Jules Cesar Kingue und Marcel Junk im Zweikampf.
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Jules Cesar Kingue (links) und Marcel Junk im Zweikampf.

Fußball in der Region

Corona und der Ligabetrieb: Wann sollen die Reserven spielen?

  • Steffen Kollmann
    vonSteffen Kollmann
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Die ersten Testspiele nach der Corona-Pause gingen reibungslos über die Bühne, doch große Herausforderungen liegen weiter vor den hiesigen Funktionären. Unter anderem stellt sich die Frage: Wann sollen die Reserven spielen, wenn es wieder mit dem Ligabetrieb losgeht?

Fulda - Über Jahre bewährt hat sich der Rhythmus, dass die erste Mannschaft ein Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr austrägt und die Reserve zuvor um 13.15 Uhr um Punkte kämpft. Der große Vorteil dabei: Die Zuschauer können ohne zwischenzeitliche Pause zwei Spiele hintereinander sehen. Doch die Hygieneauflagen im Zuge der Corona-Pandemie machen diesem Vorgehen einen Strich durch die Rechnung. Die Auflagen sehen nämlich vor, dass eine Kabine nach Benutzung einer Mannschaft (Heimteam, Gäste) oder eines Schiedsrichters zunächst gereinigt und desinfiziert werden muss, ehe diese wieder verwendet werden darf.

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Fußball: Coronavirus wirbelt Zeitpläne durcheinander

„Deshalb stellt sich für mich die entscheidende Frage, ob Vereine die Möglichkeiten haben, mehr als die ursprünglichen Kabinen zur Verfügung zu stellen – sei es durch anliegende Sporthallen oder andere Räume. Wenn das nicht der Fall wäre, bliebe uns nur die Möglichkeit die Spiele auseinanderzuziehen“, macht der stellvertretende Fuldaer Kreisfußballwart, Klaus Bodusch, klar. Der Gersfelder denkt zum Beispiel daran, die Reserven bei einem Heimspiel der Ersten am gleichen Tag schon um 12 Uhr spielen zu lassen – doch selbst dann wäre der Zeitraum äußerst eng bemessen. Schließlich müssen die Spieler der Zweiten fertig geduscht und die Kabinen gereinigt sein, bevor die ersten Mannschaften zum Umziehen gehen.

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Eine offizielle Vorgehensweise seitens des Verbands gibt es noch nicht, Bodusch kündigt aber an, flexibel auf die Gegebenheiten reagieren zu wollen. „So wie es bislang war, geht es auf keinen Fall. Aber vielleicht können die zweiten Mannschaften auch mal am Donnerstagabend spielen, um alle Partien durchzuführen“, so der Chef der Kreisoberliga Mitte.

Corona und Fußball: Auch Schlüchtern muss neu überlegen

Auch Schlüchterns stellvertretender Kreisfußballwart, Harald Maienschein, weiß um die Problematik: „Wir werden das Thema mit den Vereinen auf den Rundenbesprechungen erörtern. Wenn wir die Spiele der ersten Mannschaften nach hinten verschieben müssten, stellt sich zum Beispiel ja auch die Frage, was wir ab Ende Oktober bei den Vereinen ohne Flutlicht machen“, so Maienschein. Haben dann Vereine wie Horas (vier Mannschaften) oder Gundhelm/Hutten (drei) mehr als zwei Seniorenteams im Spielbetrieb, wird es noch komplizierter. „In der Corona-Zeit ist es wohl nicht machbar, alle drei oder vier Heimspiele an einem Tag stattfinden zu lassen.“

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