Entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten führt die – virtuelle – 171 Kilometer lange Strecke rund um Köln. Sascha Gramm hat sie vor Ort getestet.
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Entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten führt die – virtuelle – 171 Kilometer lange Strecke rund um Köln. Sascha Gramm hat sie vor Ort getestet. Wer anderswo startet, wird per Newsletter mit Köln-Infos versorgt.

Strecke rund um Köln

Hainzeller Sascha Gramm organisiert virtuellen Ultralauf

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Sascha Gramm läuft wieder. Und diesmal möchte er andere sportlich Aktive – oder die, die es werden wollen – mitnehmen. Mit einem Partner hat der Ultraläufer aus Hainzell deshalb den „virtual.ultra.cologne“ auf die Beine gestellt, eine Laufveranstaltung für den guten Zweck.

Hainzell/Köln - „Zu Köln habe ich eine jahrelange persönliche Verbindung, seit ich hier meine Ausbildung gemacht habe“, erläutert Gramm die Entscheidung, das virtuelle Laufevent auf die seiner Meinung nach „schönste Stadt am Rhein“ zu fokussieren. Fotograf Gabriel Pielke, sein Partner bei der Organisation des Laufs, lebt außerdem in der Stadt.

Wie bereits viele virtuelle Laufveranstaltungen im Corona-Jahr ist der „virtual.ultra.cologne“ nicht ortsgebunden. Mitlaufen darf jeder, der Lust aufs Laufen hat. „Ich habe selbst in diesem Jahr bereits an einem mehrtägigen Ultralauf teilgenommen, der von Rumänien aus organisiert wurde“, berichtet Gramm - der zuletzt beim Lauf Etna Extreme del Vulcano auf Sizilien startete.

Sascha Gramm organisiert virtuellen Ultralauf: Läufer sollen 171 Kilometer bewältigen

Diese Art der Lauforganisation trage in Zeiten der Pandemie dazu bei, dass die Läufer-Community in Kontakt bleibe. „Klar, es ist kein Vergleich zu persönlichen Treffen“, weiß der 41-Jährige Hainzeller. „Aber man tauscht sich virtuell aus über seine Strecken, erzählt sich in Postings und Chats von seinen Erlebnissen, das bringt uns ein Stück weit über die Entfernung zusammen.“

Und so ist in ihm die Idee gereift, selbst einen solchen Lauf zu organisieren. Los geht es am 1. November, Schluss ist am 11. 11. – ein in Köln, und auch Fulda, durchaus wichtiges Datum, selbst wenn Karneval und Foaset in diesem Jahr ausfallen müssen.

„Wegen dieses besonderen Datums haben wir uns für diesen Zeitraum entschieden“, so Gramm. Ambitionierte Läufer absolvieren in diesem Zeitraum eine Strecke von 171 Kilometern am Stück oder – wem das zu viel ist – in elf Etappen. Die 171 Kilometer dürfen überall gelaufen werden. Ausgewählt wurde die Strecke allerdings anhand einer Route rund um Köln.

Per Tracking-App landen die Laufzeiten auf der Veranstalter-Homepage

Um diesen Bezug zu halten, bekommen die Teilnehmer jeden Tag einen Newsletter mit einer Streckenbeschreibung und Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Gramm selbst ist die Strecke bereits gelaufen. Vor Ort in Köln. In drei Tagen hat der Ultraläufer die 171 Kilometer absolviert. Gesamtlaufzeit: 18 Stunden.

Die Teilnehmer des „virtual.ultra.cologne“ laden ihre Laufzeiten mithilfe einer Tracking-App nach Wahl auf der Homepage des Veranstalters hoch. Für Starter, die den Wettbewerb suchen, gibt es eine Wertung mitsamt Urkunden und Pokalen, wie Sascha Gramm verrät. Aber auch Freizeitläufer seien eingeladen, der Wettkampfgedanke solle nicht im Vordergrund stehen, sondern schlicht und ergreifend die Freude an der Bewegung.

Anmeldung

Eine Anmeldung zum „virtual.ultra.cologne“ ist noch bis morgen, 30. Oktober, möglich. Die virtuelle Veranstaltung startet am Sonntag, 1. November, und endet am 11. November. In diesem Zeitraum laufen die Teilnehmer entweder einen virtuellen Rundkurs um Köln am Stück (insgesamt 171 Kilometer) – oder diese Gesamtstrecke in elf Teiletappen.

Die einzelnen Strecken finden sich auf der Internetseite des Veranstalters. Als Beleg werden die Laufzeiten mit Hilfe einer Tracking-App auf der Internetseite des Veranstalters hochgeladen.

Weitere Strecken gehen über 37,23 und 6 Kilometer. Für die kürzeste Strecke fallen keine Teilnahmegebühren an. Die Startgelder für die längeren Strecken gehen komplett als Spende an den Verein „Mutige Kinder“.

Übrigens richtet sich der „virtual.ultra.cologne“ nicht nur an Ultraläufer. Zwei weitere Strecken über 23 (Köln von Ost nach West) sowie 37 Kilometer (Köln von Nord nach Süd) stehen zur Auswahl. Und Freizeitläufer haben die Möglichkeit, eine sechs Kilometer lange, gedachte Route durch die Kölner Altstadt zu wählen.

„Unser Ziel ist es, mit dem Event möglichst viele Leute zum Laufen zu motivieren. Für die Sechs-Kilometer-Strecke fallen keine Teilnahmegebühren an“, erklärt Sascha Gramm. Und das Startgeld (ab zehn Euro) für die längeren Strecken möchten der Hainzeller und sein Geschäftspartner Gabriel Pielke an den Verein „Mutige Kinder“ spenden, der sich für seelisch und körperlich missbrauchte sowie sozial benachteiligte Kinder einsetzt – und dessen Botschafter Gramm ist.

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