Der Ehrenberger Severin Zentgraf (USC Mainz) katapultiert sich in der Deutschen Bestenliste im Zehnkampf auf Position sieben.
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Der Ehrenberger Severin Zentgraf (USC Mainz) katapultiert sich in der Deutschen Bestenliste im Zehnkampf auf Position sieben.

Leichtathletik

Severin Zentgraf aus Fulda düpiert Hessens Elite: 7152 Punkte im Zehnkampf

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Die hiesigen Leichtathleten lassen aufhorchen: Severin Zentgraf düpiert die Hessische Zehnkampfelite, Finja Waider schrammt im Siebenkampf knapp an Bronze vorbei, und Friedrich Schulze zeigt sich erneut in Rekordlaune.

Fulda - „Ich bin hochzufrieden. 7000 Punkte wollte ich übertreffen, das hat ganz gut geklappt“, sagt Severin Zentgraf mit Blick auf die 7152 Punkte im Zehnkampf. Damit katapultierte sich der Ehrenberger auf Rang sieben in der Deutschen Bestenliste und nahm dem Hessenmeister 653 Punkte ab. Denn der 22-Jährige, seit zwei Jahren in Diensten des USCMainz, wo er auch studiert, startete bei den Hessenmeisterschaften in Darmstadt außer Konkurrenz.

Kugelstoßen und Speerwurf: Severin Zentgraf stellt Bestleistungen auf

Im Kugelstoßen und Speerwurf stellte Zentgraf Bestleistungen auf, die restlichen Resultate seien im Rahmen gewesen, sagt er bescheiden. Und das bei minimaler Vorbereitungszeit. „Erst zwei Wochen vor den Meisterschaften habe ich mich für einen Start entschieden“, sagt der 22-Jährige, der dann erstmals in diesem Jahr Hoch- und Weitsprung trainiert hatte. Richtig zufrieden war Zentgraf mit seiner 100-Meter-Zeit von 10,99 Sekunden bei Gegenwind sowie den 14,75 Sekunden in seiner Paradedisziplin 110-m-Hürden. Dabei lief für Zentgraf in diesem Jahr wieder nicht alles rund, zwei längere Unterbrechungen wegen muskulärer Probleme galt es zu kompensieren. Bei den abschließenden 1500 Metern sei er „komplett am Ende“ gewesen, er habe doch gemerkt, dass ihm die Mehrkampfausdauer abhandengekommen sei. Trotzdem bedeutete dieser Wettkampf nicht das Ende der Saison. Bei seinem langjährigen Verein TV Flieden will Zentgraf am Samstag den ersten Tag des Zehnkampfes noch mal wagen. „Mal sehen, wie ich bis dahin regeneriert habe“, sagt er.

Finja Waider glänzt mit sechs persönlichen Bestleistungen

Sechs persönliche Bestleistungen, mit 3347 Punkten Rang vier im Siebenkampf der W 15 erreicht und das Podest bei den Hessenmeisterschaften nur um neun Zähler verpasst: Finja Waider vom Hünfelder SV kämpfte sich bravourös durch den Siebenkampf. Denn die Hünfelderin blieb gleich zum Auftakt im Kugelstoßen über einen Meter unter ihren Möglichkeiten, und auch im Weitsprung war mehr drin gewesen. Über die 100 Meter zündete sie dann den Turbo (13,45 Sek.), sprang im Hochsprung (1,47 m) Bestleistung und schloss den Vierkampf mit Bestleistung von 1892 Punkten als Fünfte ab. Am Sonntag kamen gleich noch drei Bestleistungen hinzu, was dann in Summe 3347 Punkte (Bestleistung) und Rang vier für die Hessenkaderathletin Langhürde ergab.

Friedrich Schulze auf Rekordjagd

Der Deutsche Neunkampfmeister Friedrich Schulze befindet sich in Rekordlaune. Erst stellte der 14-Jährige in Gelnhausen seine Stabhochsprungbestleistung von 3,90 Metern ein, schleuderte den Diskus auf Bestweite von 50,61 Metern, um sich dann beim Wettkampf in Rodgau im Kugelstoßen um über einen Meter auf 15,67 Meter zu steigern. Weitere Siege verbuchte der für den TVGelnhausen startende Petersberg-Steinauer im Weitsprung (5,98 m) und im Speerwurf (47,90 m).

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