Der neue Sportvorstand der Stadt Fulda
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Gute Laune nach der Neuwahl: Vorsitzender Harry Piaskowski (von links), Johannes Hodes (Kassierer), Brigitte Auth (Beisitzerin), Thomas Bock (Beisitzer), Michael Marx (Beisitzer) und Daniel Plappert (Beisitzer). Es fehlen: Thomas Plur (Stellvertreter), Gerhard Herget (Schriftführer), Erik Bott (Beisitzer).

Sporthalle in Planung

Neuer Sportvorstand für die Stadt Fulda - Integration und Inklusion stehen auf der Agenda ganz oben

  • Laurenz Hiob
    VonLaurenz Hiob
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Integration und Inklusion – das sind die beiden großen Themen, die sich der neue Vorstand des Sportverbands Stadt Fulda auf die Agenda geschrieben hat. Der wurde in überwältigender Mehrheit in seine Ämter gewählt.

Fulda - Wahlleiter Dr. Wolfgang Dippel kam in Johannesberg ganz schön aus der Puste, als er einen Posten nach dem anderen an den Mann brachte. In Brigitte Auth war nur eine Frau unter den Kandidaten. Da müsse sich schleunigst was tun, forderte der neue Vorsitzende Harald Piaskowski, der außerdem Vorsitzender des Sportkreises Fulda-Hünfeld ist, was zu Synergien führen soll. Zu Beginn seiner Amtszeit machte der 61-Jährige deutlich, drei Jahre, maximal sechs den Verband zu führen.

Überhaupt wird die Zeit wohl knapper. Die Hauptversammlung jedenfalls war nach 75 Minuten Geschichte. Das Grußwort des stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden Hagen Triesch oder der Rechenschaftsbericht von Lothar Plappert (Lesen Sie hier: Lothar Plappert im Abschlussinterview) beschränkten sich auf wenige Sätze. Alle wollten pünktlich zum letzten Gruppenspiel Deutschlands vorm Fernseher sitzen. Am längsten brauchte noch OB Dr. Heiko Wingenfeld.

Neuer Sportvorstand der Stadt Fulda: Integration und Inklusion sind Themen auf der Agenda

Das könnte man jetzt der Liebe des Vollblutpolitikers zum gesprochenen Wort zuschreiben. Aber Wingenfeld wollte einerseits dem neuen Vorstand „eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt“ zusagen. „Ich bin sehr dankbar, eine solch tolle Mannschaft im Sportverband sitzen zu haben.“ Es gebe kleine Baustellen und große. Aber die Gemeinschaft in den Sportvereinen sei für die Jugendlichen eine ganz wichtige Erfahrung.

Andererseits wollte Wingenfeld den bisherigen Funktionären danke sagen. Gerd Keil und Andreas Becker seien 35 Jahre lang im Vorstand tätig gewesen, Klaus Riedel käme immerhin auf 15 Jahre. An vorderster Front nannte er aber Lothar Plappert, der 21 Jahre dem Sportverband vorstand. „Ich empfinde es als große Ehre, mich heute bei ihm zu bedanken. Er steht für das Miteinander von Sportvereinen und Stadt.“ Sportverbände bündeln die Interessen der Vereine und leisteten eine sehr ehrenvolle Aufgabe. Es gab Präsente – überwiegend in flüssigem Aggregatzustand. Und einen Strauß Blumen für Plapperts Gattin Martina.

Becker, Keil und Riedel wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, Plappert zum Ehrenvorsitzenden. Der gab seinem Nachfolger mit auf den Weg: „Sport ist viel zu wichtig, als ihn als Nebensache zu betrachten.“ Und Piaskowski ergänzte die Agenda am Ende um ein Projekt: „Fulda braucht endlich eine echte Turnhalle. In der die Turner ihre Geräte aufgebaut lassen können. Und die Leichtathleten trainieren können.“

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