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Die Fulda Saints wollen den Titel in der American Football Oberliga

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Von: Sabine Kohl

Die American Footballer Matek Juks (von links), Frank Schreiner und Marius Rudolph von den Fulda Saints freuen sich auf den Saisonstart.
Die American Footballer Matek Juks (von links), Frank Schreiner und Marius Rudolph von den Fulda Saints freuen sich auf den Saisonstart. © Sabine Kohl

Für den Außenstehenden gibt es wohl kaum einen Sport, der mehr einer Schulhofprügelei ähnelt als American Football. Doch bei der Jagd nach Touchdowns kommt es auf Tempo, Taktik, Überblick und schnelles Denken. Auch bei den Fulda Saints, die jetzt in ihre zweite Oberliga-Saison starten.

Fulda - Angriff und Verteidigung – Offense und Defense –, zwei Parteien bestehend aus jeweils elf Spielern stehen sich beim American Football gegenüber. Und, ja, in erster Linie geht es beim sogenannten Tackling erst mal ziemlich rumpelig zu. Hier stehen die Spieler, die die meiste Masse mitbringen (lesen Sie auch hier: Fulda Saints: Footballer haben sich in der Oberliga etabliert).

Mit vollem Körpereinsatz versucht die Offense-Line, ihren Hintermännern – Quarterback oder Running Back – eine Lücke in der Defense-Line zu schaffen, damit diese den Ball in die gegnerische Endzone, das Ende des Spielfeldes, bringen können. Dann gibt es Punkte. Die Defense-Line versucht genau das zu verhindern (lesen Sie auch hier: Los Angeles im Super-Bowl-Fieber - und mittendrin ein Fuldaer Fotograf).

Fulda: Klares Ziel in der American Football Oberliga - die Saints wollen den Titel 

Doch damit ist es beim Football längst nicht getan. Der Sport ist um ein Vielfaches komplexer. Wie auch Matek Juks und Marius Rudolph, Defense respektive Offense-Captains bei den Fulda Saints, bald merken – oder, besser gesagt: längst wissen –, als sie der Autorin dieser Zeilen zu erklären versuchen, welche Aufgaben die Mannschaftsteile übernehmen, die sie anführen. 

Der Redakteurin klingeln bald die Ohren von Begriffen wie Linebacker, Wide Receiver, Running Back, Corner Back, Safety, Interception oder Sack. Dieser Text soll allerdings keine Tiefenanalyse des Football-Regelwerks sein. Die längst nicht erschöpfende Liste der Positionen und Spielzüge soll nur deutlich machen, dass das Spiel deutlich mehr ist als eine wilde Prügelei.

Der Spielplan der Fulda Saints

Kick-Off für alle Heimspiele ist um 15 Uhr am Sportplatz der SG Johannesberg. Der Spielplan: 7. Mai: Kassel Titans - Fulda Saints, 21. Mai: Wetzlar Wölfe - Fulda Saints, 4. Juni: Fulda Saints - Hanau Hornets, 25. Juni: Fulda Saints - Wetzlar Wölfe, 2. Juli: Black Goats Mannebach - Fulda Saints, 10. Juli: Fulda Saints - Kassel Titans, 23. Juli: Fulda Saints - Black Goats Mannebach, 28. August: Hanau Hornets - Fulda Saints.

„Jeder Spieler in der Mannschaft hat seinen genau definierten Job, selbst wenn man das als Laie von außen natürlich erst mal überhaupt nicht sieht“, beschreibt Marius Rudolph, der als Wide Receiver an den Seitenlinien des Spielfelds Pässe seines Quarterbacks entgegennimmt, um den Ball dann möglichst weit in die gegnerische Hälfte zu tragen.

Ein großer, schwerer Spieler, wie er oft in der Offense- oder Defense-Line auftaucht, wäre hier fehl am Platz. Receiver sind eher kleiner, dafür schnell und wendig. „So gibt es im Football für jeden die passende Position“, beschreibt Defense-Captain Matek Juks (lesen Sie auch hier: Klausur nach Super-Bowl-Nacht: Stein-Schüler bittet TV-Team um Hilfe - Antwort geht viral).

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Und für alle Spieler gilt: Ohne die Fähigkeit, Situationen blitzschnell zu bewerten, geht im Football nichts. Ein Spielzug dauert nämlich oft nur wenige Sekunden. Blitzschnell muss deshalb insbesondere der Quarterback die Situation auf dem Feld überblicken, entscheiden, ob er den Ball dem hinter ihm positionierten Running Back zuspielt oder einem Wide Receiver.

Mehr als 100 Spielzüge sind definiert, die jeder Offense-Spieler auf ein Stichwort abrufen können sollte. Intuitiver arbeitet die Defense, die aber ebenso schnell die Strategie des Angriffs analysieren und entsprechend reagieren muss. Football: Ein Spiel nicht nur für Muskeln, sondern vor allem für den Kopf. Das klare Ziel der Fulda Saints: die Meisterschaft.

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