Dennis Müller (links) bleibt mindestens bis Sommer 2023 ein Eckpfeiler im Spiel der SG Barockstadt. Patrick Schaaf geht als Kapitän der SGB weiter voran und hat für zwei weitere Jahre zugesagt.
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Dennis Müller (links) bleibt mindestens bis Sommer 2023 ein Eckpfeiler im Spiel der SG Barockstadt. Patrick Schaaf geht als Kapitän der SGB weiter voran und hat für zwei weitere Jahre zugesagt.

Hessenliga-Spitzenreiter

SG Barockstadt: Leistungsträger geben ihre Zusagen - Patrick Schaaf und Dennis Müller verlängern für zwei Jahre

  • Ralph Kraus
    vonRalph Kraus
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Nach den Vertragsverlängerungen mit dem gesamten Trainerteam um Chefcoach Sedat Gören hat die SG Barockstadt auch weitere Spielerverträge für die neue Saison unter Dach und Fach gebracht. Der Hessenliga-Spitzenreiter vermeldet, dass vier Leistungsträger fest zugesagt haben.

Fulda - Neben Kapitän Patrick Schaaf werden auch Dennis Müller, Kevin Hillmann und Marius Löbig weiterhin für die Barockstadt spielen. Vorher hatte bereits Tobias Göbel zugesagt und der Club gab bekannt, dass Niklas Budesheim aus der U 23 nach „oben“ wandert.

Gleich für zwei Jahre haben Schaaf und Müller unterschrieben. „Wobei die Laufzeit eine untergeordnete Rolle für mich spielt“, sagt Schaaf. „Es gibt eine klare Absprache mit den Verantwortlichen, dass wir uns sofort einigen würden, sollte eine der beiden Seiten nicht mehr weiter zusammenarbeiten wollen - selbst wenn es einen Vertrag über fünf Jahre gäbe“, erklärt der 31-Jährige.

Fulda: SG Barockstadt - Leistungsträger Patrick Schaaf und Dennis Müller verlängern für zwei Jahre

„Ich fühle mich topfit und durchaus in der Lage, noch auf diesem Niveau zu spielen. Solange ich Spaß daran habe und der Körper mitspielt, ist es immer mein Anspruch, so hoch wie möglich dabei zu sein“, sagt der Spielführer, der keinerlei Bedenkzeit für seine Zusage benötigte: „Das war kurz und knapp und schnell erledigt.“ (Lesen Sie hier: „Vereine klagen über finanzielle Probleme“: Sportkreis-Chef über Corona, seine erste Amtsperiode - und die Zukunft).

Mehr Sorgen macht Schaaf da schon die aktuelle Situation. Kein Teamtraining, keine Fitnessstudios geöffnet, selbst das einfache Joggen ist ob der aktuellen Witterung unmöglich. „Wir haben Pläne bekommen, wie wir uns fit halten sollen und das machen wir auch. Aber das Ganze über einen so langen Zeitraum von jetzt schon über drei Monaten strikt durchzuziehen, davon bin ich kein Freund. Vielmehr sollten wir uns eine gewisse Grund-Fitness beibehalten und alles intensivieren, sobald wir wieder ein Datum bekommen, an dem wir ins richtige Mannschaftstraining einsteigen können. Für diese erste Trainingseinheit müssen wir dann einen bestimmten Stand haben. Aber man darf das in dieser schwierigen Zeit auch nicht zu verbissen angehen“, macht Schaaf deutlich.

Patrick Schaaf: Wir haben Pläne bekommen, wie wir uns fit halten sollen

Teamkollege Müller war sich ebenfalls schnell handelseinig mit den Verantwortlichen. „Mit Volker Bagus hatte ich ein super Gespräch, aus dem ich mit einem guten Gefühl rausgegangen bin“, so Müller, der trotz Anfragen anderer Vereine aus zweierlei Gründen zugesagt hat.

„Einerseits haben wir eine richtig gute Chance, vielleicht doch noch einmal in der Regionalliga zu spielen. Das würde ich gerne mitnehmen, zumal es im Team super passt. Dazu haben mich Mannschaft und Verein in der schweren Zeit, die ich zwischenzeitlich hatte, wahnsinnig unterstützt. Für mich ging es deshalb auch darum, allen etwas zurückzugeben“, verdeutlicht der 30-Jährige, der den Aufstieg voll im Visier hat. „Als Team haben wir uns super entwickelt, sind ein zusammengeschweißter Haufen. Deshalb wäre es total bitter, wenn die Saison annulliert werden würde. Es wäre schon sportlich fair, wenn wir zumindest die Hinrunde zu Ende spielen würden.“

Dennis Müller: Als Team haben wir uns super entwickelt, sind ein zusammengeschweißter Haufen

Jeweils um eine Saison haben Marius Löbig und Kevin Hillmann verlängert. Für den 27-jährigen Hillmann wird es dann die fünfte Saison in der Johannisau, seit er 2017 von den Sportfreunden Seligenstadt zu Borussia Fulda gewechselt war. „Tobi Wolf hat mal zu mir gesagt, dass schon manch einer in Fulda hängengeblieben ist. Vielleicht wird das bei mir so, denn ich habe hier schon viele Freunde gefunden und wir haben noch eine Geschichte offen, die wir erreichen wollen. Es ist schon mein persönliches Ziel, dass ich irgendwann mal in der Regionalliga spielen darf“, so der Außenspieler, der in Bruchköbel wohnt und der die lange Pause genutzt hat, um seine Verletzung auszukurieren.

Hillmann musste sich Anfang November nach dem Abriss eines Adduktorenmuskels am Narbengewebe operieren lassen. „Mir hat die Coronapause etwas in die Karten gespielt, denn ich hatte jetzt vier Monate Zeit, um ohne jeden Druck an meinem Comeback zu arbeiten. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich voll belasten kann und wieder ins Mannschaftstraining einsteigen könnte“, freut sich der 27-Jährige.

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