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Kampfsport in Bulgarien: Sergej Braun bleibt ungeschlagen

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Bereits zum fünften Mal durfte Sergej Braun den Senshi-Pokal in Empfang nehmen.
Warna bleibt ein erfolgreiches Pflaster für Sergej Braun. © Braun's Gym

Sergej Braun bleibt bei der Kampfsportveranstaltung Senshi weiterhin ungeschlagen. Bei der elften Auflage der Gala in Warna (Bulgarien) besiegte der Fuldaer den Serben Nikola Todorovic einstimmig nach Punkten.

Fulda/Warna - Warna bleibt ein erfolgreiches Pflaster für Sergej Braun. Bereits zum fünften Mal nahm der sechsmalige Weltmeister an der Kampfsportveranstaltung teil, und zum fünften Mal verließ der den Ring als Sieger. Ebenfalls zum fünften Mal gewann Braun den Sonderpreis als „Bester Techniker des Kampfabends“. Das Aufeinandertreffen der beiden Athleten Sergej Braun und Nikola Todorovic in diesem Superfight, in dem es in der Klasse bis 80 Kilogramm um den Sieg und die Ehre ging, war in mehrfacher Hinsicht sehr interessant.

Beide sind K1-Profi-Weltmeister der WAKO (World Association of Kickboxing Organizations), des weltgrößten Fachverbands für Kickboxen; Braun in der Klasse bis 81,4 Kilogramm, Todorovic in der Klasse bis 78,1 Kilogramm. Der 32-Jährige aus Fulda ist allerdings neun Jahre älter – und damit erfahrener – als sein Gegner. Der 1,90-Meter-Mann Todorovic wiederum überragt Braun um ganze elf Zentimeter. (Lesen Sie hier: Kampf um die Ehre, nicht um den Titel - Prestigekampf für Fuldaer Sergej Braun in Bulgarien)

Kampfsport: Sergej Braun aus Fulda bleibt ungeschlagen

„Ich hatte mir im Vorfeld Videos von Todorovic angeschaut und damit gerechnet, dass er trotz seiner Körpergröße aus der Nahdistanz kämpfen würde. Das hat er aber nicht gemacht“, berichtet Sergej Braun. „Mir ist es schwergefallen, mich während des Kampfes umzustellen. Das ist mir erst in der dritten Runde gelungen.“

Bis dahin lieferten sich beide Kämpfer einen ausgeglichenen Fight. Von Beginn an waren beide sehr aktiv, fokussiert und konzentriert. In Runde eins gab es kaum ein Abtasten. Auch in der zweiten und zu Beginn der dritten Runde konnte sich keiner der beiden entscheidende Vorteile erkämpfen und es sah nach einer Zusatzrunde aus, die die Entscheidung hätte bringen müssen.

Nach 1:40 Minuten in der dritten Runde gelang Braun jedoch die entscheidende Aktion. Einem Tritt zum Kopf von Todorovic folgte eine harte Linke des Fuldaers und der Serbe ging zu Boden. Nach dem Niederschlag landete Braun zahlreiche Treffer und gewann einstimmig nach Punkten.

Kampf in Bulgarien: Entscheidung in Runde drei

Entsprechend zufrieden war er nach dem Kampf: „Zunächst einmal bin ich zufrieden, dass der Kampf nun im dritten Anlauf zustande gekommen ist. Es war wieder eine gute Veranstaltung, und die Stimmung war mega. Vor meinem Kampf hat ein Bulgare gekämpft, da war es in der Halle natürlich sehr laut.“ Wegen der geltenden Corona-Einschränkungen war der Kultur- und Sportpalast in Warna nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt.

Am Tag nach dem Kampf ging es für Sergej Braun und seine Betreuer weiter mit dem Sport. „Wir haben vormittags vor dem Rückflug nochmal trainiert und sind dann ins kalte Wasser gegangen. Wenn wir schon hier am Schwarzen Meer sind, müssen wir das auch ausnutzen“, sagt Braun und lacht. (von Joachim Herbert)

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