Benedikt Dimmerling und sein Team haben gegen die auf dem Papier deutlich überlegenen Pohlheimer ein tolles Spiel gemacht – ehe auch Dimmerling selbst nach drei Zeitstrafen schließlich mit Rot von der Platte musste.
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Benedikt Dimmerling und sein Team haben gegen die auf dem Papier deutlich überlegenen Pohlheimer ein tolles Spiel gemacht – ehe auch Dimmerling selbst nach drei Zeitstrafen schließlich mit Rot von der Platte musste.

Handball Oberliga

Der Underdog zeigt sich bissig: HSG Großenlüder/Hainzell verliert gegen HSG Pohlheim

  • Sabine Kohl
    VonSabine Kohl
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Damit hatten wohl die Wenigsten gerechnet: Tabellenführer Pohlheim musste sich seinen sechsten Sieg in dieser Oberliga-Saison gegen die HSG Großenlüder/Hainzell hart erarbeiten. Diese braucht sich für die 30:34 (15:15)-Niederlage zum Abschluss der Hinrunde nämlich keinesfalls zu schämen.

Großenlüder - Großenlüders Trainer Matthias Deppe hatte sich einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde gewünscht – und den hat er bekommen. „Ich ziehe wirklich den Hut vor den Jungs“, sagte der Übungsleiter direkt im Anschluss an die Partie, die gut 200 Handball-Fans in der Großenlüderer Kreissporthalle im Kreis Fulda lautstark verfolgt hatten.

Und der teils frenetische Jubel sowie die Standing Ovations nach dem Schlusspfiff waren hochverdient. Die Oberliga-Mannschaft der HSG Großenlüder/Hainzell hat vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht und sich vom zumindest auf dem Papier deutlich überlegenen Gegner nicht unterkriegen lassen. (Lesen Sie hier: Handball: Hünfelder SV darf nach vierwöchiger Corona-Pause erstmals wieder spielen)

Handball Oberliga: HSG Großenlüder/Hainzell verliert gegen HSG Pohlheim

Dabei lagen die Gastgeber nach zehn Minuten bereits 2:6 hinten. Doch nachdem Trainer Deppe seine Mannschaft zu einer kurzen Auszeit versammelt hatte, fing sich diese und kämpfte sich im Verlauf der folgenden gut zehn Minuten immer weiter an den Tabellenführer heran. Schließlich war es Lukas Dimmerling, der den 11:11-Ausgleich herstellte (22.). Als Jonas Goßmann gut zwei Minuten später mit dem 13:12 sogar die zwischenzeitliche Führung herstellte, kannte der Jubel der Zuschauer keine Grenzen mehr. Mit 15:15 ging es schließlich in die Halbzeit.

Nach der Pause gelang es Pohlheim dann schließlich doch, auf bis zu fünf Tore davonzuziehen. Großenlüder/Hainzell war zwar nach wie vor weit davon entfernt, aufzustecken, konnte die Lücke aber nicht mehr vollständig schließen.

Dennoch weiß Trainer Deppe, dass seine Mannschaft hier über weite Strecken eine Top-Leistung gebracht hat – kämpferisch, gut im Zusammenspiel und mit der richtigen Einstellung. Mit ein bisschen Glück, glaubt der Übungsleiter, sei vielleicht sogar mehr drin gewesen und ist überzeugt: „Das muss auf jeden Fall der Maßstab für die Rückrunde sein.“ Diese beginnt am 9. Januar mit dem Heimspiel gegen Vellmar.

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