Strahlten nach dem Kantersieg über Ladekop bei Hamburg mit dem Beamer für die Leinwandprojektion um die Wette: Tom Barbe (von links), Jana Heck, Johanna Tripp, Anna Beck und Mona Heck gewannen 5:0.
+
Strahlten nach dem Kantersieg um die Wette: Tom Barbe (von links), Jana Heck, Johanna Tripp, Anna Beck und Mona Heck gewannen 5:0.

Schießen

Verdienter Sieg und bittere Niederlage: Petersberger Bundesligisten auf erster Auswärtsfahrt der Saison

Aus dem gut 300 Kilometer entfernten Gölzau, ein Ort mit etwa 1700 Einwohnern im Landkreis Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, sind die Petersberger Bundesligaschützen mit einem verdienten Sieg und einer bitteren Niederlage im Gepäck nach Hause zurückgekehrt. 

Bitterfeld - Gegen Aufsteiger Ladekop ging das Team aus Petersberg am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison als Favorit in die Begegnung und erfüllte die Erwartungen. Doch so deutlich wie das 5:0 auf dem Papier steht, war es nicht.

Auf der Spitzenposition lieferte sich Tom Barbe lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Norweger Steffen Olsen. Erst gegen Ende des Kampfes schoss Tom den nötigen Vorsprung zum 394:391 heraus. Ganz beständige 98er-Serie und mit 99 gestartet, ging Jana Heck durch ihr Duell gegen Jessica Kregel und schlug diese 393:390.

Fulda: Petersberger Bundesligaschützen auf erster Auswärtsfahrt

Mit Rückenwind vom Vortag bestätigte Johanna Tripp ihre Leistung mit 395 Ringen und ließ Konkurrent Julian Stoll (376) keine Chance. Anna Beck kam nicht gut in den Wettkampf. Nach einer 94er-Serie nahm Trainerin Anja Heck sie gar aus dem Stand und fokussierte sich mit ihrer Sportlerin neu. Eine Leistungssteigerung ließen am Ende auch keine Zweifel am 385:380-Sieg über Chantal-Luisa Kück. Schnellschützin Mona Heck beendete ihren Wettkampf nach knapp 25-minütiger Wettkampfzeit mit 392 Ringen und musste noch lange um ihren Punkt zittern, denn Gegnerin Stefanie Schwarz (391) wurde erst eine Minute vor Schluss fertig; so entging sie knapp einem weiteren Stechen. (Lesen Sie auch: Armenhöfer wird Siebter in MSR Motocross Meisterschaft)

Am Samstag lief es gegen Gastgeber SV Gölzau nicht ganz so rund. „Aus dieser Begegnung hätten wir schon gerne die Pluspunkte mitgenommen“, zeigte sich Michael Döllinger enttäuscht, doch mit den zwei gewonnen Einzelpunkten haben die Petersberger es lange spannend gehalten. Auf Position eins der Setzliste hielt Tom Barbe lange gegen den ehemaligen Weltmeister Tomasz Bartnik aus Polen mit, eine Acht in seiner zweiten Serie machte den Unterschied – er gab seinen Punkt 396:399 ab. Auf Position zwei startete Jana Heck mit drei geschossenen Neunern, dann kämpfte sie lange noch um ihren Punkt, am Ende zog sie gegen Charleen Bänisch mit 391:394 den Kürzeren. „Auf dieser Position reicht dieses Ergebnis einfach nicht zum Punktgewinn“, resümierte Jana Heck selbstkritisch.

So geriet Petersberg schnell in Rückstand. Wieder zurück in der Erfolgsspur war Johanna Tripp mit 395 Ringen ihrer Kontrahentin Natalie Pfeiffer (386) überlegen. Auf Position vier fand Anna Beck zu keinem Zeitpunkt in ihren Rhythmus, der Einzelpunkt mit 384:393 gegen Annika Neumann sowie die Petersberger Niederlage waren besiegelt. Auf Position fünf begann Mona Heck mit einer 98-Serie stark, um danach ihre schon berüchtigte Todesserie mit 95 Ringen folgen zu lassen. „Hier muss ich früher eine Pause machen, wenn mein Gegner nicht eine Sechs schießt, gebe auch ich meinen Punkt her“, ließ Mona nach ihrem 386:382-Sieg durchblicken.

„Heute haben wir einen dunklen Tag erwischt, aber zwei Einzelpunkte mitgenommen. Und morgen wird es wieder hell“, versuchte Trainerin Anja Heck ihren Schützlinge aufzubauen. „Es war ein offener Wettkampf, Petersberg hat eine junge Mannschaft und wir haben vor unserem Publikum einen glücklichen Sieg gefeiert“, zollte Trainer Fritz Neumann von Gastgeber Gölzau Respekt. (sed)

Das könnte Sie auch interessieren