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Karate-Team aus Hessen gewinnt Deutsche Meisterschaft - mit dabei: Athletin aus Fulda 

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Das Kata-Team Damen aus Hessen mit Tasha Pothmann (von links), Christina Danneberg und Rebecca Ohnesorge holte sich den Meistertitel.
Das Kata-Team Damen aus Hessen mit Tasha Pothmann (von links), Christina Danneberg und Rebecca Ohnesorge holte sich den Meistertitel. © Verein

Hinter den Karate-Athletinnen und -Athleten liegen zwei intensive Wettkampfwochenenden: Schon am Wochenende nach den offenen Landesmeisterschaften fanden die Deutschen Meisterschaften statt – mit einem tollen Erfolg für eine hiesige Sportlerin.

Fulda - Pandemiebedingt waren die Landesmeisterschaften erst kurz vor den Deutschen Meisterschaften ausgeführt worden. Es herrschte ein strenges Hygienekonzept, und alle Teilnehmenden mussten einen negativen Schnelltest vorweisen. Unter diesen Bedingungen waren zu den Landesmeisterschaften endlich wieder Zuschauer zugelassen.

Zunächst wurden die offenen Landesmeisterschaften des HFK (Hessischer Fachverband für Karate) zusammen mit dem RKK (Rheinland-Pfälzischen Karateverband) in Rüsselsheim ausgetragen für die Klassen Jugend, Junioren, Leistungsklasse, Masterklasse und Para. (Lesen Sie auch: Kampfsport: Sergej Braun aus Fulda bleibt ungeschlagen)

Karate: Team aus Hessen gewinnt Deutsche Meisterschaft

Um die fehlende Wettkampferfahrung der vergangenen Monate auszugleichen, wurde das Turnier von vielen Athletinnen und Athleten als Vorbereitung auf die Meisterschaften auf Bundesebene genutzt. Daher nahmen insgesamt 243 Sportler aus ganz Deutschland an der Veranstaltung teil. Das Niveau war dementsprechend hoch. Aus Hessen waren 20 Vereine gemeldet.

Die Karate Abteilung vom SV Grün-Weiß Fulda 1953 ging mit fünf Sportlerinnen und Sportlern bei den Landesmeisterschaften an den Start. Anna Reichel belegte in einer starken Nachwuchsgruppe den siebten Platz und scheiterte in der zweiten Runde an knappen Kampfrichterentscheidungen.

Lejlad Hasic hatte zwei Kaderathleten bei sich in der Gruppe und belegte einen sehr guten dritten Platz. Seine Schwester Minela Hasic belegte in einer Gruppe mit erfahrenen Gegnerinnen den fünften Platz. Als besonderen Erfolg konnte sie ihre Einladung in den hessischen Landeskader erwirken.

In der Leistungsklasse Kata Damen erreichte die Fuldaer Landeskader Athletin Rebecca Ohnesorge einen guten siebten Platz. Enge Punktzahl-Unterschiede verhinderten den Einzug in die Finalrunden. Marius Gustavus konnte wichtige Erfahrungen im stark besetzen Kata-Herren-Pool sammeln.

Fuldaerin Rebecca Ohnesorge räumt bei Karate-DM ab

Eine Woche später wurden schließlich die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse und Para-Karate in Ludwigsburg ausgetragen. Für Hessen ging aus Fulda Rebecca Ohnesorge an den Start. In der Kategorie Kata Einzel Damen musste sie sich leider geschlagen geben. Herausragend war allerdings die Leistung im Kata-Team Damen.

Eine gute Grundlage schaffte die erste gezeigte Kata Gojushiho Sho. Mit deutlichem Abstand in den Wertungen setzte sich Rebecca Ohnesorge mit ihren Teamkameradinnen Tasha Pothmann und Christina Danneberg gegen drei konkurrierende Teams durch. Die Gegnerinnen der Hessinnen zeigten jeweils eine Kata aus anderen Stilrichtungen.

Die im Finale gezeigte Shotokan Kata Unsu mit Bunkai brachte Team Hessen eine Wertung (23,8 Punkte) mit beachtlichem Punkabstand zu den Konkurrentinnen ein. Damit erkämpfte sich das hessische Team den Deutsche-Meisterinnen-Titel. Das intensive Training der letzten Wochen durch Landestrainerin und ehemalige Weltmeisterin Christine Bernstein zahlte sich aus.

Team und Landestrainer waren euphorisch über den Sieg, der die Erwartungen übertroffen hat. Die Vize-Meisterinnen aus 2021 sowie in der Landesmeisterschaft noch höher platzierte Karateka konnten auf Bundesebene besiegt werden. „Überwältigend, ohne Favoritenrolle den Meistertitel zu holen“, freut sich Rebecca Ohnesorge über den Erfolg.

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