Typisch Argentinisch: Asado mit viel Rauch. Auch zu Weihnachten wird in dem südamerikanischen Land natürlich gegrillt.
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Typisch Argentinisch: Asado mit viel Rauch. Auch zu Weihnachten wird in dem südamerikanischen Land natürlich gegrillt.

Internationale Leckereien

Asado und Yamswurzel – das wird bei unseren Sportler aus Fulda zu Hause in der Heimat an Weihnachten aufgetischt

Wie ein Weihnachtsfest wohl in Spanien abläuft und wann wird überhaupt in Russland gefeiert? Und was kommt zum Fest eigentlich in Argentinien auf den Tisch? Wir haben bei den Sportlern der Region nachgefragt!

Kanada - Luchse-Eishockeyspieler Aiden Reilly (23) und Tavish Davidson (22)

Tavish Davidson (22).

Tavish Davidson: Bei uns ist die wichtigste Mahlzeit an Weihnachten das Frühstück, das von meinem Vater zubereitet wird. Es gibt Erbsenmehl-Speck-Pfannkuchen, hausgemachte Wurst, Rösti und gefüllte Brötchen. Traditionell kanadisch ist das nicht, allerdings sind die klassischen Gerichte in der Region um Toronto wegen der vielen unterschiedlichen Kulturen sowieso selten.

Aiden Reilly (23).

Aiden Reilly: In meiner Familie besteht das typische Weihnachtsessen aus Truthahn, Kartoffelpüree, Erbsen, Steckrüben und Rotkohl. Der Truthahn ist typisch kanadisch, Kartoffelpüree und Erbsen stehen für die Wurzeln meines englischen Großvaters, Rotkohl und Steckrüben für die meiner tschechischen Großmutter.

Argentinien - SV Neuhof-Fußballer Jose Manuel Paez (21)

Jose Alberto Santiago Marmol (24).

Jose Manuel Paez: In Argentinien beginnt Weihnachten am 8. Dezember. An diesem Tag werden der Baum und das Haus weihnachtlich geschmückt. Zudem bereitet jedes Familienmitglied etwas für das Mitternachtsbuffet an Heiligabend vor. Am 24. Dezember wird schließlich um Mitternacht gegrillt (Asado).

Typisch argentinisch sind Empanadas, Vitel Toné, Salate oder Sandwiches, und es wird mit Apfelwein oder Champagner angestoßen. Nach Mitternacht gibt es Süßspeisen und Obst. Die jungen Leuten gehen dann feiern, während die älteren Musik hören und tanzen. Geschenke erhalten die Kinder um Mitternacht vom Weihnachtsmann.

Italien - FSG Dipperz/Dirlos-Abteilungsleiter Pietro Ferrara (45)

Pietro Ferrara (45).

Pietro Ferrara: Meine Familie stammt aus Süditalien und dort sind Sitten und Bräuche anders als im Rest des Landes. Gerade an Heiligabend geht es wenig besinnlich zu, sondern es wird mit der ganzen Familie richtig gefeiert. Doch auch bei den Ferraras ist Corona und entsprechend feiern wir diesmal nur im kleinen Kreis ohne meine Geschwister und deren Familien.

Normalerweise feiern wir bis tief in die Nacht, veranstalten eine Tombola, spielen Karten. Und wir essen, essen und essen – was Oma serviert. Pizza und Pasta, dazu eine Art Zwiebelkuchen und viele italienische Süßigkeiten wie Panettone oder Cannoli. Doch dieses Jahr wird es etwas besinnlicher.

Nigeria/Portugal - Tischtennisprofi Quadri Aruna (32)

Quadri Aruna (32).

Quadri Aruna: Wegen der Corona-Pandemie ist es für uns alle ein wenig schwierig, Weihnachten richtig zu feiern. Aber ich bin froh, dass ich mit meiner Familie in unserer Wohnung in Portugal feiern kann. Meine Frau kocht Amala, das aus Yamswurzelmehl besteht, mit Gemüsesuppe, ein Nationalgericht aus Nigeria und mein Lieblingsessen. Ich werde das Essen und natürlich die Zeit mit meiner Familie sehr genießen und wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

Ghana - SG Bad Soden-Fußballer Alexander Okyere (21)

Alexander Okyere (21).

Alexander Okyere: Weihnachten in diesem Jahr wird ganz anders, denn normalerweise kommen die gesamte Familie und alle Bekannten, wie beispielsweise mein Cousin aus London, zusammen. Es geht uns dabei aber nicht ums Geschenke verteilen. Das kommt ganz selten vor. Wir tanzen, feiern, machen Musik an und sind glücklich, dass wir alle zusammen sind. Außerdem steht das Essen im Mittelpunkt. Es gibt einen Truthahn und dazu sehr viele Nebenspeisen, wie beispielsweise frittierte Maniok und reichlich Salate.

Russland - KTV-Kunstturner Alexey Bogdanov (26)

Alexey Bogdanov (26).

Alexey Bogdanov: Bei uns wird Weihnachten und Silvester zusammen am 31. Dezember gefeiert. Wir schmücken den Baum und das Haus und treffen uns mit der ganzen Familie an einer großen Tafel, die sich unter den Speisen förmlich biegt. Zu essen gibt es viele Salate, Snacks, Fleisch, Fisch, Geflügel und die verschiedensten Getränke. Ich verkleide mich als Weihnachtsmann und verteile die Geschenke für die Familie aus meinem großen Sack. Wenn dann um Mitternacht das Glockenspiel läutet, äußern wir unsere Wünsche für das neue Jahr.  

Mexiko - Wasserballtrainer Raúl de la Peña (54)

Raúl de la Peña (54).

Raúl de la Peña: Mein Sohn und meine Tochter fliegen über Weihnachten nach Mexiko zu ihrer Mutter. Dort gibt es Pasta mit Meeresfrüchten. Das ist allerdings kein ganz so typisch mexikanisches Gericht. Ich bleibe hier in Deutschland, weil ich arbeiten muss. Aber ich werde mir etwas Leckeres zu essen kochen – mit Jalapeños und Co., damit das Gericht einen mexikanischen Geschmack bekommt. Was es genau gibt, weiß ich allerdings noch nicht.

Spanien - FT Fulda-Fußballer Jose Alberto Santiago Marmol (24)

Jose Alberto Santiago Marmol (24).

Jose Alberto Santiago Marmol: An Weihnachten treffen wir uns mit unserer Familie zum Abendessen. Jeder bringt etwas mit: Schinken, Käse, Oliven, Meeresfrüchte und gutes Fleisch dürfen nicht fehlen. Viele Weihnachtslieder werden gespielt und meistens auch gesungen.

Anschließend setzen wir uns an ein Feuer, und dann erzählen die Älteren wie Oma und Opa Geschichten aus der Vergangenheit. Leider kann mein Opa dieses Jahr wegen Corona nicht dabei sein. In Spanien ist es übrigens nicht normal, an Weihnachten Geschenke zu bekommen. Das findet erst am 6. Januar am Fest der Heiligen Drei Könige statt.

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