Friedrich Schulze baut über die 1,92 Meter noch ein Haus.
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Friedrich Schulze baut über die 1,92 Meter noch ein Haus.

Erst Urlaub, dann Rekordsprung

Friedrich Schulze baut mit 1,92 Meter Spitzenposition in Deutschland aus

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Nach drei Wochen Urlaub gleich eine Bestleistung. Und was für eine! Friedrich Schulze floppt im Hochsprung über 1,92 Meter und baut als Spitzenreiter der deutschen U-15-Bestenliste den Vorsprung auf acht Zentimeter aus. Freude stellt sich bei dem Petersberger erst später ein.

Fulda - „Ich habe mich gar nicht gefreut. Denn ich wusste nicht, was mit meinem Fuß ist.“ Friedrich Schulze war nach seinem Rekordsprung besorgt. Der Sprungfuß schmerzte extrem. „Ich plane auf lange Sicht“, sagt das 14-jährige Talent des TV Gelnhausen. Schulze bangte um seinen Start bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, die nun doch am 29./30. August in Halle an der Saale stattfinden können.

Ein Rekordsprung - und dann Schmerzen im Fuß

Einen Tag nach dem Wettkampf in Frankfurt gab dann Physiotherapeut Michael Franz Entwarnung. „Es ist eine leichte Überbelastung, da Friedrich beim Absprung den Fuß extrem nach innen stellt“, erläutert Vater Dirk Klug. Als die Diagnose bekannt war und nach Absprache mit seiner Gelnhausener Heimtrainerin Miriam Merx das Absprungverhalten leicht modifiziert werden soll, kehrte auch bei dem Führenden in der Deutschen Bestenliste Entspannung ein.

„Jetzt kommt langsam Freude auf.“ Dass noch größere Höhen möglich sind, weiß er. Bei seinem Sprung über die 1,92 Meter baute er ein Haus über der Latte. Bescheiden sagt er, in kleinen Schritten zu planen. „1,95 Meter wären richtig cool“, die 2-Meter-Marke hält Bundestrainerin Sophia Sagonas in absehbarer Zeit sogar für möglich.

Schulzes Herz schlägt allerdings für den Mehrkampf. Bei den deutschen Neunkampfmeisterschaften Ende des Monats möchte er fit sein, denn der Petersberger führt auch in dieser Disziplin die deutsche Bestenliste an. Doch die Konkurrenz kann noch zulegen. Ein spannender Wettkampf wird erwartet.

Severloh und Dänner an der Spitze

An der Nachwuchs-Challenge Bereich Lauf des HLV haben einige Athletinnen des Hünfelder SV mit Erfolg teilgenommen. Dabei besteht die Möglichkeit, sich für den Landeskader zu empfehlen.

Für die Teilnahme mussten die Athleten mindestens je eine Mittel- und Langstrecke laufen. Für jede der beiden Streckenangebote stand ein zweiwöchiges Zeitfenster zur Verfügung. In der nun erstellten Gesamt-Rangliste führen Maja Severloh (U 18) und Tarja Dänner (U 14) die Rangliste an. Unter den Top Ten sind Finja Waider (U 16) und Liona Kramer (U 14) zu finden.

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