Nach der diesjährigen Oberliga-Saison blicken die Fulda Saints positiv in die Zukunft.
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Nach der diesjährigen Oberliga-Saison blicken die Fulda Saints positiv in die Zukunft.

Oberliga-Football

Fulda Saints ziehen Saisonbilanz: „Haben uns als Aufsteiger und Underdog etabliert“

Vier Siege, zwei Niederlagen: Die zweite Oberliga-Saison der Fulda Saints ist Geschichte. Die Footballer der Barockstadt sind sehr zufrieden: „Wir haben eine erfolgreiche Saison gespielt“, betont Team-Manager Frank Schreiner.

Fulda - In der Geschichte der Fulda Saints sei es die beste Spielzeit gewesen, sagt Schreiner: „Es gab zwei Meilensteine: Wir haben unseren ersten Oberliga-Sieg eingefahren und den Oberliga-Klassenerhalt geschafft.“

Für die Saints war es die erste Saison in der Oberliga seit neun Jahren. Damals stiegen sie umgehend wieder ab – sieglos. In dieser Saison war das anders: Vier Siege gegen Wetzlar und Hanau stehen zu Buche, bei nur zwei Niederlagen gegen Kassel. Aber: „Wir waren nicht schlechter als Kassel“, betont Schreiner. Doch die nordhessischen Footballer seien besser in der Saison drin gewesen. „Wir dagegen brauchten die ersten beiden Spiele – die beide gegen Kassel waren – um in den Flow zu kommen.“

Fulda Saints: Footballer haben sich in der Oberliga etabliert

Dass die Saints noch nicht eingespielt waren, damit hatte Corona zu tun: „Zwischen dem letzten Heimspiel 2019 und dem ersten Heimspiel dieser Saison lagen mehr als 700 Tage“, berichtet der Team-Manager. „Die Mannschaft brauchte einfach Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen.“ Hinzu kam, dass das zweite Heimspiel gegen Wetzlar coronabedingt verschoben werden musste. „Wäre das nicht gewesen, wären wir noch schneller drin gewesen“, sagt Schreiner. Mit Kassel sei man jedoch auf Augenhöhe gewesen – „diese Rückmeldung haben uns sogar die Kasseler selbst gegeben“.

Das Erfolgsgeheimnis der Saints beschreibt Schreiner so:„Wir haben einen ausgezeichneten Kader und viel Erfahrung – sowohl mit Blick auf die Spielzeit, als auch mit Blick aufs Trainerteam“, sagt derTeam-Manager. Das bringe nämlich Wissen aus der German FootballLeague, also der Football-Bundesliga, mit: zum einen Head-Coach Danijel Katusic, aber auch Defense-Trainer Alexander Wenzel und Offensive-Coordinator Jonas „JJ“ Heck.

Und noch etwas komme hinzu: „Wir spielen harten Football, gehen in die Zweikämpfe und machen hartes Tackling.“ Das komme den Spielern im Ligabetrieb zugute. „Es ist schade, dass wir hier in Fulda in einer Football-Enklave sind. Es ist schwierig, neue Spieler zu rekrutieren.“ Schreiner möchte Gespräche mit der Hochschule Fulda führen, um zu prüfen, ob hier vielleicht eine sportliche Partnerschaft möglich ist.

Saisonbilanz zufriedenstellend - trotz verpasster Playoffs

Für die Saints, die die Saison auf Platz zwei der Gruppe Ost in der Oberliga Hessen beenden, hätte es sogar noch besser kommen können: In der Oberliga gibt es drei Gruppen, neben der Gruppe Ost die Gruppe Mitte und die Gruppe West. Die jeweiligen Gruppenersten spielen noch im Playoff-Modus um den Einzug in die Regionalliga. Und auch der beste Gruppenzweite darf an den Playoffs teilnehmen. Seit dem Wochenende steht fest, dies sind die Saarland Hurricanes II. Nach der 28:47-Niederlage gegen den Gruppe-West-Ersten Kaiserslautern Pikes haben die Hurricanes zwar wie die Fulda Saints zwei Niederlagen und vier Siege auf dem Konto, verzeichnen allerdings das bessere Punkteverhältnis.

Trotz der verpassten Playoffs sind „wir außerordentlich zufrieden“, betont Team-Manager Frank Schreiner, „weil wir uns als Aufsteiger und Underdog etabliert haben.“ (han)

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