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2. Poolbillard-Bundesliga: SG Johannesberg verliert Tabellenführung

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Die beiden ärgsten Konkurrenten traten am Wochenende gegeneinander an: Die SG Johannesberg mit Erik Köhler (von links), Christoph Reintjes, Raphael Wahl, Juri Pisklov und BV 1987 Brotdorf: Tim de Ruyter (von rechts), Maximilian Lechner, Tim Goergen und Marco Spitzky.
Die beiden ärgsten Konkurrenten traten am Wochenende gegeneinander an: Die SG Johannesberg mit Erik Köhler (von links), Christoph Reintjes, Raphael Wahl, Juri Pisklov und BV 1987 Brotdorf: Tim de Ruyter (von rechts), Maximilian Lechner, Tim Goergen und Marco Spitzky. © Patrick Wichmann

Herber Rückschlag für die Meisterschafts-Mission der SG Johannesberg: Im Topspiel gegen den BV Brotdorf gibt es ein 1:5 und den Sturz auf Platz zwei der 2. Poolbillard-Bundesliga Süd.

Fulda - Mit einem Vier-Punkte-Vorsprung hatte die SG Johannesberg vor dem jüngsten Doppelspieltag geliebäugelt, statt der erhofften Vorentscheidung gab es am Sonntag jedoch einen herben Dämpfer im Titelkampf.

Nach dem ungefährdeten 5:1 am Vortag gegen den PBC Joker Altstadt II unterlag die SGJ mit 1:5 gegen den BV Brotdorf und büßte die Tabellenführung in der 2. Poolbillard-Bundesliga Süd damit ein. Mit 24 Punkten liegt Johannesberg nun zwei Zähler hinter den Saarländern und hat, schlimmer noch, den erhofften Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand.

„Sie waren der erwartet starke Gegner. Nicht umsonst haben sie zwei Profis im Team“, sagte Johannesbergs Raphael Wahl nach der Partie. Auf die Titelchance angesprochen, erklärte der 24-Jährige: „Noch ist nichts verloren. Wir müssen jetzt alle Spiele gewinnen und hoffen, dass sie noch etwas liegenlassen.“ (Lesen Sie auch: Poolbillard: Spieler wollen Titelregen - SG Johannesberg mit großen Ambitionen)

1:5-Niederlage im Poolbillard-Topspiel: SG Johannesberg unterliegt Brotdorf

Bereits das Hinspiel gegen Brotdorf hatte Johannesberg verloren, im vergangenen September gab es das K.o. im Shootout zum 3:4. Für die Osthessen sind es die bislang einzigen Niederlagen der Saison.

Dabei war die Johannesberger Leistung im Spitzenspiel keineswegs schlecht, im Gegenteil. Was allerdings fehlte, war das Spielglück. In der ersten Hälfte etwa musste sich der Deutsche Meister Juri Pisklov im 10-Ball gegen Maximilian Lechner gleich mehrfach ärgern, dass bei seinen Breaks einfach keine Kugel fallen wollte – außer, umso ärgerlicher, die weiße.

Chancenlos war dagegen das 10-Ball-Doppel Raphael Wahl/Erik Köhler, das Tim de Ruyter/Tim Goergen mit 2:6 unterlag. Für das 1:2 zur Pause sorgte Christoph Reintjes, der im 14/1 gegen Marco Spitzky mühelos mit 100:26 gewann.

„Mit ein wenig Glück hätten wir 2:1 führen können“, ärgerte sich Sportmanager Alexander Hofmann, „und wer weiß, wie es dann ausgegangen wäre?“

2. Poolbillard-Bundesliga: SG Johannesberg hofft noch auf Titel

Im zweiten Durchgang schien es trotz des Rückstands kurzzeitig so, als könne Johannesberg das erneute Shootout erzwingen. Pisklov/Wahl führten im 9-Ball gegen Spitzky/de Ruyter erst mit 2:0, dann mit 5:3, und am Nebentisch durfte, ebenfalls im 9-Ball, auch World-Cup-Gewinner Reintjes in einem sensationellen Duell mit dem Weltranglisten-Sechsten Lechner auf den Punkt hoffen. Am Ende aber fehlte, genau, das Spielglück.

Ein einziger Fehler ließ dem Doppel das Duell entgleiten und mündete in einem 5:6, während Lechner gegen Reintjes nahezu alles gelang, und der Johannesberger schließlich mit 5:9 unterlag. Ohne Chance war Köhler im 8-Ball beim 1:7 gegen Goergen.

Die Hoffnungen Johannesbergs ruhen nun insbesondere auf dem 1. PBC Neuwerk: Das Team aus Mönchengladbach hatte Brotdorf im Hinspiel geschlagen und trifft am kommenden Doppelspieltag (9./10. April) erneut auf die Saarländer. Die SGJ spielt parallel bei den BSF Kurpfalz und dem BC Aalen.

Zum Abschluss der Saison warten dann noch einmal zwei Heimspiele: Am 14. Mai empfängt Johannesberg den 1. PBC Sankt Augustin II, am 15. Mai den 1. PBC Neuwerk. „Es sind noch vier Spieltage. Und wir werden alles dafür tun, dass sich Brotdorf keinen Patzer erlauben darf“, verspricht Hofmann. (von Patrick Wichmann)

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