Lars Mertelmeyer aus Bad Hersfeld ist seit dem Sommer 2020 Athletiktrainer beim Fußball-Drittligisten FC Magdeburg.
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Lars Mertelmeyer aus Bad Hersfeld ist seit dem Sommer 2020 Athletiktrainer beim Fußball-Drittligisten FC Magdeburg.

Familie in Bad Hersfeld

Osthesse im Profifußball: Lars Mertelmeyer arbeitet als Athletiktrainer für den 1. FC Magdeburg

  • Tobias Konrad
    vonTobias Konrad
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Vor sieben Jahren ist Lars Mertelmeyer zum Studium nach Magdeburg gegangen. Und hatte einen Traum: vielleicht in den Profi-Fußball hineinrutschen. Jetzt ist aus dem Wunsch des gebürtigen Bad Hersfelders Realität geworden. Er ist Reha- und Athletiktrainer beim Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg.

Bad Hersfeld/Magdeburg - Lars Mertelmeyer ist in Bad Hersfeld in Hessen geboren und aufgewachsen, ging dort seine ersten fußballerischen Schritte. Die Jugend verbrachte er beim SVA, ehe er kurzzeitig bei den Senioren für den SSV Eichhof und schließlich bis 2015 für den TSV Ufhausen auflief. Anschließend schnürte der heute 32-Jährige die Schuhe meist nur noch auf dem Trainingsplatz in Magdeburg, um mit seinem Wissen die Spieler auf ein optimales Fitness-Level zu heben.

Das dazu erforderliche Wissen hat er sich über Jahre angeeignet. 2014 zog es ihn zum Master-Studium im Bereich Sportwissenschaften nach Magdeburg. Mit dem Sport wollte er unbedingt seinen Lebensunterhalt verdienen. So kam ihm nach seinem Umzug in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts die Idee, während seiner Master-Zeit ein Praktikum bei seinem jetzigen Arbeitgeber zu absolvieren, dem 1. FC Magdeburg. (Lesen Sie hier: Fußballer Louis Schaub aus Fulda begeistert die Fans des FC Luzern)

Osthesse im Profifußball: Lars Mertelmeyer aus Bad Hersfeld ist Athletiktrainer beim FC Magdeburg

Und die Reise beim Fußball-Drittligisten ging weiter: Nach dem Praktikum folgte ein Minijob, dann die erste Festanstellung 2018 im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Clubs, 2020 schließlich gelang der Sprung zu den Profis.

Mertelmeyer ist sich rückblickend sicher, „dass der Schritt 2014 der exakt richtige war. Es hat sich anschließend vieles ergeben, womit nicht zu rechnen war. Nur weil man Sport studiert, heißt das ja nicht automatisch, dass der Weg in den Leistungssport führt.“ Die nötigen Kontakte baute der Bad Hersfelder nach und nach auf, unter anderem arbeitete er im NLZ mit Thomas Hoßmang zusammen, der 2020 Cheftrainer beim FCM wurde und Mertelmeyer in sein Trainerteam einbaute.

„Ich kenne Thomas seit fünf Jahren. Wir wussten und wissen noch immer, was wir aneinander haben“, sagt der Athletiktrainer. „Ein solcher Schritt zeigt, dass eine Vertrauensbasis und gegenseitige Wertschätzung vorhanden sind, denn eine Profi-Abteilung ist das Herzstück des Vereins.“

Lars Mertelmeyer beim FC Magdeburg: Neuer Trainer bringt neue Vorstellungen ein

Entsprechend schwierig war die Zeit Anfang Februar für ihn, als Hoßmang aus eigenem Antrieb seinen Stuhl räumte. Neue Impulse im Abstiegskampf der Dritten Liga sollten her. „Im Profi-Business gehören solche Dinge leider dazu, weshalb es gilt, weiterzumachen“, bilanziert Mertelmeyer.

Auswirkungen für ihn selbst hatte der Rücktritt nicht. Mit dem ehemaligen Hamburger Christian Titz übernahm ein bekannter Trainer den Club, „der nun ein paar andere Vorstellungen einbringt, denen wir im Team natürlich gemeinsam gerecht werden wollen.“

Schwierig war die erste Saison des Fitnesscoaches bei den Magdeburger Profis: Vor zwei Jahren machte der FCM noch einen Abstecher in die Zweite Liga, nun droht der Gang in die Regionalliga Nordost, wenngleich Leistungen und Ergebnisse (zehn Punkte aus vier Spielen) der zurückliegenden Wochen Mut machen sollten im Kampf gegen den Abstieg.

Lars Mertelmeyer als Athletiktrainer: Mannschaftstrainings steuern und verletzte Spieler aufbauen

Ob die Quarantänezeit des Teams in der Sommervorbereitung für die mäßige Saison verantwortlich zeichnet? Zumindest musste Mertelmeyer beim Antritt seiner Tätigkeit umgehend Schwerstarbeit verrichten. Er erstellte individuelle Trainingspläne, die die Profis in den eigenen vier Wänden abarbeiteten.

Noch umfassender ist sein Aufgabengebiet außerhalb der Quarantäne. Es gilt, die täglichen Mannschaftstrainings mit zu steuern, und die Laufdaten-Analyse fällt in seine Hände. Einen großen Anteil habe er außerdem im Rehabereich, so der Bad Hersfelder. Mit den Physiotherapeuten gilt es, verletzte Spieler wieder aufzubauen, ans Mannschaftstraining heranzuführen und für die nötigen Kraft- und Ausdauereinheiten zu sorgen.

Den Blick in seine Heimat hat Mertelmeyer indes nicht verloren, lebt doch seine ganze Familie in Osthessen. Der Terminkalender mit den vielen Englischen Wochen lässt einen Abstecher jedoch nur selten zu. „Alle paar Monate komme ich gerne über das Wochenende. Die Familienfeste im engsten Kreis stehen im Vordergrund. Aber hier ist die Zeit ein Faktor“, so der 32-Jährige. Ein Faktor, der im Profi-Fußball nun mal ein sehr begrenzter ist.

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