Thorsten Hohmann, Weltmeister aus Fulda, wird im Oktober in die Hall of Fame des Billard-Sports aufgenommen.
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Thorsten Hohmann, Weltmeister aus Fulda, wird im Oktober in die Hall of Fame des Billard-Sports aufgenommen.

Dreifacher Weltmeister

Poolbillard: Thorsten Hohmann aus Fulda wird in die Hall of Fame aufgenommen - „Das ist etwas sehr Besonderes“

Große Ehre für den Fuldaer Poolbillard-Profi Thorsten Hohmann. Der 42-Jährige wird im Oktober dieses Jahres in die Hall of Fame des Billard-Sports aufgenommen. Damit gehört er offiziell zu den größten Athleten aller Zeiten in seiner Sportart.

Fulda/New York - Als 79. Mitglied wird Thorsten Hohmann aus Fulda bei der Aufnahmezeremonie am 29. Oktober im Norfolk Sheraton Waterside Hotel in Norfolk (Virginia), USA, diese große Ehre zuteil. Neben den absoluten Legenden des Billard-Sports sind in der Hall of Fame auch die Stars der vergangenen Jahrzehnte vertreten. Hohmann ist nach Ralf Souquet (Aufnahme im Jahr 2011) und Oliver Ortmann (2014) erst der dritte Deutsche, dem diese Ehre zuteil wird.

Bereits im vergangenen Jahr war der dreifache Weltmeister aus Fulda als einer von mehreren Athleten nominiert, musste damals aber der Britin Kelly Fisher den Vortritt lassen. Fisher wird in diesem Jahr zusammen mit Hohmann geehrt, da ihre Aufnahmezeremonie im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden konnte. (Lesen Sie hier: Poolbillard: Christoph Reintjes von der SG Johannesberg gewinnt als Amateur den World-Cup)

Fulda: Thorsten Hohmann wird in die Hall of Fame des Poolbillard aufgenommen

„Ich habe ja schon viel erreicht, aber das ist etwas sehr Besonderes“, sagte Thorsten Hohmann nach der Nominierung. Er hatte von den stimmberechtigten Mitgliedern des Billiard Congress of America (BCA) die meisten Stimmen von allen zehn Nominierten.

Die Aufnahmezeremonie wird in einem großen Saal während des Turniers International 9-Ball Open in den USA stattfinden. „Das Turnier wird unterbrochen und es findet ein Bankett mit allen Mitgliedern der Hall of Fame statt, die alle auf einem Podium sitzen“, berichtet Hohmann. Jedes dieser Mitglieder sagt einige warme Worte über den Neuling und die Laudatio wird von einem Redner gehalten, den der zu Ehrende aussuchen darf. Thorsten Hohmann hat sich für Ralph Eckert entschieden, mit dem er von 1999 bis 2005 beim PBC Fulda in einem Team spielte. Damals wurden beide mit der Mannschaft Vereins-Europameister und mehrmals deutscher Meister.

Der Fuldaer wird bei der Aufnahmezeremonie im Oktober mit einem Ring und einem grünen Jacket für seine überragenden Leistungen in den vergangenen knapp 20 Jahren geehrt. Neben drei Weltmeistertiteln gewann er im Jahr 2006 in einem mit Stars der Poolbillardszene gespickten Turnier 350.000 US-Dollar und damit das bis dahin höchste Preisgeld im Poolbillard. Hinzu kommen dutzende Turniersiege in Europa, den USA und Asien.

Stichwort

Die Hall of Fame ist die Ruhmeshalle des Billiard Congress of America (BCA), der Verband für den Billardsport in Nordamerika (USA und Kanada). Gegründet wurde der BCA im Jahr 1948.

Seit 1966 werden in den Kategorien „Beste Spieler“ und „Verdienstvolle Leistung“ Personen in die Hall of Fame berufen, die entweder als Spieler herausragende Leistungen erbracht haben, oder sich als Person in großem Maße um die Entwicklung und Popularisierung des Billardsports verdient gemacht haben.

Um in die Hall of Fame des Poolbillardsports aufgenommen zu werden, muss ein Spieler am 1. Januar des Jahres der Nominierung mindestens 40 Jahre alt sein, muss mindestens zehn Jahre als Profi gespielt haben und muss bedeutende Erfolge bei Turnieren in den USA und international errungen haben.

Auch aus der alten Heimat kommen würdigende Worte für Hohmann: „Thorsten hat sich diese Ehre mehr als verdient. Er ist schon so lange aktiv und das ist der Lohn für die jahrzehntelange Arbeit. Thorsten ist zusammen mit Ralph Eckert ein Idol und eine Legende in unserem Verein und ein Spieler, an dem sich ganz viele von uns orientieren“, sagt Alexander Peer, Abteilungsleiter Poolbillard bei der SG Johannesberg. Diese sei Thorstens Heimatverein. „Er ist uns verbunden und war während seines Deutschlandaufenthalts vor wenigen Wochen auch bei unserem Sommerfest zu Gast. Und wenn wir unser Ziel Bundesliga-Aufstieg geschafft haben, wird er – wenn es zeitlich passt – auch mal für uns spielen“, so Peer. (Joachim Herbert)

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