Tischtennis: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gegen TTC OE Bad Homburg - Ruwen Filus konnte das entscheidende Schlussdoppel nicht erzwingen.
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Ein Sieg und eine Niederlage: Ruwen Filus konnte das entscheidende Schlussdoppel nicht erzwingen.

Maberzell verliert Derby

„Wir hatten unsere Chancen“ - Frauenholz hadert mit überraschender Pleite gegen Schlusslicht

Das Ziel war klar: Mit einem Heimsieg im Hessen-Derby gegen das bis Mittwochabend noch sieglose Schlusslicht Bad Homburg wollten die Tischtennis-Herren des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell ihren guten dritten Platz in der 1. Bundesliga verteidigen.

Maberzell - Doch aus diesem Vorhaben wurde überraschend nichts, denn nach zuvor vier Siegen kassierten Ruwen Filus und Co. eine nach exakt drei Stunden nicht eingeplante 1:3-Niederlage. Dementsprechend groß war anschließend die Enttäuschung im Lager von Fulda-Maberzell. „Mit einem Sieg hätten wir 10:2 Punkte gehabt und uns oben ein Stück weiter festgebissen“, verriet Stefan Frauenholz, der zuvor gemahnt hatte, das Tischtennisspiel gegen Bad Homburg nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Bereits vor dem Duell hatte Fuldas Präsident vor Gäste-Neuzugang Yuta Tanaka gewarnt. Ausgerechnet der Japaner war es, der mit zwei gewonnenen Einzeln maßgeblichen Anteil am ersten Saisonerfolg der Gäste besaß. „Wir hatten aber auch unsere Chancen. Deshalb ist die Niederlage sehr unglücklich. Ein 3:1-Erfolg für uns war möglich.“

Fulda: Maberzell verliert Hessen-Derby gegen Bad Homburg

Die ersten zwei Partien liefen wie erwartet, denn jeweils setzten sich der an Position eins aufgestellten Akteur durch. Ruwen Filus ließ in Reihen der Gastgeber Lubomir Jancarik beim Vier-Satz-Triumph keine Chance, während anschließend Yuta Tanaka gegen Fan Bo Meng ohne verlorenen Durchgang blieb. Eine von zwei Schlüsselbegegnungen war das Aufeinandertreffen von Alexandre Cassin und Rares Sipos.

Der Franzose hatte bis gestern nur eines seiner fünf Spiele verloren und galt gegen den U21-Vize-Europameister als Favorit. Trotzdem reichte es nicht zum Sieg, denn der Fuldaer ließ zu viele gute Möglichkeiten aus. Im alles entscheidenden fünften Abschnitt wehrte Sipos beim Stand von 11:12 sogar einen Matchball ab und entschied die nächsten drei Ballwechsel für sich. „Es war sehr viel Pech dabei“, haderte Frauenholz.

Filus verlor, obwohl er „stellenweise überragend spielte“

Anstatt mit einem 2:1-Vorsprung in das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenspieler zu gehen, musste Filus gegen Tanaka unbedingt gewinnen, um noch das entscheidende Schlussdoppel zu erzwingen. Allerdings wurde aus diesem Vorhaben nichts, „wenngleich Ruwen stellenweise überragend spielte“, beobachtete sein Präsident.

Das nächste Meisterschaftsspiel steht für die Maberzeller aufgrund der zuvor stattfindenden Mannschafts-EM im rumänischen Cluj-Napoca (28. September bis 3. Oktober) erst am 8. Oktober auf dem Programm. Gegner vor eigenem Publikum sind die noch ungeschlagenen TTF Ochsenhausen. Dann soll auch Quadri Aruna (Schulterprobleme) wieder in der Box stehen.

Die Ergebnisse: Ruwen Filus – Lubomir Jancarik 3:1 (11:7, 11:8, 10:12, 13:11), Fan Bo Meng – Yuta Tanaka 0:3 (6:11, 7:11, 6:11), Alexandre Cassin – Rares Sipos 2:3 (16:18, 11:9, 11:4, 6:11, 12:14), Ruwen Filus – Yuta Tanaka 2:3 (10:12, 11:8, 5:11, 11:1, 7:11). (Von Marco Steinbrenner)

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