Nach dem Reit-Drama bei den Olympischen Spielen wurde Annika Schleu vom Verband freigesprochen. Ihre Trainerin hingegen bestraft.
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Nach dem Reit-Drama bei den Olympischen Spielen wurde Annika Schleu vom Verband freigesprochen. Ihre Trainerin hingegen bestraft.

Skandal im Modernen Fünfkampf

Nach Olympia-Drama: Verband bestraft Trainerin - Freispruch für Annika Schleu

Der Weltverband UIPM hat Annika Schleu nach dem Reit-Drama bei den Olympischen Spielen in Tokio freigesprochen. Ihre Trainerin widerum wurde bestraft.

Monaco - Für ihr umstrittenes Verhalten beim Reit-Drama um die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen in Tokio ist Bundestrainerin Kim Raisner vom Weltverband UIPM bestraft worden. Ihre Athletin dagegen wurde vom Vorwurf des übermäßigen Gebrauchs der Gerte und Sporen freigesprochen, wie es in einer Mitteilung der UIPM vom Montag hieß.

Der Disziplinarausschuss des Weltverbandes wies Raisner an, ein Trainingsseminar zum richtigen Umgang mit Pferden zu absolvieren. Erst danach werde die Berlinerin wieder für einen UIPM-Wettkampf akkreditiert. Zudem erhielt sie einen offiziellen Verweis. Bei einer Wiederholung eines solchen Vorfalls wie in Tokio müsse sie mit dem Entzug ihrer Trainerinnen-Lizenz rechnen.

Olympia 2021: Freispruch für Annika Schleu - Trainerin wird bestraft

Vor knapp einem Monat hatte Schleu in Tokio nach zwei Disziplinen auf Gold-Kurs gelegen. Doch beim Reiten war sie mit dem ihr zugelosten und völlig verunsicherten Pferd nicht zurechtgekommen, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten „Hau mal richtig drauf!“ zum Einsatz der Gerte aufgefordert. Die Trainerin gab dem Pferd zudem einen Schlag mit der Faust. Anschließend wurde Schleu und Raisner Tierquälerei vorgeworfen. Beide hatten dies stets zurückgewiesen. Schleu hatte sich gewehrt und unter anderem gesagt, dass sie das Pferd nicht hart behandelt habe.

Auch die „Big Bang Theory“-Schauspielerin Kaley Cuoco griff Fünfkämpferin Annika Schleu an und kündigte an, das Pferd Saint Boy kaufen zu wollen. Die Besitzer des Pferdes haben sich mittlerweile zu Wort gemeldet und verraten, wie es Saint Boy inzwischen geht.

„Das ungeheuerliche Verhalten von Frau Raisner kann nicht ungestraft bleiben“, hieß es in der Begründung. Zugleich stellte der Ausschuss aber zu Raisner fest: „Ihr sportlicher und beruflicher Werdegang ist von vorbildlichem Verhalten geprägt, sodass die Ereignisse vom 6. August als Anomalie zu werten sind.“ (dpa)

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