Sportplatz und Sportlerheim der SG Rudolphshan. Hier soll der neue Verein GFC spielen.
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Wo einst nur die SG Rudolphshan ihre Heimat hatte, könnte schon bald auch der neue Hünfelder Club zu Hause sein.

Gaalberner Club Dynamo

In Hünfeld gibt es einen neuen Fußballverein

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es in der Stadt Hünfeld nur einen Club, der im Fußball an den Start geht: den Hünfelder Sportverein. Das soll sich zur neuen Saison ändern. Der Gaalberner Fußball Club (kurz GFC) Dynamo Hünfeld Südend e.V. ist ins Leben gerufen worden.

Hünfeld - Gegründet wurde der Verein bereits am 23. Dezember 2019, Vorsitzender ist Hendrik Becker. „Wir sind eine ziemlich junge Truppe von Hünfeldern, die größtenteils beim HSV in der Jugend gespielt haben. Da die zweite Mannschaft dort in der Gruppenliga aber ziemlich ambitioniert spielt, wollten wir rein freizeitmäßig einen Verein gründen“, erklärt Becker, der entsprechend keinerlei Konkurrenzgedanken gegenüber dem Hünfelder SV hegt.

Trainer in der Pipeline

Schon rund 25 Spieler wurden für das neue Projekt gewonnen, auch ein Trainer steht schon in der Pipeline – wenngleich dieser noch nicht öffentlich verraten werden soll, wie Torgranate berichtet. „Wir hoffen, in der neuen Saison in der C-Liga starten zu können. Es geht erst mal nur um Spaß. Viele unserer Spieler haben in den vergangenen Jahren pausiert, einige spielen aber noch bei verschiedenen anderen Clubs“, so Becker, der momentan im Austausch mit dem Hessischen Fußball-Verband und dem Landessportbund steht. Aufgrund der Corona-Pause stocken die Planungen aber ein wenig, entsprechend ist es noch nicht sicher, ob der Verein bald in den Betrieb einsteigen kann.

Die Frage ist: Wo wird gespielt?

Wo letztlich gespielt wird, steht ebenfalls noch nicht fest. Allerdings scheint sich herauszukristallisieren, dass der Sportplatz in Rudolphshan zur sportlichen Heimat werden könnte. Die heimische Buchonia ist in einer Spielgemeinschaft mit Michelsrombach – in dieser Saison wurde häufig in Rudolphshan gespielt, in der kommenden Saison geht es aber wieder überwiegend nach Michelsrombach. „Die Überlegungen mit Rudolphshan haben sich deshalb ergeben, da die Damenmannschaft abgemeldet wurde und der Platz deshalb nicht so sehr in Anspruch genommen wird“, sagt der Vorsitzende des neuen Vereins, der schon einen Spendenaufruf gestartet hat, um die ersten Kosten zu decken – schließlich besteht der Großteil der Mannschaft aus Studenten.

Bliebe noch die Frage nach dem Namen des Vereins. Die Hünfelder Bürger werden im Volksmund als „Gaalbern“ bezeichnet, was auf hochdeutsch „gelbe Birnen“ heißt. Der Bezug zur Stadt wird auch durch den Namensteil Südend deutlich, da ein Großteil der Mitglieder aus dem Süden Hünfelds kommt. „Und der Name Dynamo hat sich bei der Gründung eben so ergeben. Von der Größe her ist es sicherlich möglich, noch einen zweiten Fußballverein in Hünfeld zu haben. Jetzt wollen wir mal schauen, wie das Ganze angenommen wird“, so Becker.

kol

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