Die Wasserballer sind wieder voll im Training. Hier schwimmen die Senioren und Junioren noch im Becken des Rosenbades, seit Montag sind sie im Sportbad Ziehers zu finden.
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Die Wasserballer sind wieder voll im Training. Hier schwimmen die Senioren und Junioren noch im Becken des Rosenbades, seit Montag sind sie im Sportbad Ziehers zu finden.

Training im Sportbad Ziehers-Nord

Fuldas Wasserballer müssen noch warten: Entscheidung über Saisonstart der 2. Liga Süd fällt Ende September

  • vonAnn-Katrin Jehn
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Wann die Wasserfreunde Fulda in die neue Saison der 2. Wasserball-Liga Süd starten dürfen, steht noch in den Sternen. Immerhin läuft das Training trotz aller Vorgaben reibungslos ab.

Fulda - „Durcheinander“ nennt Trainer Raul de la Pena die Situation der vergangenen Monate. Damit geht es den Wasserballern wie vielen Sportlern in der Region: Corona hat alles auf den Kopf gestellt. Bei den Wasserballern wurde die Saison der 2. Liga Süd ohne Wertung abgebrochen, das Training konnte lange Zeit nicht stattfinden. Doch so langsam normalisiert sich der Alltag der Wasserfreunde wieder. Die Übungsstunden im Rosenbad sind gut angelaufen, seit Montag dürfen sie ins Sportbad Ziehers, da das Freibad nun geschlossen hat. „Das ging nahtlos ineinander über, so dass wir keinen Trainingsverlust hatten“, sagt de la Pena.

Dreimal pro Woche geht es für anderthalb Stunden ins Wasser. Die Organisation im Freibad Rosenau habe reibungslos geklappt. Zwar sei es manchmal etwas anstrengend, auf alle Spieler zu warten und das Protokoll auszufüllen, bevor die Truppe das Bad betreten durfte. Doch der Aufwand lohne sich, der Trainer ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Schützlinge, von denen durchschnittlich 20 pro Trainingseinheit dabei sind.

Ende September wissen die Wasserballer mehr über den Saisonstart der 2. Liga Süd

Das Ziel liegt allerdings noch in weiter Ferne. Normalerweise startet die Saison Anfang November, davon ist in diesem Jahr allerdings nicht auszugehen. Am 27. September treffen sich die Vereine der 2. Liga und die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) in Stuttgart, um den Rahmenterminplan für die Saison 2020/2021 festzulegen. „Der Rundenleiter rechnet damit, dass wir Ende des Jahres die ersten Partien spielen können“, verrät Fuldas Wasserballwart Volker Schunke. Spätestens im Januar aber müsse man beginnen, sonst wäre es nicht möglich, die komplette Saison zu spielen. Eine andere Lösung wäre eine verkürzte Runde.

Schwierigkeiten könnte es vor allem durch die regional abweichenden Vorgaben geben. „Jeder Verein muss im Vorfeld klären, ob er in seinem Bad überhaupt Spiele ausrichten darf“, erläutert Schunke. In Fulda muss also die Bäder Betriebs GmbH ihr Okay für die Partien im Sportbad Ziehers geben. Es herrscht demnach noch Unsicherheit, wie es in diesem Jahr weitergeht.

Eines ist jedenfalls sicher: Die Spieler der Wasserfreunde sind heiß auf die neue Saison. „Momentan fehlt uns das Trainingsziel“, sagt de la Pena. Der 54-Jährige sieht seine Mannschaft trotzdem gut gerüstet. Führungsspieler Marc Weber ist nach seinem Studium in den USA zurück und gebe den Jungs neuen Schwung. Außerdem rücken einige Jungen aus der U 18 auf. „Ich schätze, dass wir daher besser abschneiden können als vergangenes Jahr“, sagt der Trainer.

20 Wasserballer - aber nur 13 pro Partie

Um wieder ein Gefühl für das Spiel zu bekommen, hoffen die Wasserballer auf ein Testspiel gegen Erstligist SV Würzburg. Der Verein hat ein eigenes Bad, benötigt also keine externe Genehmigung für eventuelle Spiele. Den Kontakt hat der Fuldaer Jonathan Wiegand hergestellt, der ein Jahr dort gespielt hatte. „Es wäre super, wenn das klappen würde. Denn Wasserballspielen lernst du nur durch das Spiel gegen einen Gegner“, sagt de la Pena.

Ein Testspiel hätte auch für den Coach Vorteile. Da alle U 18er für die Herrenmannschaft spielberechtigt sind, stehen ihm 20 Wasserballer zur Verfügung, nur 13 kann er aber pro Partie einsetzen. Es könnte also einen kleinen Kampf um die Plätze geben – de la Pena hofft, dass sich die Jungs dadurch gegenseitig pushen.

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