Torsten Eich (links) und Steffen Schäfer kam die Idee, dass man in einigen Ligen der Region Fulda mit einem einheitlichen Ball spielen könnte.
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Torsten Eich (links) und Steffen Schäfer kam die Idee, dass man in einigen Ligen der Region Fulda mit einem einheitlichen Ball spielen könnte.

Idee von Fuldaer Firma

Einheitliche Spielbälle für die Ligen? Unter anderen in der Gruppenliga könnte dies zur Saison 21/22 kommen

  • Ralph Kraus
    vonRalph Kraus
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Vielleicht bekommen einige Spielklassen zur neuen Saison die Möglichkeit, ihre Runde mit einheitlichen Spielbällen zu absolvieren. Dabei könnte unter anderen die Gruppenliga, aber auch Ligen im Kreis Lauterbach/Hünfeld sein.

Die Klassenleiter Erhard Zink und Werner Scheffler prüfen aktuell ein Angebot der Fuldaer Firma Mehler Law Enforcement (MLE) in Kooperation mit torgranate.de. „Wir haben zuletzt mit dem Senat 3500 Bälle für Schulen in Berlin herstellen lassen. Dabei kam uns die Idee, das einerseits auf den Schulsport auszuweiten, aber außerdem etwas für den Amateurfußball zu tun. Da wir in Fulda unseren Sitz haben, kamen uns die hiesigen Ligen als Erstes in den Sinn“, sagt der Prokurist von MLE, Torsten Eich, der in der Fuldaer Fußballszene kein Unbekannter ist.

Er selbst trainierte und spielte unter anderem bei der SG Dietershausen, SG Thaiden/Wüstensachsen, SG Simmershausen und der Spvgg. Neuswarts und ist seit vielen Jahren beim SV Michelsrombach aktiv. Zur neuen Saison wird Eich Co-Trainer an der Seite von Aurel Costache sein. Sein Sohn Pascal ist Torjäger beim TSV Langenbieber. (Lesen Sie auch: Warum zahlen Frauen in Amateurligen keinen Eintritt?)

Fußball in Fulda: Gibt es bald einheitliche Spielbälle in den Ligen?

Die Idee ist, dass alle Vereine der teilnehmenden Ligen zunächst fünf Bälle kostenlos als Spielbälle zur Verfügung gestellt bekommen. Dazu bietet der Sponsor an, dass Pakete mit weiteren Bällen für einen günstigen, weil gesponserten Preis als einheitliche Trainingsbälle erworben werden können. Steffen Schäfer, Vertriebs- und Projektleiter der Aktion, ist begeistert: „Es hat schon immer wenig Sinn ergeben, wenn man im Training zehn verschiedene Ballsorten zur Verfügung hat. Außerdem ist es doch viel besser, wenn man mit dem Spielgerät, mit dem man unter der Woche Pass-Situationen trainiert, am Sonntag auch spielt. Und zwar einheitlich in der ganzen Liga.“ Auch Schäfer ist im hiesigen Fußball ein bekanntes Gesicht, unter anderem als Stürmer des TSV Künzell, FV Horas und von FT Fulda.

Sollten die Vereine Interesse haben – alles erfolgt auf freiwilliger Basis – werden möglicherweise in der kommenden Runde die Gruppenliga, die Kreisoberliga Mitte, die A-Ligen Hünfeld/Hersfeld und Lauterbach/Hünfeld, die B-Liga Lauterbach/Hünfeld sowie die C-Liga Lauterbach/Hünfeld einheitlich mit diesen Bällen spielen. Deren Klassenleiter Erhard Zink, Werner Scheffler und Klaus Bodusch sind dem Pilotprojekt gegenüber aufgeschlossen. „Eine Anfrage beim Hessischen Fußball-Verband hat ergeben, dass es von Verbandsseite keine Einwände gegen ein solches Projekt gibt. Ich persönlich finde die Idee toll. Dass sich gerade in der Corona-Zeit ein Unternehmen bereiterklärt, dem hiesigen Amateurfußball unter die Arme zu greifen, ist aus meiner Sicht sehr beachtlich.“

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