FROH-Neuzugang Tobias Jahn hat in der Altersklasse U11 als bester hessischer Starter den sechsten Rang belegt.
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FROH-Neuzugang Tobias Jahn hat in der Altersklasse U11 als bester hessischer Starter den sechsten Rang belegt.

Louis Gentzik an der Spitze

Radsport: RSV FROH Fulda organisiert Straßenrennen um Dipperz

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Mit dem traditionellen Straßenrennen in Harmerz ist es in diesem Jahr nichts geworden. Alternativ hat der RSV FROH Fulda in Zusammenarbeit mit dem RSV Merkur Dipperz ein Rennen in der Rhöngemeinde auf die Beine gestellt. Die Teilnehmer sind aus ganz Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angereist.

Dipperz/Fulda - Peter Hahner, Vorsitzender des RSV FROH, freut sich gegen Ende des Rennens vor allem über eines: „Ich bin superglücklich. Es ist trocken geblieben.“ Tatsächlich hatten den ganzen Tag dunkle Wolken den Himmel verdüstert, Regen ist aber keiner gefallen. In fünf Altersklassen sind die knapp 180 jugendlichen Fahrer aus drei Bundesländern auf dem anspruchsvollen, vier Kilometer langen Rundkurs bei Dipperz angetreten. „Die Strecke ist sehr kurvenreich, ständig geht es rechts, links, hoch und runter, da gehört Können dazu“, erläutert Peter Hahner. „Wenn da so ein Zehnjähriger mit 60 Stundenkilometern den Berg runtersaust, da hälst du schon mal die Luft an.“

Erfolgreichster Starter für den ausrichtenden Verein war Louis Gentzik, der den ersten Platz in der U15m belegte. Leopold Beirig kam in der gleichen Altersklasse auf den zehnten Rang. Bei den jüngsten Startern in der U11 kam Tobias Jahn, der erst seit diesem Jahr für FROH fährt, als bester hessischer Starter ins Ziel. Insgesamt belegte er Rang sechs.

Radrennen um Dipperz: Louis Gentzik radelt allen davon

Julian Kadrispahic schaffte es eine Altersklasse höher, in der U13, auf den zweiten Platz. Isabell Gentzik belegte, ebenfalls in der U13, Rang elf. Unter den weiblichen Fahrerinnen wurde sie Dritte. Über 60 Kilometer startete Ferdinand Beirig in der U17m und kam als 23. ins Ziel. Ebenfalls über 60 Kilometer fuhr die weibliche U19 mit Noa Messemer, die den zweiten Platz belegte.

Für Ferdinand und Leopold Beirig sowie Louis Gentzik und Noa Messemer war das Straßenrennen gleichzeitig ein Formtest für die an diesem Wochenende stattfindenden Deutschen Meisterschaften Straße der U15 bis U19 in Bruchsal. Die Chancen der FROH-Radler bei diesem Wettkampf einzuschätzen, fällt Peter Hahner schwer. „Es gab ja kaum Rennen, man weiß also gar nicht, wer wie gut ist“, so der Vorsitzende. Das müsse aber kein Nachteil sein. Wer intuitiv und situationsbedingt Rennen fahren könne, habe wohl die besten Chancen, vermutet der FROH-Vorsitzende.

RSV FROH: Stolz auf das zweite Rennen im Corona-Jahr

Um großartige sportliche Erfolge geht es Hahner bei seinem eigenen Rennen allerdings nicht in erster Linie: „Es geht darum, dass die Kinder überhaupt wieder Rennen fahren. Sie brauchen eine Perspektive.“ Dass es ihm und seinen Vereinskollegen in diesem besonderen Jahr sogar gelungen ist, zwei Rennen zu organisieren, darauf ist er stolz. Mitte August hatte FROH bereits in Zusammenarbeit mit dem RMV Poppenhausen die hessisch-thüringische Meisterschaft im Bergzeitfahren ausgerichtet.

Den Dipperzer Rundkurs hat FROH gemeinsam mit dem Radsportverein Merkur Dipperz erarbeitet. „Die Vorsitzende Brigitte Schleicher war gleich dabei und hat sich für uns um die Genehmigung bei der Gemeindeverwaltung gekümmert.“ Beim Rennen waren die Dipperzer außerdem als Streckenposten im Einsatz.

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