Sergej Braun aus Fulda mit seinem sechsten WM-Gürtel und Pokalen.
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Sergej Braun mit seinem sechsten WM-Gürtel und Pokalen.

Sieger im K1-Kampf

Sechster WM-Titel für Sergej Braun - Kampfsportler aus Fulda landet in Bulgarien K.-o.-Sieg 

Sergej Braun hat es wieder geschafft. Der Fuldaer Kampfsportler sicherte sich bei der „Senshi“ in Sofia (Bulgarien) den Weltmeistertitel des renommierten Verbandes WAKO (World Association of Kickboxing Organizations) im K1 (bis 81,4 Kilo) gegen den Serben Aleksandar Menkovic.

Fulda - Noch nicht einmal drei Runden dauerte es, dann hatte Sergej Braun aus Fulda seinen Gegner auf dem Boden und seinen sechsten WM-Titel in der Tasche. Der 24-jährige Menkovic ging als amtierender Weltmeister in den Kampf und hat bei einer Körpergröße von 1,88 Metern auch eine größere Reichweite als der neun Zentimeter kleinere Fuldaer.

Deshalb hatte sich Braun vor dem Kampf die Taktik zurechtgelegt, mit seinen starken Beinen die seines Gegners zu attackieren. „Das hat aber nicht funktioniert. Ich wusste, dass mein Gegner auch über starke Beine verfügt, und er hat meine Angriffe gut abgewehrt“, berichtet Braun. „Deshalb habe ich gegen Ende der zweiten Runde meine Taktik umgestellt und mich mehr auf das Boxen fokussiert. Das hat dann die erwünschte Wirkung gezeigt.“ (Lesen Sie hier: Sergej Braun aus Fulda will sechsten WM-Titel)

Sergej Braun aus Fulda siegt in Bulgarien und sichert sich sechsten WM-Titel

Denn nachdem Braun die erste Runde abgeben musste und die zweite ausgeglichen gestaltete, schickte er in Runde drei den Titelverteidiger gleich dreimal auf die Bretter. Zunächst streckte der Fuldaer seinen Gegner mit einem linken Haken zu Boden, dann mit einem rechten Aufwärtshaken und schließlich mit einem Tritt zum Kopf. Danach beendete der Ringrichter den Kampf, Sergej Braun siegte durch Knock-out in Runde drei und sicherte sich den sechsten WM-Titel seiner Karriere.

Ist dieser WM-Titel der WAKO, dem weltweit renommiertesten Kickbox-Verband, nun mehr Wert als die vorherigen? „Jeder Titel ist viel wert “, verrät der 31-Jährige. „Eine Besonderheit ist für mich jedoch, dass diese Veranstaltung eine Kooperation von Kyokushin-Karatekämpfern und Kickboxern ist und dass ich als jemand, der aus dem Karate kommt, hier in den Ring steige.“ Zusätzlich zum WM-Titel gewann Sergej Braun auch den Pokal für die beste Technik des Abends.

K1-Kampf in Sofia: Sergej Braun aus Fulda erlebte, wie Bulgarien mit Corona-Pandemie umgeht

Aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie durften außer den Kämpfern und Betreuern nur etwa 50 VIP-Gäste dem Geschehen in der Sporthalle beiwohnen. Sergej Braun und seine Betreuer Patrick Franz und Alexander Masoldt mussten für ihre Einreise nach Bulgarien einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. In Sofia wurden alle Kämpfer, Betreuer und Gäste erneut getestet.

Interessant war für Sergej Braun zu sehen, wie in Bulgarien mit der Corona-Pandemie umgegangen wird. „Die Leute waren entspannter als bei uns. Alle sind mit einer Maske umhergelaufen, haben aber zusammengestanden und man hat weniger auf den Abstand zu anderen Menschen geachtet“, berichtet er. Die Geschäfte und Schulen seien offen gewesen, ab heute wäre alles wieder geöffnet.

In den Umkleidekabinen waren die Sportler mit sechs bis acht Personen in einem Raum. Der Fuldaer erwischte sich dabei, dass er den anderen Menschen nicht zu nahe kommen wollte. „Wir sind nach diesen langen Monaten der Einschränkungen inzwischen schon so weit, dass man fast Angst davor hat, andern Menschen zu nahe zu kommen. Das gibt mir zu denken.“ (jh)

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