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„Nie berechenbar, was passiert“ - Thomas Helmer kommt mit dem „Doppelpass on tour“ nach Gersfeld

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Von: Steffen Kollmann

Thomas Helmer
Thomas Helmer startete nach seiner erfolgreichen Fußballkarriere als Journalist durch. Von 2015 bis 2021 moderierte er den „Doppelpass“ auf Sport1, seit anderthalb Jahren geht er mit dem Fußballtalk auf Tour. © Sport1_Nadine Rupp

Ein Highlight für alle Fußballfans steht am Mittwoch in Gersfeld an. Ab 20 Uhr wird der „Doppelpass on tour“ im Stil des beliebten Fußballtalks „Doppelpass“ auf Sport1 in der Stadthalle gastieren. Moderator der ausverkauften Show ist Thomas Helmer (57).

Herr Helmer, „Doppelpass on tour“ wirbt damit, das typische Ambiente des „Doppelpass“ zu den Fans nach Hause zu bringen. Wie wird es aber ohne Fernseh-Übertragung gelingen, dass Uli Hoeneß wutentbrannt in der Sendung anruft?

Es ist immer interessant, wenn der „Doppelpass“ nur auf Anrufe von Uli Hoeneß reduziert wird. Die Show funktioniert – wie der „Doppelpass on tour“ – auch so sehr gut. Wir haben an allen Orten gute Gäste, sitzen wie in der Sendung auf unseren roten Stühlen und haben natürlich auch das Phrasenschwein dabei.

Wie kann man sich das interaktive Bühnenprogramm vorstellen? Gibt es statt dem Dopa-Phone Wortbeiträge der Zuschauer?

Genau. Wir beziehen das Publikum mit ein. Bei den ersten Shows in diesem Jahr in Aschaffenburg und Heilbronn ist Mario Basler zu den Fans gegangen und hat sie eingeladen, sich zu äußern. Am Ende gibt es dann noch ein Quiz. Außerdem können wir die eine oder andere spannende Anekdote erzählen, wenn die Sendung nicht ausgestrahlt wird. Und während wir in Gersfeld sind, findet ein Bundesliga-Spieltag statt, darauf versuchen wir so weit wie möglich einzugehen.

Rhön: Moderator Thomas Helmer kommt mit „Doppelpass on tour“ nach Gersfeld

Der „Doppelpass“ hat seit mehr als 25 Jahren einen festen Platz im deutschen Sportfernsehen. Wie gelingt es dem Format, in einer sich stetig entwickelnden Medienwelt weiter den Nerv der Zeit zu treffen?

Die Show bietet immer etwas Neues, von Woche zu Woche und von Spieltag zu Spieltag. Die Leute analysieren, diskutieren und streiten sich über Fußball. Dabei ist nie berechenbar, was passiert. Das beste Beispiel haben Sie mit den Anrufen von Uli Hoeneß schon genannt.

Pünktlich zum „Doppelpass on tour“ in Gersfeld startete kürzlich die Bundesliga. Ist es nach zehn Meisterschaften des FC Bayern in Folge schwierig, jede Woche die passenden Themen zu finden?

Ich würde das nicht so negativ sehen. Es gibt genug Positivbeispiele, über die es sich zu sprechen lohnt. Ich denke da an den SC Freiburg oder Eintracht Frankfurt. Außerdem kann man immer darüber diskutieren, wer die Bayern in Gefahr bringen könnte.

Sie haben als Spieler sowohl mit Bayern München als auch Borussia Dortmund Titel gewonnen. Was braucht es aus Ihrer Sicht, um mal wieder einen anderen deutschen Meister zu erleben?

Entscheidend wird sein, voll da zu sein, wenn die Bayern mal eine Schwächephase haben. Aber es ist verdammt schwer, diese Konstanz hinzubekommen.

Video: „Doppelpass“-Legende Uli Hoeneß erscheint zum Sport1-Jubiläum

Die Nationalmannschaft wird in Gersfeld ebenfalls ein Thema sein. Glauben Sie, dass die Heim-Europameisterschaft 2024 ein ähnliches Fußballfest werden kann wie die Weltmeisterschaft 2006?

Das hoffen wir alle, wird aber schwierig. Die Zeit ist sehr kurz. Hauptaufgabe ist es, wieder eine positive Stimmung im Land zu erzeugen. Aber ich weiß nicht, ob die deutsche Mannschaft sportlich schon so weit ist, um eine Euphorie wie 2006 zu entfachen. Man sollte die Erwartungen nicht ganz so hoch ansetzen.

Mario Basler, mit dem Sie 1996 Europameister wurden, ist neben Matze Knop, Tim Boltz und Hartwig Thöne der Stargast am Mittwoch. Er polarisiert, ähnlich wie Stefan Effenberg. Braucht es solche Experten für ein Format wie den „Doppelpass“?

Ich weiß nicht, ob das ein „Doppelpass“-spezifisches Thema sein sollte. Mir als Moderator ist es lieber, wenn ein Experte eine klare Meinung vertritt und nicht diplomatisch drumherum redet. Mario verkörpert das, deshalb ist er wie Stefan für den „Doppelpass“ der richtige Mann. Dazu kommt, dass Mario und ich super eingespielt sind.

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