Benedikt Kaiser (hier noch im Trikot der SG Barockstadt) trägt künftig das Torwarttrikot des Hünfelder SV.
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Benedikt Kaiser (hier noch im Trikot der SG Barockstadt) trägt künftig das Torwarttrikot des Hünfelder SV.

Neues Torwartduo beim Hessenligist

Hessenliga: Benedikt Kaiser wechselt zum Hünfelder SV - Sebastian Ernst geht nach Köln

  • Steffen Kollmann
    vonSteffen Kollmann
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Der Hünfelder SV kann den ersten Neuzugang verkünden: Benedikt Kaiser, zuletzt für die SG Barockstadt aktiv, wird sich dem Hessenligisten anschließen.

Hünfeld - „Wenn solch ein Spieler plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht, wären wir schlecht beraten gewesen, ihn nicht vom HSV überzeugen zu wollen. Zum Glück ist uns das gelungen“, frohlockt Hünfelds Fußballchef Mario Rohde in einer Pressemitteilung, in der er die Vorzüge des neuen Schlussmanns aufzählt: „Seine Erfahrung wird uns auf und neben dem Platz mit Sicherheit guttun. Mit seiner ruhigen, sachlichen und aufgeräumten Art wird er hervorragend zum Hünfelder Sportverein passen.“

Kaiser wird mit Fabian Brunner das neue Torwartduo der ersten Mannschaft bilden. Sebastian Ernst wird den Verein hingegen verlassen, sich stattdessen beruflich und räumlich nach Köln verändern: „Wir sind Basti sehr dankbar, denn er hat sechs Jahre einen tollen Job bei uns gemacht. Für seine berufliche und fußballerische Zukunft wünschen wir ihm alles Gute“, erklärt Rohde im Statement, in dem er abschließend einen Hinweis auf die aktuelle Planung gibt: „Wir sind sehr gut dabei, das Gros der Mannschaft hat bereits den Vertrag verlängert.“ Einen besonderen Dank richtet Rohde an die Vereinskollegen der SG Barockstadt in Fulda, die dem Wechsel zugestimmt hätten. (Lesen Sie hier: Corona-Maßnahmen könnten Amateurfußball den Garaus machen - So reagieren Verantwortliche aus Osthessen)

Hünfelder SV: Benedikt Kaiser wechselt zum Hessenligist - Torwart will wieder mehr spielen

Eigentlich wäre Kaisers Vertrag bis 2022 gelaufen, doch der Hünfelder SV und die SG Barockstadt einigten sich auf eine vorzeitige Auflösung. Der 29-Jährige will nämlich endlich wieder mehr spielen: „Man ist nie zufrieden, wenn man nur sitzt. Und gerade in meinem Alter tut es brutal weh“, betont der Keeper, der seit Sommer 2019 nur vier Pflichtspiele bestreiten durfte. Erst bremste ihn eine Schultereckgelenksprengung aus, dann war am starken Tobias Wolf kein Vorbeikommen.

Deshalb endet Kaisers Zeit bei der Barockstadt nach acht Jahren. Im Sommer 2013 wechselte der ehemalige Erfurter vom SV Neuhof zum damaligen TSV Lehnerz, erlebte Highlights wie die Aufstiegsspiele zur Regionalliga oder Pokalfights gegen Wehen Wiesbaden oder Kickers Offenbach hautnah mit. Kaiser spricht von einer „ganz tollen Ehe, bei dem jeder immer zu schätzen wusste, was der eine an dem anderen hat. Jetzt war es für mich aber an der Zeit, meine persönliche Situation voranzustellen.“

Benedikt Kaiser soll schnell zu einem Führungsspieler reifen

In Hünfeld soll Kaiser, der in Lauterbach aufgewachsen ist, inzwischen in Neuhof wohnt und in Schlüchtern als Grundschullehrer arbeitet, schnell zu einem Führungsspieler reifen. Trotz anderer Anfragen hatte der 29-Jährige beim HSV direkt ein gutes Gefühl: „Der Verein ist mir sehr sympathisch, und hier spielen einige Bekannte wie Marcel Dücker oder André Vogt, die schon mit mir zusammen aktiv waren“, so der Schlussmann, der früh für sich entschieden hatte, weiter höherklassig angreifen zu wollen.

Zwar ist noch nicht sicher, ob Hünfeld in der Hessen- oder Verbandsliga an den Start gehen darf, für Kaiser spielt das aber keine große Rolle: „Wenn die Hinrunde beendet werden würde, hätte kaum ein Hessenligist eine Sicherheit. Wichtiger ist, dass ich mir gut vorstellen kann, in Hünfeld reinzupassen.“

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