Mindestens bis Sommer 2022 soll Sedat Gören an der Seitenlinie der SG Barockstadt stehen.
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Mindestens bis Sommer 2022 soll Sedat Gören an der Seitenlinie der SG Barockstadt stehen.

Aufstieg in die Regionalliga?

„Keiner will so gerne aufsteigen wie ich“: SG-Barockstadt-Trainer Sedat Gören über seine Verlängerung

  • Steffen Kollmann
    vonSteffen Kollmann
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Wenig überraschend hat Hessenliga-Spitzenreiter SG Barockstadt den Vertrag mit Trainer Sedat Gören verlängert. Im Interview spricht der 49-Jährige über die hoffentlich bald wieder anstehenden Aufgaben.

Angesichts der Leistungen und Ergebnisse dieser Saison dürfte Ihre Vertragsverlängerung reine Formsache gewesen sein.
Auf jeden Fall. Zwischen den Verantwortlichen und mir herrscht eine sehr gute Vertrauensbasis. Mit Beirat oder Team gibt es ebenfalls keinerlei Probleme.
Hat Ihr Team seit Amtsantritt im Oktober 2018 in dieser Spielzeit den bislang größten Entwicklungsschritt gemacht?
Ich denke ja. Erfahrene Spieler haben einen Schritt nach vorne gemacht, Talente wie Tobias Göbel verbessern sich stetig. Zudem haben wir als Kollektiv eine Entwicklung hingelegt. Das sieht man nicht zuletzt an unserer Spielweise.

Hessenliga: SG-Barockstadt-Trainer Sedat Gören spricht über möglichen Aufstieg

Lesen Sie hier: Hessenliga-Tabellenführer SG Barockstadt plant zweigleisig.

Sie haben ligaunabhängig für die nächste Saison zugesagt. Ist ein Regionalliga-Aufstieg das nächste große Ziel Ihrer Karriere?
Es muss für jeden Fußballer das Ziel sein, so weit wie möglich nach oben zu kommen. Ich denke, keiner will so gerne aufsteigen wie ich. Dafür müssen wir weitere Schritte nach vorne machen. Man kann sich nie zu Ende entwickeln.
Die Corona-Pandemie könnte den Vorsätzen einen Strich durch die Rechnung machen. Haben Sie Sorge, dass die Saison annulliert und die bisherige Leistung zunichte gemacht wird?
Nein. Wir haben vor einem Jahr schon enorm unter dem Abbruch gelitten, denn damals waren wir bereits sehr nah dran. Irgendwann müssen die Maßnahmen gelockert werden, und dann bin ich überzeugt, dass es ein sportliches Ende geben wird.
Wenn nur die Hinrunde fertig gespielt würde, ist Ihnen Platz zwei, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt, kaum zu nehmen. Ist die Chance groß wie nie?
Vielleicht, aber wir haben mit Dreieich einen großen Konkurrenten. Entscheidend wird, wie wir den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen und die Jungs fit bekommen können. So eine lange Pause ist nicht gut für uns Fußballer.
Mit Sebastian Sonnenberger, der Spielertrainer in Eichenzell wird, steht ein erster Abgang für die nächste Saison fest. Haben Sie Sorge, dass weitere hinzukommen?
Unser Gerüst wird sich nicht verändern. Wir haben in den vergangenen zwei, drei Jahren etwas aufgebaut, eine Mannschaft mit tollen Jungs, und diese punktuell verstärkt. Es ist doch klar, dass immer mal wieder jemand unseren Weg nicht mitgehen will. Andersrum aber genauso, dass wir uns fragen müssen, ob es für den Spieler hier Sinn macht.
Sonnenberger ist Leistungsträger und hat keine Minute in dieser Saison verpasst. Wie wollen Sie die Lücke schließen? Es gibt Gerüchte um Jenas Marius Grösch, der aus Eichenzell stammt.
Das ist sicherlich ein interessanter Spieler, der diese Position spielen könnte. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Aber es ist klar, dass Neuzugänge her müssen, damit wir mindestens so gut besetzt sind wie jetzt. Gerade wenn wir aufsteigen sollten, müssen wir gerüstet sein. Wir würden dann ja nicht nur ein Jahr Urlaub in dieser Liga machen wollen.
Auch Steinbachs Leon Wittke, der im Offensivbereich eine Option wäre, wird gehandelt. Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?
Auf der linken Offensivseite haben wir immer wieder andere Spieler aufstellen müssen. Sollten wir in die Regionalliga aufsteigen, müssten wir zudem unsere Spielweise umstellen, weil wir weniger Ballbesitzphasen hätten. Aber die Spieler müssen immer reinpassen in unsere harmonierende Truppe.

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