Isabel Jahn (links) und Marina Zachartschuk mit Bestzeiten die DM-Norm geknackt.
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Isabel Jahn (links) und Marina Zachartschuk mit Bestzeiten die DM-Norm geknackt.

Isabel Jahn und Marina Zachartschuk

Hürdensprinterinnen aus Fulda und Hünfeld erfüllen sich Traum von Deutscher Meisterschaft

  • Angelika Kleemann
    VonAngelika Kleemann
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Isabel Jahn (LG Fulda) und Marina Zachartschuk (Hünfelder SV) erfüllen sich ihren DM-Traum, während Antonia Schrimpf (LG Fulda) ihn eher abgehakt hat. Gemischt fiel die Bilanz von Hünfelds Mittelstrecklerin Eva Jansohn aus.

Wetzlar/Fulda - Die schnelle Bahn in Wetzlar wurde ihrem Ruf gerecht: Beim Hürdenmeeting pulverisierten Isabel Jahn und Marina Zachartschuk ihre Bestzeiten. „Die Zeit ist absoluter Wahnsinn“, kommentiert Jahns Trainerin Uschi Möller die 14,60 Sekunden, die ihr Schützling im ersten Lauf über die 100 Meter Hürden erreicht hatte.

Und sogar im Finale blieb die 16-Jährige in 14,66 Sekunden als Zweite erneut unter der Norm für die U 18-DM in Rostock, die bei 14,70 Sekunden liegt. Der Sieg ging an Amelie Wachsmuth (Bad Sooden-Allendorf, 14,25 Sek.), die dem älteren U18-Jahrgang angehört.

Fulda/Hünfeld: Norm mit Bestzeiten - Hürdensprinterinnen erfüllen sich DM-Traum

„Das ist eine Nummer“, kann Möller die Leistungssteigerung kaum glauben. Jahn, die dem Hessischen Hochsprungkader angehört, unterbot beim Ländervergleichskampf Ende Mai in Ulm erstmals mit 14,94 Sekunden die 15-Sekunden-Marke. Während es im Hochsprung derzeit nicht optimal läuft, was Möller auf die schwierigen Trainingsbedingungen zurückführt, klappt es über die 100 Hürden umso besser.

Allen Grund zum Strahlen hatte auch Marina Zachartschuk vom Hünfelder SV. „Die Umstellung des Trainingsplans hat einiges bewirkt“, freut sich Trainer Rainer Hahn. Dabei waren die äußeren Bedingungen für die 400-Meter-Hürdenläuferinnen nicht optimal, der Wind blies in Böen.

Neun Monate nach ihrem letzten Hürden-Wettkampf ging Zachartschuk couragiert ins Rennen und belohnte sich mit Bestzeit von 64,38 Sekunden, womit die Hünfelderin die Norm für die U20-DM von 65,20 Sekunden deutlich unterbot und ihre eigene Bestleistung um eine halbe Sekunde verbesserte.

Sprinterin Antonia Schrimpf aus Fulda verpasst Norm für U23-DM knapp

Nicht ganz so erfolgreich verlief für Sprint-Ass Antonia Schrimpf aus Fulda der Ausflug zum Sparkassen-Meeting nach Osterode. Statt die erhoffte DM-Norm von 11,90 Sekunden (U23) zu laufen, blieb für Schrimpf die Uhr nach 100 Metern bei 12,10 Sekunden stehen, womit sie Vierte wurde. „Der Lauf war okay, im Augenblick geht nicht mehr“, resümiert Trainerin Uschi Möller. 

Für Eva Jansohn wäre über die 1500 Meter mehr gegangen, die Mittelstrecklerin des Hünfelder SV machte allerdings einen taktischen Fehler. Der Veranstalter hatte für das Rennen in Osterode eine Tempomacherin besorgt. Doch die Rechnung ging nicht auf.

Als die Dänin Line Schulz die Tempomacherin bereits nach 300 Metern überholte, blieb Eva Jansohn weiter hinter der Tempomacherin und konnte am Ende die Lücke zur Dänin, die in 4:31,62 Minuten gewann, nicht mehr zulaufen. In 4:36,31 Minuten lief Eva Jansohn den zweiten Platz kontrolliert nach Hause. (Lesen Sie hier: Severin Zentgraf startet bei Deutschen Meisterschaften über 110 Meter Hürden)

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