Bestzeit im Blick: Der Ehrenberger Severin Zentgraf (USC Mainz) hat sich für die DM einiges vorgenommen.
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Bestzeit im Blick: Der Ehrenberger Severin Zentgraf (USC Mainz) hat sich für die DM einiges vorgenommen.

60-Meter-Hürden-Halbfinale

Severin Zentgraf aus Ehrenberg startet am Samstag bei der Hallen-DM und hat sich einiges vorgenommen

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Wenn am Samstag der Startschuss zum 60-Meter-Hürden-Halbfinale fällt, bestreitet Severin Zentgraf (USCMainz) seinen ersten Hallenwettkampf in diesem Jahr. Trotzdem ist der 23-jährige Ehrenberger bester Dinge, bei der Hallen-DM in Dortmund seine Bestzeit zu toppen.

Fulda - Severin Zentgraf kann gut mit Stress umgehen, schöpft daraus positive Energien. An der Uni sei es derzeit etwas stressig, gesteht er. „Es ist die Klausurphase“, berichtet der Sportstudent. Leichtathletik ist da die beste Abwechslung. Sechsmal in der Woche darf er die Spikes anziehen und in der Mainzer Halle seine sportliche Karriere nach vorne treiben. Ein Luxus, der in der Corona-Zeit nur wenigen vergönnt ist und den der Ehrenberger sehr zu schätzen weiß.

Seit dem Spätherbst ist der 23-Jährige Mitglied im für seine Altersklasse neu geschaffenen Landeskader Rheinland-Pfalz. Die Kaderzugehörigkeit ist quasi der Türöffner zum Hallentraining. „Ab Ende November konnte ich in die Halle. Vorher habe ich draußen Tempoläufe gemacht“, berichtet Zentgraf, der sein Training auf den Mehrkampf ausrichtet. Ursprünglich wollte er am vergangenen Wochenende beim Hallen-Siebenkampf in Frankfurt starten. Beim Stabhochsprungtraining zwickte es dann.

Fulda: Severin Zentgraf aus Ehrenberg startet am Samstag bei der Hallen-DM

„Das waren gute Sprünge. Bei einem ist mir der Beuger im Sprungbein weggeflogen. Das ist mir in den letzten drei Wochen schon zweimal passiert“, beschreibt Zentgraf das Dilemma, das er auf das lange Sitzen am Schreibtisch zurückführt. Es habe sich wie ein Muskelfaserriss im Oberschenkel angefühlt, war aber wohl keiner und nach einer Woche wieder verschwunden. Ein Risiko bezüglich seiner Teilnahme an der Hallen-DM wollte der Ehrenberger, der früher das Trikot des TVFlieden trug, nicht eingehen. (Lesen Sie hier: 19-Jähriger coacht bald in der Hessenliga: Bastian Stumpf wird neuer Trainer der U 15 von Viktoria Fulda).

Der Start am Samstag in Dortmund ist nicht gefährdet. Unter Druck setzt sich Severin Zentgraf nicht. Die Trainingswerte seien gerade auf der flachen Distanz sehr vielversprechend. Bei internen Trainingswettkämpfen über die 60 Meter zeigte die Uhr beide Male Zeiten unter sieben Sekunden an. Und das aus dem vollem Training heraus. Das zeugt von einer Verbesserung der Grundschnelligkeit. Die Kurzhürden bereiteten Zentgraf anfangs Probleme, ein paar Trainingseinheiten mehr an Technik hätten es sein dürfen, nach hintenraus müsse er aggressiver agieren. Mit seiner Trainingswettkampfzeit von 8,25 Sekunden konnte der Wahl-Mainzer gut leben, wohlwissend, dass sie unter Wettkampfbedingungen ausbaubar ist.

13 Athleten starten am Samstag in zwei Halbfinals. Eine „ordentliche Steigerung“ ist das Ziel von Severin Zentgraf. Die Bestzeit von 8,19 Sekunden aus dem vergangenen Jahr soll fallen. Und klappt das, „ist der Endlauf nicht auszuschließen“.

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