Beate Weis, Hygienebeauftragte, Kassiererin und Trainerin der KTV Fulda, hat alles im Griff. Der Heimwettkampf kann am Samstag mit 150 Zuschauern stattfinden.
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Beate Weis, Hygienebeauftragte, Kassiererin und Trainerin der KTV Fulda, hat alles im Griff. Der Heimwettkampf kann am Samstag mit 150 Zuschauern stattfinden.

Zweite Kunstturn-Liga Nord

KTV Fulda darf am Samstag vor 150 Zuschauern turnen

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Nach vier Vorstandssitzungen und jeder Menge Nachbereitung steht fest: Die KTV Fulda darf am Samstag (16 Uhr) zum Heimwettkampf in der Zweiten Kunstturn-Liga Nord 150 Zuschauer in die Petersberger Kreissporthalle lassen. Tickets gibt es online und an der Tageskasse.

Fulda - Großere Aufwand, geringer Ertrag. Das tut der Freude auf einen schönen Heimwettkampf keinen Abbruch. „Wir sind froh, dass unsere Männer vor Zuschauern turnen können. Die gute Stimmung beflügelt einfach“, sagt Beate Weis, Hygienebeauftragte der KTV Fulda sowie Kassiererin und Trainerin in Personalunion. Auf Catering müssen die Fans allerdings verzichten und die KTV so auf einen Großteil ihrer Einnahmen. „Uns fehlen die Helfer. Zudem schreibt die Deutsche Turnliga Plexiglasscheiben bei den Verkaufsständen vor. Der Aufwand wäre einfach zu groß gewesen“, erklärt Beate Weis. Jedoch stünden Kaltgetränke bereit, und auf der Tribüne könnten in Tüten verpackte frische Brezeln erworben werden.

Zuschauer sollen KTV Fulda beflügeln: 150 Zuschauer dürfen in die Petersberger Kreissporthalle

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Beate Weis appelliert an die Fans, die Tickets möglichst online zu reservieren, um so Warteschlangen am Eingang zu verhindern. Ihre To-Do-Liste ist lang, doch die 54-Jährige und ihre MitstreiterInnen haben schon viele Punkte abgearbeitet. Desinfektionsmittel und Listen, um die Personalien der Besucher zu erfassen, sind in ausreichender Menge vorhanden, Rollen mit Klebeband und Absperrmaterial sind besorgt, Einbahnstraßenschilder ausgedruckt. Die Vorarbeit ist geleistet, am Freitagabend müssen nur noch die Laufwege und die Plätze auf der Tribüne corona-konform markiert werden, dann steht dem Heimwettkampf gegen die Vertretung des TV Großen-Linden nichts mehr im Wege. „Jetzt hoffen wir nur, dass wir alles wie geplant durchziehen können und nicht noch kurz vorher die Halle dicht gemacht wird“, wünscht sich Beate Weis. Und wer sich von den Fans aus Sorge vor Ansteckungsgefahr nicht in die Halle traut, muss nicht auf den Kunstturn-Wettkampf verzichten: Der wird über sportdeutschland.tv als Livestream im Internet gezeigt.

Anders als in anderen Vereinen hat Corona die Vereinskasse nicht geplündert. Da hätte die Finanzministerin auch ein Veto eingelegt. „An die Rücklagen wollen wir nicht ran. Das Geld brauchen wir, um unseren Traum von einer Halle zu verwirklichen“, sagt die Bimbacherin. Und was sie besonders freut: „Die Sponsoren sind zu 95 Prozent dabeigeblieben.“

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