Martin Hohmann (rotes Oberteil) als Trainer von Buchonia Flieden. Nun kehrt er ins „Königreich“ zurück und übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Fußball-Abteilungsleiters.
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Martin Hohmann (rotes Oberteil) als Trainer von Buchonia Flieden. Nun kehrt er ins „Königreich“ zurück und übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Fußball-Abteilungsleiters.

Ehemaliger Trainer übernimmt

Neuer Abteilungsleiter: Martin Hohmann wieder im „Königreich“ Flieden

  • Ralph Kraus
    vonRalph Kraus
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Martin Hohmann ist zurück: Der ehemalige Trainer wurde gestern als neuer Fußball-Abteilungsleiter bei Hessenligist Buchonia Flieden vorgestellt.

Flieden - „Bei uns war ja die Position des Abteilungsleiters seit Dezember verwaist. So blieb die ganze Arbeit an Marius Sievers und mir in unserer Funktion als stellvertretende Abteilungsleiter hängen. Da Marius ab Herbst studiert und ich beruflich aktuell andere Prioritäten setzen muss, haben wir definitiv einen neuen Abteilungsleiter benötigt“, beginnt der Stellvertretende Vorsitzende Frank Happ die Hintergründe zu erklären.

Nur „eineinhalb“ Gespräche seien nötig gewesen, um Hohmann von der ehrenamtlichen Tätigkeit zu überzeugen. „Wir haben dringend jemanden mit Fußball-Sachverstand auf dieser Position gebraucht. Auch deshalb, weil wir in den kommenden fünf, sechs Jahren eine unglaublich hohe Anzahl an qualifizierten Nachwuchsspielern aus der eigenen Jugend bekommen. Die wollen wir alle in Flieden halten, denn wir sehen die große Chance für einen Umbruch, der darauf hinauslaufen soll, dass wir hier möglichst höherklassigen Fußball von der Verbandsliga aufwärts bieten wollen und das mit weitgehend nur einheimischen Spielern schaffen wollen. Wir dürfen diese Spieler einfach nicht verlieren. Und genau darum soll sich auch Martin Hohmann mit seinem Sachverstand kümmern. Er soll also nicht nur auf die Seniorenteams, sondern auch auf die älteren Jugendteams ein Auge haben.“

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Martin Hohmann: „Wir sind uns recht schnell einig geworden“

Hohmann kam 2009 als Trainer nach Flieden, schaffte gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Hessenliga und blieb zunächst für drei Spielzeiten. Nach einem Jahr Pause übernahm der langjährige Borusse die Fliedener nach der Winterpause 2013 erneut und erreichte mit dem dritten Platz in der Hessenliga die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Diesmal blieb Hohmann zweieinhalb Jahre, ehe ihn Meik Voll im Sommer 2015 ablöste.

„Der Kontakt nach Flieden ist nie mehr abgerissen. Es war eine tolle Zeit dort und wir haben ein super Verhältnis. Als jetzt die Anfrage kam, sind wir uns recht schnell einig geworden“, erklärt der 58-Jährige, der das Amt aus einem Freundschaftsdienst heraus übernimmt: „Jeder kann sich vorstellen, was bei den Happs aktuell ob der Corona-Zeit im Reisebüro los ist. Da bleibt nicht mehr groß Zeit für den Verein und so ist ein Vakuum zwischen Vorstand und Spielern entstanden, das ich jetzt beheben soll.“

Neuer Abteilungsleiter sieht sich stark für die sportlichen Geschicke verantwortlich

Hohmann wird zwar offiziell Fußball-Abteilungsleiter, „aber ich sehe mich eher als eine Art Sportlicher Leiter. Das hat einen gewissen Charme, denn ich habe Entscheidungsfreiheiten, die Trainer sind mit gegenüber weisungsgebunden. Ich werde jetzt nicht den Zampano spielen, aber ich werde die Entwicklung sportlich beobachten.“

Mit dem Kader des Hessenligateams kann Hohmann leben: „Wir wissen ja alle, dass Flieden nicht die riesigen finanziellen Möglichkeiten hat, wie das vielleicht andere in der Hessenliga haben. Aber wir sind mit 18 Spielern und zwei Torhütern gut aufgestellt. Vielleicht bekommen wir ja noch ein, zwei Spieler dazu, wir werden aber nichts überstürzen, denn wir haben ja Zeit bis zum 31. August.“

Anders sieht das bei der zweiten Mannschaft aus: „Der neue Spielertrainer Andreas Drews hat aktuell elf Spieler. Das würde reichen, weil wir ja von oben und von der A-Jugend immer ein bisschen auffüllen könnten. Niemand kann aber davon ausgehen, dass wir ohne Sperren, Verletzungen oder Krankheiten durch die Saison kommen. Deshalb benötigen wir im Bereich der zweiten Mannschaft schon noch unbedingt den ein oder anderen Neuzugang“, sagt Hohmann.

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