Kilian Kümmel spielt seit Kindertagen ohne Unterbrechung beim SV Gläserzell, heute in Spielgemeinschaft mit Maberzell (SG Illerswald).
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Kilian Kümmel (links) spielt seit Kindertagen ohne Unterbrechung beim SV Gläserzell, heute in Spielgemeinschaft mit Maberzell (SG Illerswald).

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Fußball: Kilian Kümmel ist Gläserzell seit Kindertagen treu - und denkt mit 32 Jahren nicht ans Aufhören

  • Tobias Konrad
    vonTobias Konrad
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Kilian Kümmel – ein Name, der beim SV Gläserzell sicherlich vielen ein Begriff ist. Schließlich ist der kürzlich 32 Jahre alt gewordene Gläserzeller Jung seit seinen ersten Gehversuchen ein Kind des Vereins.

Gläserzell - „Ich habe noch einen grünen Spielerpass, der bestimmt schon fünf verschiedene Passbilder erlebt hat“, sagt Kilian Kümmel mit einem Augenzwinkern. Seit 1995 ist er beim SV Gläserzell dabei, der sich vor einigen Jahren mit Maberzell zusammengeschlossen hat. Grüne Spielerpässe indes waren bis 2016 aktuell, seitdem sind diese weiß-rot und liegen mittlerweile in digitaler Form vor. Und Passbilder sind meist lebenslang bis zur Unkenntlichkeit darauf vermerkt. (Lesen Sie hier: Mark Jaksch muss die Fußballschuhe an den Nagel hängen - 31-Jähriger ist nur noch Trainer)

Damit wird klar, dass Kümmel für den Verein im Stadtteil von Fulda durch und durch lebt. Erst viele Jahre zu Juniorenzeiten, dann - just an seinem 18. Geburtstag - wechselte er zu den Senioren. Zurückblickend stellt der Maschinenbauingenieur fest, dass er in rund 15 Jahren bei den Senioren viel Abstiegskampf miterlebt hat. Die B- und die A-Liga waren stets die Heimat.

Kilian Kümmel und der SV Gläserzell: Die A- und B-Liga war immer die fußballerische Heimat

Einmal durfte Kümmel immerhin mit Gläserzell einen Aufstieg bejubeln, ehe beim Zusammenschluss zur „SG Illerswald“ quasi ein zweiter folgte. „Aufstiege“, so der 32-Jährige, „sind ganz klar die schönsten Erlebnisse. Aber dreckige 1:0-Siege sind fast genauso gut. Bestenfalls natürlich in den Derbys gegen Niesig. Und nicht zu vergessen sind die Relegationsspiele.“

Derer zwei hat der 32-Jährige bereits erlebt. In Erinnerung ist ihm dabei vor allem geblieben, als 850 Zuschauer beim Gastspiel in Dirlos für ein „beeindruckendes“ Feeling sorgten. Dass die Relegation verloren ging, ist nebensächlich. Denn dafür war Kümmel ein paar Jahre später der Relegationsgarant, als es gegen Gruben gegen den Abstieg ging. Zwei Tore und einen Assist steuerte er bei. In zwei Spielen, in denen er besonders unter Druck stand, „weil du genau weißt, dass es um alles geht.“

Einen Vereinswechsel in der Vergangenheit schloss er vehement aus. Jetzt, im gehobenen Fußballeralter, kommt es für ihn ohnehin nicht mehr infrage. „Ich bin, wie zuvor schon mein Vater, im Vorstand tätig. Da gehst du nicht mehr weg.“ Zumal er ein Typ ist, der anscheinend in Sache Positionsspiel alles auf dem Platz kann.

Kilian Kümmel: Nur die Torhüterposition fehlt mir noch

Jede Rolle habe er schon durch, einzig die Torhüterposition fehle noch. Obwohl er mit 1,70 Meter kein Gardemaß für die Innenverteidigung besitzt, wusste er auch dort zu überzeugen. „Weil ich dann die Leute abgelaufen habe“, so der eigentlich auf der Außenbahn beheimatete Kümmel. Seinen offensiven Stil versucht er in jeder Rolle durchzudrücken.

Apropos SG Illerswald: Kümmel war einer derjenigen, der sich stark für den Zusammenschluss der Vereine aussprach. Bei beiden Clubs sei damals ein Schwund in Sachen Personal spürbar gewesen, „und beide standen nicht wirklich rosig in ihren Ligen. Also bot es sich an.“ Und mit der SG hofft er in Zukunft auf unbeschwertere Zeiten. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld soll es sein, ohne jeglichen Blick nach unten.

Denn Kümmel weiß: „Ein Abstieg kann große Folgen haben. Kommt man noch einmal zurück? Oder war’s das dann auf lange Zeit? Aber ich sehe uns auf einem guten Weg.“ Und diesen möchte er noch einige Jahre mit bestreiten. „Wenn’s noch kribbelt sonntags, bin ich dabei. Ich hoffe, das ist noch lange der Fall. Obwohl ich zur Freundin gesagt habe, dass ich nur noch zwei, drei Jahre spielen werde.“ Wird Kümmel also auch 2024 noch die Schuhe schnüren, dürfte seine Freundin sicherlich diesen Bericht herauskramen.

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