Garanten für den Erfolg der SG J: Lothar Plappert, Alexander Peer und Erik Köhler (von links).
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Garanten für den Erfolg der SG J: Lothar Plappert, Alexander Peer und Erik Köhler (von links).

Nach Corona-Saisonabbruch

Poolbillard-Mannschaft der SG Johannesberg wollen in die erste Bundesliga aufstiegen

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nach dem coronabedingten Saisonabbruch nimmt die erste Poolbillard-Mannschaft der SG Johannesberg zur neuen Saison einen erneuten Anlauf, in die erste Bundesliga aufzusteigen.

Johannesberg - Dort will man sich langfristig etablieren und alsbald um die deutsche Meisterschaft mitspielen – und diese natürlich auch gewinnen. Doch es gibt noch andere Ziele: Poolbillard-Abteilungsleiter Alexander Peer, Vereinsvorsitzender Lothar Plappert und Spieler Erik Köhler geben Auskunft.

Köhler bildet mit Raphael Wahl, Juri Pisklov und Christoph Reintjes die erste Mannschaft, die wohl aufgestiegen wäre, wenn Corona diesem Plan nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Reintjes hat die SG Johannesberg übrigens jüngst weltweit in der Poolbillard-Szene bekannt gemacht. Er ist Teil des deutschen Duos , das beim „World Cup of Pool“ im englischen Milton Keynes den Titel holte. (Lesen Sie hier: Poolbillard: Deutscher Meister verstärkt SG Johannesberg)

Fulda: Poolbillard-Spieler des SG Johannesberg wollen in die erste Bundesliga

Solch ein sportlicher Erfolg sorgt natürlich für Aufschwung und Motivation in der gesamten Abteilung und sogar im gesamten Verein. Dabei waren die Verantwortlichen schon in den Wochen und Monaten zuvor nicht untätig gewesen. In Sachen Infrastruktur war zuvor schon einiges in Bewegung gebracht worden. Mit Zuschüssen von Stadt, Land und Bund wurden 40 000 Euro in Lüftungsanlage, Beleuchtung, Theke und Digitalisierung in den unteren Bereich des Vereinsheimes, wo die Poolbillardspieler zu Hause sind, investiert.

„Wir möchten gerne Jugendliche sowie Freizeitspieler in den Verein einbinden, die bislang nur in Kneipen aktiv waren“, sagt Alexander Peer. Damit unterstreicht der Poolbillard-Abteilungsleiter, dass der Breitensport identischen Stellenwert wie der Leistungssport auf Bundes- und Hessenebene besitzt.

Der Aufschwung des Poolbillards in Johannesberg ist eng mit der Person Alexander Peer verbunden. „Alex ist die treibende Kraft“, sagt Erik Köhler. „Seit er im Amt ist, geht es stetig aufwärts.“ 20 Sponsoren hat Peer an Land gezogen. Sie verschaffen der Abteilung eine gute wirtschaftliche Situation. Was treibt Peer denn an? „Ich war schon im Vorgängerverein PBC Fulda tätig. Und angetrieben hat mich auch die Karriere von Raphael Wahl, den ich schon früh begleitet habe.“ Mächtig frustriert hatte Peer, dass ein Aufstieg nicht wahrgenommen werden konnte, weil es an Geld fehlte. „Das sollte nicht noch einmal passieren“, sagt er. Und das wird aufgrund seiner Arbeit wohl auch nicht passieren. „Viele haben mich stets belächelt, wenn ich gesagt habe, dass wir in die Bundesliga aufsteigen und dort Meister werden wollen“, erinnert sich Peer. Jetzt belächelt ihn niemand mehr. Jetzt spricht man von voller Bewunderung über Leistung und Engagement von Verein und Abteilungsleiter.

Im Poolbillard sind 50 Mitglieder organisiert, im Gesamtverein SG Johannesberg sind es etwa 900. Und was Alexander Peer für den Bereich Poolbillard ist, ist Lothar Plappert für den Gesamtverein, der zu den größten in ganz Osthessen zählt. Seit 42 Jahren ist er im Vorstand tätig, ist als „Mr. SG Johannesberg“ bekannt. Freilich haben die Fußballer mit ihrem Verbandsliga-Team noch die größte Resonanz bei den Zuschauern, doch von jeher hat Plappert darauf geachtet, dass „seine“ SG breit gefächert aufgestellt ist.

Wie man Nachwuchsarbeit, Ehrenamt und Spitzensport vereinen kann, zeigt Erik Köhler. Er ist Eigengewächs, Spitzensportler als Spieler der ersten Poolbillard-Mannschaft und schließlich als Schriftführer sogar noch im Vorstand seiner Abteilung tätig. „Der Verein hat einen hohen Stellenwert für mich. Ich genieße jede Stunde, die ich auf dem Vereinsgelände verbringe. Sei es im Training oder in geselliger Runde“, erklärt Köhler.

Es passiert einiges in Johannesberg: Und mit Machern wie Lothar Plappert oder Alexander Peer dürfte sowohl im Gesamtverein als auch in der Poolbillard-Abteilung noch einiges zu erwarten sein.

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