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Fliedens BOL-Damen freuen sich mit Trainer Mladen Habalija (rechts) und Betreuer Lukas Heil (links) auf die neue Saison.

Optimistischer Blick nach vorn

Handball: Damen-Teams in Osthessen freuen sich nach der Corona-Pause auf den Start in die neue Saison

Am Wochenende startet die Bezirksoberliga in die neue Handball-Saison und die hiesigen Teams fiebern dem Beginn der Punktrunde ungeduldig entgegen. Ein Problem haben jedoch fast alle Vereine: Die eigene Stärke ist nach der langen Corona-Pause schwer einzuschätzen.

Damen/Bezirk Melsungen/Fulda
FT Fulda: Fuldas Trainerin Darina Ivanova freut sich, dass die Saison endlich beginnt. Die Vorbereitungsspiele der FT-Fulda-Damen liefen gut, die Mannschaft mit vielen neuen und jungen Spielerinnen braucht aber laut der Trainerin noch etwas Zeit, um sich zu finden. „Ich hoffe, dass die Saison ohne Pause durchgeführt werden kann. Es ist wichtig, dass die Mädels spielen. Wir gehen mit einer positiven Einstellung in jede Partie und wollen gewinnen“, berichtet sie.

Auf ein Saisonziel will Ivanova sich nicht festlegen. „Ich kenne die Gegner nicht. Aber unsere Konkurrenten haben das gleiche Problem. Auch sie wissen nicht, wie stark die anderen Mannschaften sind, denn durch die Corona-Pause sehen die Kader anders aus. Viele Spielerinnen haben zwischenzeitlich mit dem Handball aufgehört“, weiß Ivanova. (Die Saisonziele der Handball-Herren-Mannschaften in der Bezirksoberliga lesen Sie hier)

Handball: Hessen startet mit Corona-Verspätung in die Saison - Damen-Teams fiebern Start entgegen

TV Neuhof: Komplett zufrieden mit der Vorbereitung auf die Saison ist Neuhofs Trainer Uwe Hoffmann. „Sowohl die Vorbereitung als auch die Testspiele liefen gut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das in der Liga umsetzen können“, hofft Neuhofs Coach, der mit seinem Team früh ins Training eingestiegen ist. Nach lockeren Einheiten zu Beginn wurde die Intensität in den vergangenen acht Wochen gesteigert. „Wir haben zu Beginn viel Balltechnik trainiert, danach Konditionsarbeit und zum Schluss beides kombiniert“, berichtet Hoffmann.

Saisonziel der Neuhofer ist ein Platz im sicheren vorderen Mittelfeld. Dafür steht Uwe Hoffmann nur ein kleiner Kader zur Verfügung. „Wir haben viele Abgänge“, sagt der Trainer. „Einige Spielerinnen treten kürzer wegen des Berufs, wegen Corona oder wegen Schwangerschaft. Aber die Mannschaft hat sich darauf eingestellt.“

HSG Großenlüder/ Hainzell II: Ebenfalls eine lange Vorbereitung hat das Team von Trainer Thomas Blinzler hinter sich. „Wir haben Mitte Juni angefangen, aber zwischendurch mal eine Pause gemacht, weil nicht klar war, wann die Saison starten wird. Jetzt sind wir froh, dass es losgeht“, sagt Blinzler, der mit dem Verlauf des Trainings zufrieden ist. „Unsere Vorbereitung lief gut, Das lag zum Teil daran, dass die Studentinnen in unserer Mannschaft alle zuhause waren und mittrainieren konnten.“

Handball in Fulda: „Spielkultur fehlt noch“

Wo sein Team nach der langen Pause steht, kann der Coach nicht sagen. Auch für Blinzler geht es vor allem darum, überhaupt wieder zu spielen. „Die Spielkultur fehlt zwar noch etwas, aber wir sind neugierig auf die kommenden Spiele und lassen uns überraschen“, sagt der Trainer. Im ersten Spiel gastiert die HSG bei FT Fulda und Blinzler rechnet sich nicht viel aus: „FT ist für mich der Favorit. Für uns geht es in dieser Saison primär darum, frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern.“

Damen/ Bezirk Offenbach/Hanau
TV Flieden: „Wir hatten in diesem Jahr viel Zeit für die Vorbereitung und ich bin mit dem Verlauf zufrieden“, sagt Fliedens Trainer Mladen Habalija. „Einige Testspiele standen auf dem Programm, da haben wir ein paar Dinge ausprobiert, sowohl im Positionsspiel als auch im taktischen Bereich. Da konnte man die Entwicklung der Mannschaft sehen.“

Da einige Spielerinnen ausfallen, gehen die Fliedenerinnen laut ihrem Trainer etwas geschwächt in die erste Partie in eigener Halle gegen die HSG Oberhessen. Trotzdem will man natürlich die ersten Punkte einfahren. „Wichtig ist für uns der Klassenerhalt. Unser Saisonziel ist jedoch ein Platz im Tabellenmittelfeld, wenn es etwas besser wird, nehmen wir das natürlich gerne mit“, berichtet Habalija. (Joachim Herbert)

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