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Zwei Punkte, die wertvoll sein können - Großenlüder/Hainzell siegt gegen Bruchköbel

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Von: Sabine Kohl

Handball-Oberliga: Dominik Malolepszy (Mitte) trug zum 37:34-Erfolg der HSG Großenlüder/Hainzell sechs Treffer bei.
Dominik Malolepszy (Mitte) trug zum 37:34-Erfolg der HSG Großenlüder/Hainzell sechs Treffer bei. © Charlie Rolff

In einem Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts geschenkt und mit harten Bandagen gekämpft haben, hat die HSG Großenlüder/Hainzell ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Gegen die SG Bruchköbel stand es am Ende 37:34 (18:19).

Großenlüder - Sollte die SG Bruchköbel mit in die Abstiegsrunde gehen – derzeit steht das Team aus dem Main-Kinzig-Kreis auf dem ersten Play-down-Platz fünf und spielt kommenden Sonntag gegen den Viertplatzierten Wettenberg – hat die HSG aus dem Kreis Fulda am Sonntag zwei wichtige Punkte eingefahren. Eine Woche zuvor hatte Großenlüder/Hainzell gegen eben jene Wettenberger verloren.

Dass sie gegen Bruchköbel nun zwei wichtige Punkte eingefahren haben, war natürlich auch den Lüdertalern klar, die vor 180 Zuschauern in der Großenlüderer Kreissporthalle bereits nach einer halben Minute durch Michael Blinzler mit 1:0 in Führung gingen. Lukas Dimmerling legte zum 2:0 nach (3.). Einen größeren Vorsprung herauszuarbeiten, gelang der HSG aber nicht.

Das Spiel ging von da an über fast die gesamte Spielzeit in schöner Regelmäßigkeit hin und her. Bruchköbel schloss schnell auf, ließ sich nicht abhängen. In der 13. Minute gingen die Gäste durch zwei Tore von Nicolaus Klein erstmals in Führung (8:7).

Handball: Großenlüder/Hainzell siegt gegen Bruchköbel - wichtige Punkte

Großenlüder/Hainzell ließ sich – anders als in so manch früherem Spiel – diesmal aber nicht abhängen, kam auch immer wieder zum Ausgleich. Die Chance zur Führung ließen die Gastgeber wegen einiger vergebener Angriffe dann aber doch immer wieder liegen.

Insgesamt lief gegen die SG Bruchköbel aber vieles zusammen. Dieser Meinung ist auch Trainer Matthias Deppe: „Die Angriffe über die Außen und das Überkreuzspiel haben gut funktioniert.“ Vor allem aber hätten er und seine Mannschaft Bruchköbel mit der Umstellung der Abwehr von 6:0 auf 5:1 nach der Halbzeit verwirrt. „Damit sind die nicht klar gekommen“, sagt der Trainer nach dem Spiel und hebt vor allem die Leistung von Simon Münker hervor, der im Abwehrzentrum ein „klasse Spiel“ gemacht habe.

Umkämpfte Partie: HSG lag meist knapp vorne, Bruchköbel glich immer wieder aus

Tatsächlich lag nach der Pause meist die HSG knapp vorne, Bruchköbel glich aber immer wieder aus. Wie umkämpft die Partie war, wurde in den letzten 15 Minuten klar, vor allem auf Seiten der Gäste, die zunehmend die Gangart verschärften.

Die Folge waren unter anderem zwei Rote Karten für Bruchköbel. In der 47. Minute hatte Maximilian Wolff Benedikt Dimmerling im Kreis zu Fall gebracht, in der 59. Minuten wurde Bennet Wienand von der Platte geschickt, als er nach einem Foul durch Benedikt Dimmerling (2 Minuten) diesen körperlich angegangen war.

Dank der verwandelten Strafwürfe baute sich die HSG in den letzten Minuten dann doch noch einen Vorsprung von drei bis vier Toren auf, der auch nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet.

HSG Großenlüder/Hainzell: Decher, Stradtmann; Sippel, Deppe (5), L. Münker (1), Goßmann (6), B. Dimmerling (5), S. Münker (2), Malolepszy (6/3), L. Dimmerling (8), Blinzler (3), H. Dimmerling (1).

SG Bruchköbel: M. Bätz, Simic; M. Wolff, Kosch (1), Zutic (3), Kulenovic, J. Wolff (3), Junker (2), Günes (8/3), N. Bätz (3), Jockel (2), Klein (4), Wienand (8).

Schiedsrichter: Hartmann/Thomsen. Zuschauer: 180. Zeitstrafen: 5/2.

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