Im Main-Kinzig-Kreis schon alsbald Realität: Ein Betreuer, natürlich vorbildlich mit Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet, steht an der Linie ganz für sich, weil Zuschauer gar nicht mehr zugelassen sind.
+
Im Main-Kinzig-Kreis schon alsbald Realität: Ein Betreuer, natürlich vorbildlich mit Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet, steht an der Linie ganz für sich, weil Zuschauer gar nicht mehr zugelassen sind.

Keine Zuschauer in MKK

Lokalfußball: Im Stehen ist das Biertrinken verboten - neue Corona-Regeln im Kreis Fulda

  • Johannes Götze
    vonJohannes Götze
    schließen

Corona ist im Amateurfußball längst zu einem Tagesgeschäft geworden. Absagen wegen Verdachtsfällen häufen sich, die zulässigen Zuschauerzahlen ändern sich ständig – und unterscheiden sich in den verschiedenen Landkreisen teils deutlich. 

Fulda - Bezogen auf die Fußballregion Fulda sind stets die aktuellen Richtlinien der vier beteiligten Landkreise maßgebend. Am härtesten trifft es den Main-Kinzig-Kreis: Dort wurde gestern verfügt, dass bis zum 10. November keine Zuschauer mehr zugelassen sind. Den Spielbetrieb wird der Kreis dennoch fortführen, wie Kreisfußballwart Dietmar Pfeiffer erklärt. Ebenfalls gestern setzte der Vogelsbergkreis die zulässige Zuschauerzahl von 150 auf 100 herab. Dort gilt zudem die Empfehlung, gar keine Zuschauer zuzulassen. Schon zuvor galt eine entsprechende Empfehlung, die einige Vereine wie die SG Grebenhain/Bermutshain am vergangenen Wochenende auch umsetzten. Andere, wie die SG Freiensteinau, hingegen nicht. Im Norden ist die Lage mit 150 Zuschauern indes „am angenehmsten“.

Die neue Verordnung im Landkreis Fulda warf für viele Vereine am vergangenen Wochenende Fragen auf, wie sich die 100 zugelassenen Zuschauer am Sportplatz zu verhalten haben. Eine Nachfrage beim Kreis hat ergeben, dass die Maskenpflicht sowohl auf Steh- und Sitzplätzen besteht. Dort darf die Maske auch nicht zum Essen oder Trinken abgenommen werden. Entsprechend der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln kann die Maske im Bereich der Gastronomie/Sportlerheim abgenommen werden, wenn die Personen Sitzplätze eingenommen haben. Dort, und nur dort, kann gegessen, getrunken und – sofern das Rauchen dort gestattet ist – auch geraucht werden.

Das sagt der Hessische Fußball-Verband

Sowohl auf dem Sportplatz als auch im Gastronomiebereich und im Sportlerheim gelten die Hygiene- und Abstandsregelungen. Das heißt: Die derzeit zulässige Anzahl von fünf Personen oder zwei Haushalten kann an einem Tisch sitzen beziehungsweise ohne 1,50 Meter Abstand beieinander stehen. Zu den jeweils anderen Personen/Personengruppen muss ein Abstand von 1,50 Meter eingehalten werden.

Hierauf versuchen viele Funktionäre hinzuweisen und können die streckenweise vorherrschende Ignoranz von Besuchern nicht nachvollziehen. So sagt zum Beispiel Fuldas Kreisfußballwart Thorsten Beck „dass sich manch freiwilliger Helfer schlimme Pöbeleien anhören muss. Vielleicht wäre es hilfreich, ein, zwei Spiele ohne Zuschauer auszutragen. Vielleicht würde das bei den Zuschauern entsprechende Wirkung zeigen. Manche können sich einfach nicht benehmen.“

Der Hessische Fußball-Verband hält weiterhin an seiner Linie fest, den Spielbetrieb dort, wo er verordnungsmäßig möglich ist, aufrechtzuerhalten. Eine Neubewertung der Situation sei ständig möglich, bereits am Donnerstag tagen die Gremien erneut.

Corona-Maßnahmen: So sieht es in anderen Kreisen aus

„Komplettabsagen vor Ort sind möglich“, schreibt der HFV und bezieht sich damit auch auf die Entscheidungsfreiheit der Kreise. Während die heimischen Fußballwarte noch keine Komplettabsagen vollzogen haben, sieht es in anderen Teilen Hessens bereits ganz anders aus: In Mittelhessen haben bereits vier Kreise vorübergehend ausgesetzt, in Südhessen herrscht teilweise gar schon wieder ein Verbot von Kontaktsport – entsprechend ist kein Fußball möglich.

Was die Kreisfußballwarte zu der Geisterspiel-Thematik sagen, lesen Sie in der Print-Ausgabe der Fuldaer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema