – Irvin Bertrand 3:1 (11:7, 8:11, 11:7, 14:12), Samuel Kulczycki – Daniel Habesohn 3:0 (11:6, 11:3, 11:8), Kanak Jha – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:2, 11:8, 11:7).

ASV Grünwettersbach – 1. FC Saarbrücken 1:3. Wang Xi – Tomas Polansky 3:0 (11:8, 12:10, 11:8), Dillon Chambers – Patrick Franziska 2:3 (4:11, 11:9, 11:13, 11:6, 1:11), Tobias Rasmussen – Darko Jorgic 2:3 (12:10, 11:6, 9:11, 12:14, 3:11), Wang Xi – Patrick Franziska 0:3 (8:11, 4:11, 10:12).

SV Werder Bremen – Borussia Düsseldorf 1:3. Mattias Falck – Kamal Achanta 3:0 (11:6, 11:4, 11:8), Hunor Szöcs – Anton Källberg 2:3 (11:9, 6:11, 11:9, 8:11, 9:11), Kirill Gerassimenko – Kristian Karlsson 0:3 (6:11, 9:11, 15:17), Mattias Falck – Anton Källberg 0:3 (8:11, 6:11, 7:11).

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Bad Königshofen 3:0. Patrick Baum – Akito Itagaki 3:1 (11:6, 11:7, 10:12, 11:6), Feng Yi-Hsin – Kilian Ort 3:2 (13:15, 9:11, 11:8, 14:12, 12:10), Cristian Pletea – Filip Zeljko 3:1 (14:16, 11:8, 11:9, 12:10).

Terminierung ausstehend: TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC OE Bad Homburg

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