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Barockstadt-Coach Sedat Gören hat Titel nicht abgeschrieben

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Von: Johannes Götze

Sedat Gören Trainer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
Na, wer erkennt ihn? Barockstadt-Trainer Sedat Gören wurde unter ganz besonderen Lichtverhältnissen eingefangen. Genauso besonders ist die Ausgangslage in der Hessenliga. © Charlie Rolff

Der Meisterzug schien ohne die SG Barockstadt abzufahren. Doch zwei Spieltage vor Schluss keimt in der Domstadt neue Hoffnung auf – und das hat mit dem Restprogramm der Spitzengruppe zu tun.

Fulda - Um Platz eins und damit den direkten Aufstieg in die Regionalliga Südwest kämpfen Stadtallendorf (33 Punkte) und Barockstadt (30 Punkte). Noch Chancen auf den Platz für die Aufstiegsspiele gegen die Vertreter aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat der FC Eddersheim (26 Punkte), berichtet torgranate.de. Am Samstag (14 Uhr) empfängt Stadtallendorf den FC Eddersheim, Barockstadt parallel Rot-Weiss Hadamar. Am letzten Spieltag reist Stadtallendorf nach Dreieich, während die Fuldaer in Eddersheim ranmüssen.

Damit es für alle drei Clubs am letzten Spieltag noch ums Eingemachte geht, müsste Eddersheim in Stadtallendorf gewinnen und Barockstadt gegen Hadamar unentschieden spielen. Bei jedem anderen Ausgang in diesen beiden Spielen steht zumindest eine Entscheidung fest – auch weil Stadtallendorf den direkten Vergleich gegen Barockstadt gewonnen hat und somit nur einen Sieg aus den verbleibenden Spielen für den direkten Wiederaufstieg benötigt.

Barockstadt-Trainer Sedat Gören wünscht sich Showdown

Barockstadts Trainer Sedat Gören sagt: „Beide Spiele hat Stadtallendorf noch nicht gewonnen. Und es ist zum Glück so, dass nicht mal ein Team angespornt werden muss. Alle sind heiß.“ Auch, weil Dreieich sein Team abmeldet und sich im letzten Heimspiel noch einmal angehen wird. Trotzdem ist Stadtallendorf von der Papierform her zweimal Favorit. Gören weiß auch das, sagt aber: „Überall laufen gerade Play-offs und ganz oft sehe ich, dass eben nicht die Qualität entscheidet, weil der Druck ganz einfach enorm hoch ist.“

Das gilt nicht zuletzt für sein eigenes Team aus Fulda: Das will am Samstag zunächst einmal die Hausaufgaben erledigen, mit einem Heimsieg die Aufstiegsrunde absichern und dann auf ein großes Finale im Fernduell hoffen. „Dass meine Mannschaft Druck kann, hat sie in den letzten Wochen bewiesen“, sagt Gören und erklärt aufgrund der jüngsten Siegesserie und der entspannten Personallage, „dass die Stimmung wirklich gut ist. Im Training, im Spiel, in der Kabine. Alles wirkt gelöst.“

Und sogar die Tatsache, dass die Mannschaft wegen des Challenge-Laufs nach Lehnerz ausweichen muss und Hadamar über jede Menge Offensivqualität verfügt, soll den Siegeszug der SGB nicht stoppen.

Abstiegsrunde: Max Stadler lässt die Muskeln spielen

Einen Siegeszug benötigt der SV Steinbach in der Hessenliga-Abstiegsrunde nicht mehr. Schon ein Dreier aus den verbleibenden Heimspielen gegen Ginsheim (Sonntag, 15 Uhr) und Griesheim (29. Mai) langt, um auch in der kommenden Saison in Hessens Beletage zu spielen.

Dass Steinbach sich dies dank eines bärenstarken 2022 verdient hat, steht außer Frage. Einer der Garanten ist Max Stadler, dessen Torquote herausragend ist: Nur drei Treffer erzielte er in den zwanzig Qualifikationsspielen, in der Abstiegsrunde dafür neun Tore in zehn Spielen. Insbesondere ihm kommt das neue System mit zwei Stoßstürmern entgegen.

„Zur Zeit läuft es“, sagt Stadler, der mit 21 Jahren zu den jüngsten Spielern des Kaders gehört und seinen persönlichen Aufschwung auch an seiner körperlichen Stabilität festmacht: Er ist zu einem wahren Muskelpaket gereift und gefühlt noch ein bisschen schneller als ohnehin schon geworden.

Dass der SVS eine solch famose Abstiegsrunde spielt, kam allerdings auch für ihn überraschend: „Ich glaube, dass der glückliche 4:2-Sieg in Friedberg ein Schlüssel war. Danach wussten wir, dass wir die Liga halten können“, erklärt er und will nun unbedingt den Klassenerhalt sichern. Der könnte bereits am Samstag feststehen, sofern Bad Vilbel nicht in Baunatal gewinnt. „Das wäre schön, aber wir schauen in erster Linie auf uns“, betont Stadler.

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